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Chrissy hielt die Hand von Eddie ganz fest, als beide auf die Klinik starren. Wie die Menschen davor stehen, Frauen als Mörder bezeichnen und manche sogar körperlich angegangen wurden. Chrissy zitterte beim Anblick. Wäre sie nicht so verzweifelt, würde sie sofort wieder nach Hause fahren, such die Decke über den Kopf ziehen und heulen.
Aber sie konnte jetzt kein Baby bekommen. Nur noch dieses Jahr und sie hatte endlich ihren Abschluss in der Tasche. Das bedeute genau wie Wina endlich diese Stadt hinter sich zu lassen. Zudem war ihre Beziehung zu Jason, offiziell vorbei, als sie ihm gesagt hatte, dass sie von ihm schwanger ist. Er hatte ihr nur ins Gesicht gelacht und ihr gesagt, dass man nicht beim ersten Mal schwanger werden konnte.

Ihr Blick glitt zu Eddie rüber, der noch immer ihre Hand hielt. Wäre er nicht der feste Freund ihrer besten Freundin, könnte sie sich in ihn verlieben, obwohl vielleicht hatte sie es schon längst. Immerhin klang es fast immer so, als ob Eddie perfekt wäre. Er war so liebevoll zu Wina und sie bewältigten jedes Problem zusammen.

Sobald sie beide zusammen auf das Gebäude, eine richtige Klinik war es nicht, zugingen, schob Eddie sie hinter sich. Er nahm die ganzen Beleidigungen der Abtreibungsgegner auf sich. War stark für Chrissy, die ihn gerade brauchte.
Er selbst hatte schon öfters darüber nachgedacht, was passiert solle Wina schwanger werden, doch er war sich sicher, sie würden es bekommen. Er war nur froh, nicht der Vater des Kindes zu sein, sonst hätte er nicht dabei helfen können, diesen Weg zu gehen.

Selbst drinnen, als Chrissy wieder halbwegs atmen konnte, ließ er ihre Hand nicht los. Er wusste, dass es für sie gerade die Welt bedeutete und zum ersten Mal, seitdem Wina mit Chrissy um die Ecke gekommen ist, empfand er Mitleid und Sympathie für sie. Vielleicht war ihr Leben, doch nicht so perfekt, wie es auf ihn immer gewirkt hatte.
Verlegen biss er sich auf die Lippen, während er sie betrachtete. Sollten er sich und Wina wirklich mal endgültig trennen, könnte er sich vorstellen Chrissy nach einem Date zu fragen. Diesen Gedanken verwarf er wieder. Er durfte so nicht denken. Eddie war sich sicher, Wina zu heiraten, auch wenn eine kleine innere Stimme ihn von dieser Beziehung abratet.
Sie waren oft so toxisch zueinander, dass sie sich eher zerstörten, als zu helfen. Doch jedes Mal, wenn er Erlösung in dem Schoss einer anderen suchte, wollte er nur wieder zurück.

Eddie blieb vor der Tür, als der kleine Eingriff bei Chrissy durchgeführt wurde. Selbst als er bestätigt hatte, der Vater zu sein, wollte der Arzt ihm nicht dabei haben, auch wenn er ihn aufmunternd auf die Schulter klopfte. Es würde oft vorkommen, dass gerade die jungen Mädels nur mit ihren Eltern oder einer Freundin auftauchten, selten war der Kindsvater mit dabei. Er zuckte kaum merklich zusammen, während sich die Tür öffneten und Chrissy, wach und etwas blasser als gewöhnlich, aus dem Zimmer geschoben wurde.
Sie wurde schon in ein paar Stunden nach Hause gehen dürfen und die Zeit dazwischen saß er an ihrem Bett, erzählte ihr schlechte Witze.

Als er sie wieder zu Hause ablieferte, hatten sich beide länger als nötig umarmt. Gut gelaunt, fuhr er mit seinem Van, denn er sich gerade von Gareth zurückgeholt hatte in den Trailerpark. Es war schon etwa später, doch er lief trotzdem zum Fenster von Wina. Dort starrte er auf das geschlossene Fenster. Eigentlich ließ sie es fast immer auf, sodass er zu ihr ins Zimmer klettern konnte. Jetzt davor zustehen und nicht zu ihr zu gelangen, ließ ihn für ein paar Sekunden schwerer Atem. Er hatte gehofft, sich an sie zu kuscheln und die letzten Stunden einfach erträglicher zu machen. Eddie hatte Chrissy geschworen, niemanden ein Wort zu sagen. Das bedeutet, er konnte nur warten, bis sie so weit war.

Als Eddie am nächsten Morgen in seinem Bett erwachte, alleine, war er so aufgeregt, dass er aus dem Bett sprang. Fast schon pünktlich, stand er an seinem Van, doch keine Wina wartete wie sonst auf ihr. Er zuckte mit den Achseln, immerhin könnte Nat sie schon gefahren haben, auch wenn das in der ganzen Zeit seitdem Eddie den Van hatte, nur einmal vorgekommen war und dann hatte sie ihm einen Zettel hinterlassen.

Doch auch in der Schule war keine Wina zu sehen und niemand wusste, wo sie war. Eigentlich sollte er sich noch keine Sorgen machen, aber er tat es und als den Rückweg antrat, machte er einen Umweg extra über das Dinner in dem Nat arbeitet. Doch zum ersten Mal, freute sich Nat nicht darüber ihn zu sehen. Sie wimmelte ihn schnell ab und Eddie war noch ratloser als vorher.
Erst als er Wina auf den Stufen des Trailers entdeckte, in dem er lebte, konnte er durchatmen. Hätte er gewusst, dass sich beide trennen würde, wäre er wohl niemals ausgestiegen und direkt woanders hingefahren.

 Hätte er gewusst, dass sich beide trennen würde, wäre er wohl niemals ausgestiegen und direkt woanders hingefahren

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Falls ihr es noch nicht gesehen habt, ich habe eine eigene Fanfiction zu Billy veröffentlicht. Natürlich wird auch Eddie immer wieder vorkommen. Vielleicht hat noch jemand Lust von euch hineinzuschauen. Und da ich niemanden bevorzuge, bekommt Eddie auch eine Fanfiction in Form einen Adventskalender im Dezember. Freut euch also auf weiteren Stranger Things / Eddie Munson / Billy Hargrove Content

𝕿𝖗𝖆𝖎𝖙𝖔𝖗 (𝕭𝖎𝖑𝖑𝖞 𝕳𝖆𝖗𝖌𝖗𝖔𝖛𝖊 / 𝕰𝖉𝖉𝖎𝖊 𝕸𝖚𝖓𝖘𝖔𝖓)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt