Es sollte das perfekte letzte Jahr für Eddie und Wina werden. Ein letztes Jahr zusammen mit ihren Freunde vom Hellfire Club. Ein Jahr voller Liebe, Freundschaft und für Eddie endlich gute Note.
Umso mehr ist es ein Schock für alle, beide nach 5 Jahr...
"Danke fürs Mitnehmen." Vorsichtig blickt Wina zu Billy herüber, doch dieser starrt noch immer durch die Windschutzscheibe. Verlegen beißt sie sich auf die Lippen, bevor ihre Hand zum Hebel, der die Tür öffnet, gleitet. "Triffst du ihn wieder?" Sofort zieht Wina ihre Hand zurück, als hätte sie sich am Griff verbrannt. "Nein. Zumindest nicht als Paar." Jetzt blickt Billy zu ihr und ein spöttisches Grinsen liegt auf seinen Lippen. "Du bist noch immer dumm. Er wird dir niemals treu bleiben." Wütend schnaubt Wina auf, öffnet die Tür und steigt aus. "Du bist auch nicht treu, Hargrove." Noch immer von ihren Gefühlen überwältigt, wirft Wina die Autotür so hart ins Schloss wie nur möglich. Dass alle Leute, die gerade vor ihren Wohnwagen stehen, blicken beim lauten Knall alle zu ihr. Dem Impuls widerstehen, den Mittelfinger zu zeigen, flüchtet Wina in den kleinen Wohnwagen, der wie so häufig verlassen ist. Noch immer geladen, greift sie zum Telefon und wartet nur darauf, dass endlich jemand dran geht. "Hallo?" "Ich bins. Wir müssen reden. Jetzt?" "Ich komme zu dir. Bin in etwa zwanzig Minuten bei dir." Die andere Stimme am Telefon, ist leise und zaghaft und fast wünschte sich Wina sie würde nicht zu ihr kommen, doch sie kann nicht anders. Sie muss endlich klären, was Eddie und Chrissy am Laufen haben.
Die Zeit, die sie mit warten verbringst, läuft Wina auf und ab. Nervös nimmt sie den Daumennagel ihrer linken Hand in den Mund und knabbert an ihm herum. Erst als das Klopfen sie erlöst, schafft sie es, sich aus ihren wilden Gedanken zu befreien. Fast schon übermütig stürmt sie zur Tür, um diese aufzureißen. Vor ihr steht Chrissy und sieht genauso wunderschön wie immer aus. Ihre Haare, hat sie zusammen und ihre grünen Augen, kommen mit dem bisschen Make-up, was sie trägt, perfekt zur Geltung. Auch wenn sie nicht ihre Cheerleader Uniform trägt, betont ihre lange Jeans und das weiße Top, jede Kurve perfekt. Mit einer einladen Geste, lässt Wina sie herein und dirigiert sie zum kleinen Sofa, wo beide nebeneinander sitzen. Die Anspannung, die sich im ganzen Raum ausgebreitet hat, ist deutlich spürbar, trotzdem sagt keine von beiden ein Wort.
"Warum ausgerechnet Eddie?" Eine vergräbt bei ihrer Frage ihr Gesicht in ihren Händen. Sie traut sich nicht, Chrissy anzublicken, die seid der Trennung zu Jason immer schöner wird. "Er ist verschwiegen und nett. Eddie behält Geheimnisse für sich. Und ich wusste nicht, an wen ich mich wenden soll." Langsam greift Chrissy nach ihrem Kopf und streichelt ihr leicht durch die Haare. "Aber warum hast du nicht mit mir gesprochen? Was kann es sein, dass ich es nicht wissen durfte? Bitte Chrissy." Seufzend blickte sie zu Wina herunter, bevor sie die Augen schloss, damit niemand ihre Tränen sehen konnte. "Ich wollte es ja. Und dann habe ich hier angerufen und Eddie ging ran. Verdammt, danach hatte ich nicht mehr den Mut. Eddie hatte mich nicht deswegen verurteilt und verdammt du bist meine beste Freundin. Wenn du mich verurteilst, wäre es das Schlimmste was mir passieren kann. Aber ich habe diese Freundschaft ja sowieso kaputt gemacht." Wina blickte auf und für einen kurzen Moment trafen sich die Blicke der beiden jugen Frauen. "Chrissy. Du kannst mir jetzt die Wahrheit erzählen. Verdammt. Es hat mein Herz gebrochen. Du bist weder in der Schule noch zu Hause. Eddie ist wie vom Erdboden verschluckt. Dann finde ich im Wald Eddie Van, wo eindeutig jemand drin Sex hat." Die Pause von Wina reicht gerade aus, hektisch ihre Luft entweichen zu lassen, bevor sie fortfährt. "Das Schlimmste daran ist, dass keiner von euch beiden ein Wort gesagt hat. Ich habe mich so benutzt gefühlt. Es hat mich so verletzt." Wina erhob sich, lief zum Schrank und zog eine Flasche mit Whiskey hervor. "Willst du auch?" Den Blick, den sie Chrissy zuwarf, zeigte deutlich, wie sehr sie die Situation noch immer belastete. "Wina vielleicht sollten wir jetzt nichts trinken." Wina schraubte den Deckel ab und zeugte Chrissy deutlich, was sie von ihren Worten hielt. "Ich habe alles in meinen Leben verloren, was mir jemals wichtig war, bis auf meine große Schwester. Mein Dad, meine Mum, den Hellfire Club, Eddie und dich. Ich habe genug Grund zu trinken, Chrissy." Zögerlich stand Chrissy auf und zog ihr die Flasche aus der Hand. "Und du hast so viel mehr Gründe, nicht zu trinken. Ich weiß, die Zeit war echt hart für dich und ich wünschte ich kann eine andere Entscheidung treffen, aber das kann ich nun mal nicht. Aber du kannst dich zu mir setzten und dann reden wir, wo Eddie mit mir war."
Habt noch einen schönen Pfingstmontag. Möchtet ihr weiterhin jeden Donnerstag ein Kapitel haben? Oder so, wie ich sie gerade geschrieben habe? Dann kann es aber passieren, dass längere Zeit gar nichts kommt.
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