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Eddie blickte auf ihr schlafendes Gesicht herunter. Ihm war klar, dass er mal wieder Mist gebaut hatte. Er liebte sie, deswegen tat ihre Ablehnung so weh.
Vorsichtiger strich er über ihr Gesicht, während seine Gedanken zur kleinen Schatulle wanderten.
Vor ihrem Lachen, hatte er nie darüber nachgedacht, dass sie nein sagen könnte. Bisher war er sich immer sicher gewesen, dass sie ja sagen würden.
Der Schmerz, der ihr Lachen auslöste, hatte ihn verunsichert.
Wütend über sich selber, seufzte Eddie. Die Sache mit Billy hatte ihm gezeigt, wie schnell er sie verlieren konnte.
Der Byers Typ stand auch auf sie, aber der war nie eine große Konkurrenz gewesen.
Billy hingehen spielte in einer ganz anderen Liga. Er hätte sie wirklich glücklich machen können.

Als Eddie seinen Onkel den Wohnwagen betreten hörte, zog er sachte Wina von sich runter.
Nur in seiner Boxershorts bekleidet, trat er vorsichtig zu seinem Onkel ins Wohnzimmer.
"Hey Wayne."
Eddie stand bewusst etwas abseits. Er wollte sich nicht schon wieder Ärger einhalten.
"Du bist wieder da, Junge. Hast es wohl nicht lange ohne sie ausgehalten."
Eddie lachte leise, bevor er den Kopf schüttelte.
"Ja und ohne dich auch nicht."
Wayne grinste, bevor er Eddie auf die Schultern klopfte. Beide grinste sich kurz an, bevor Wayne in seinem Schlafzimmer verschwand.

Eddie stand in der Küche und schmiert gerade Brote. Er hatte überlegt, Rührei zum Frühstück zumachen, aber er wollte nicht so früh am Morgen einen Feuerwehreinsatz auslösen.
Verschlafen verließ Wina das kleine Schlafzimmer von Eddie. Auf ihrem Gesicht zeigte sich noch immer die Ergebnisse der letzte Tag.
Ihre Augen waren noch leicht geschwollen, vom vielen weinen und ihre Haare rochen noch immer nach dem kleinen Lagerfeuer.
"Gute Morgen Schönheit."
Eddie grinste, während sie ihr Gesicht verzog.
"Kannst du nicht ein Mal ernst sein?"
Müde rieb sich Wina über die Augen, bevor sie herzhaft gähnte.
Der Blick von Eddie wurde noch etwas sanfter, während er beobachtet, wie sie zum Tisch schlurfte.
Mit einem Kuss auf den Kopf, reichte Eddie ihr eine Tasse Kaffee, die Wina dankbar entgegennahm.
Eddie wollte sich gerade wieder zum Counter umdrehen, als Wina angewidert den Kaffee zurück in die Tasse spuckte. Überraschung trat in seine Augen, als sich das Gesicht von ihr angewidert verzog.
"Sag mal Eddie. Willst du mich vergiften?"
Fast sofort sprang Wina auf und trank direkt aus dem kleinen Wasserhahn aus der Spüle.
"Verdammt Eddie, warum ist das Zeug so stark."

Eddie starrte ungläubig auf Winas Reaktion und hob fragend eine Augenbraue. "Was meinst du? Der Kaffee ist genau wie immer." Er kratzte sich verwirrt am Kopf.

Wina spuckte immer noch, als würde sie den bitteren Geschmack nicht loswerden können. "Das ist nicht normal, Eddie. Ich trinke normalerweise auch starken Kaffee, aber das hier ist wie flüssiges Feuer!"

Eddie, noch immer fassungslos über Winas Reaktion, ging zum Tisch und probierte selbst einen Schluck aus ihrer Tasse. Sofort verzog auch er das Gesicht und hustete.
"Verdammt, da ist wohl etwas schiefgelaufen. Entschuldigung, Wina."

Wina konnte nicht anders, als zu lachen, während sie sich wieder hinsetzte.
"Du und deine Experimente in der Küche, Eddie. Du wirst noch ein echter Kochmeister."
Sie zwinkerte ihm zu und nahm einen Bissen von ihrem Brot, was sie noch immer mit einem komischen Geschmack herunterschluckte.

Wina gähnte noch immer, als sie neben Eddie in der ersten Stunde sah. Gelangweilt hörte sie ihrem Mathelehrer zu, während Eddie ihre Hand fest in seiner hielt. Ihr Kopf wanderte immer wieder runter auf seine Schulter, da beide ihre Tische zusammen geschoben haben, obwohl ihr Lehrer protestiert hatte.
Eddie sah zurückgelehnt in seinen Stuhl, während sein Blick auf die verschränkten Hände gerichtet waren. Erleichterung strahlte durch seinen Körper. Sie war noch immer seine Freundin, auch wenn er sich mal wieder wie ein Idiot benommen hat. Das Grinsen war noch immer nicht von seinem Gesicht gewichen. Sein Herz klopfte auch nach all der Zeit in seiner Brust, viel schneller als gewöhnlich.
Gareth beobachtete die beiden und war froh, gestern Eddie noch ins Gewissen geredet zu haben.

Erst beim Mittagessen, war er von den beiden genervt, als Wina auf dem Schoss von Eddie sah und kaum die Hände voneinander lassen konnte.
Immer wieder verdrehte er die Augen, wenn Eddie sich vorbeugte und Wina einen Kuss aufdrückte, wobei sie ständig kichern musste.

Die restlichen Stunden verstrichen in einem mühsamen Trott für Wina und Eddie. Sie konnten kaum die Finger voneinander lassen und schienen in ihrer eigenen Welt versunken zu sein. Ihr Lachen und leises Flüstern erregte immer wieder die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler, was ihnen nur ein verschmitztes Grinsen entlockte.
Gareth, der sich über die Mittagspause beruhigt hatte, konnte nicht leugnen, dass er sich freute, dass Wina und Eddie wieder glücklich miteinander waren. Dennoch konnte er nicht umhin, sich von ihrer Zuneigung genervt zu fühlen. Es war, als würden sie einander verschlingen und alles um sich herum vergessen.
Selbst als die Schulglocke verklungen war, sahsen beide noch auf ihren Plätzen und küssten sich ausgiebig.
Gareth stöhnte genervt auf, bevor er einfach nicht anders konnte.
"Ja toll. Ihr beide seid jetzt zusammen. Können wir endlich nach Hause?"
Etwas ertappt, lösten sich beiden voneinander.
























































𝕿𝖗𝖆𝖎𝖙𝖔𝖗 (𝕭𝖎𝖑𝖑𝖞 𝕳𝖆𝖗𝖌𝖗𝖔𝖛𝖊 / 𝕰𝖉𝖉𝖎𝖊 𝕸𝖚𝖓𝖘𝖔𝖓)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt