(TW: Folter)
-April-
Das Gefühl, in einer Kugel eingesperrt zu sein, war wirklich seltsam, und aus irgendeinem Grund wurde ich unheimlich müde. Bald darauf verlor ich das Bewusstsein.
Als ich wieder zu mir kam, war meine Sicht zunächst verschwommen. Ich blinzelte mehrmals, um sie zu klären. Endlich konnte ich klar sehen und bemerkte, dass ich in einem dunklen Raum war, ähnlich einer Abstellkammer. Ich versuchte, mich umzusehen, doch dann realisierte ich, dass ich an einen Stuhl gefesselt war, meine Hände hinter meinem Rücken, meine Beine an den Stuhlbeinen. Panik überkam mich und ich versuchte die Fesseln zu lösen. Aber sie waren zu fest, schnürten mir schon fast den Blutfluss ab.
Kurz darauf hörte ich die Tür vor mir aufgehen. Sofort richtete ich meinen Blick darauf. Zwei Personen betraten den Raum. Die erste war ein großer Mann mit schwarzen Haaren und einer lila Haut, die an einigen Stellen von Heftklammern zusammengehalten schien. Die zweite Person war ein Mädchen in meinem Alter mit blonden Haaren und einem psychotischen Blick im Gesicht. Ich war mir sicher, dass sie zur Schurkenliga gehörten, aber ich kannte sie nicht. "Oh, du bist schon wach! Ich bin Toga Himiko. Lass uns beste Freunde sein", stellte sie sich vor, oder was auch immer das sein sollte. "Nur über meine Leiche", zischte ich gehässig zurück. "Sie hat Feuer im Hintern, das gefällt mir", kommentierte der Mann. Ich sah ihn wütend an und fragte mit einem Zorn, der in mir aufstieg "Was wollt ihr Arschlöcher?" Der Mann lächelte mich an und wiederholte Shigarakis vorherige Worte "Wir möchten, dass du dich uns anschließt." "Und ich wiederhole: Fick dich. Und warum sollte ich überhaupt von Wert für euch sein? Ich habe noch nicht einmal eine Spezialität", argumentierte ich. Der Mann näherte sich mir, und ich zog an den Seilen, um Abstand zu halten. Doch es half nichts. "Du magst vielleicht keine Spezialität haben, aber du könntest trotzdem nützlich für uns sein", sagte er und zog mein Notizbuch aus seiner Jackentasche. "In diesem Buch stehen nicht nur praktische Informationen, sondern du scheinst auch gut mit Support-Geräten umgehen zu können. Das könnte uns helfen", fuhr er fort.
Meine Augen weiteten sich, als ich mich daran erinnerte, was alles in diesem Notizbuch stand. Der Mann schmunzelte, als er meinen Gesichtsausdruck sah, und fragte erneut "Schließt du dich uns an?" "Nicht in einer Million Jahren. Wo ist Katsuki?" antwortete ich wütend. "Ich kann dich zu ihm bringen. Du musst dich nur uns anschließen", versuchte er es erneut. "Netter Versuch", erwiderte ich. Der Mann zuckte mit den Schultern und sagte gleichgültig "Wie du willst. Viel Spaß, Toga." Dann ging er und ließ mich mit dieser Verrückten allein. Ich habe ein sehr ungutes Gefühl dabei.
Sie kam auf mich zu und zog ein Messer aus ihrer Tasche. Ich schluckte schwer, und die Panik brach erneut über mich herein, weil ich genau wusste, was auf mich zukam. "Bist du sicher, dass du dich uns nicht anschließen willst?" "Hundertprozentig si-", ich konnte meinen Satz nicht beenden, als das Messer plötzlich in meiner Schulter steckte. Ein schmerzvoller Schrei entwich mir, und ich beschimpfte Toga, was dazu führte, dass ich den nächsten Messerstich in meinem Bein spürte.
-...-
So ging es anderthalb Stunden weiter. Ich hatte mich vor Schmerzen übergeben und wurde zunehmend schwächer. Nach einer Weile wurde meine Sicht immer verschwommener, und langsam verlor ich das Bewusstsein. Ich hörte nur vage, wie Toga etwas sagte, aber ich konnte es nicht mehr verstehen, da ich in Ohnmacht fiel.
-Katsuki-
Mir wurde in dieser seltsamen Kugel schwindelig, und es dauerte nicht lange, bis ich das Bewusstsein verlor.
Als ich wieder aufwachte, schüttelte ich meinen Kopf, um klarer zu denken. Sofort spürte ich, dass ich mit spezialitätsunterdrückenden Ketten an einen Stuhl gefesselt war. Ich blickte umher und erkannte schnell, dass ich mich in einer heruntergekommenen Bar befand. Shigaraki saß auf einem Barhocker und trank etwas, während Kurogiri hinter der Theke stand. "Hey, ihr Mistkerle, macht mich sofort los!" schrie ich wütend. Shigaraki drehte sich langsam zu mir um, sein Gesicht zu einem Grinsen verzogen. "Ich mache dich los, wenn du dich uns anschließt." Ich antwortete nicht auf das was er sagte und fragte gereizt "Wo ist April?" "Das sage ich dir, wenn du dich uns anschließt", erwiderte Shigaraki. "Das wird nicht passieren." "Dann wird die kleine April wohl noch weiter leiden müssen."
Meine Augen weiteten sich. "Was meinst du damit?" Shigaraki lächelte breiter und nippte an seinem Getränk. Ich wurde wütend und schrie ihn an "Was hast du April angetan, du Arschloch?" Er schien sich zu amüsieren, trank aus und wandte sich mir wieder zu mir. "Erinnerst du dich an Toga, das kleine blonde Mädchen?" Jetzt war ich wütend und verwirrt zugleich. "Die psychotische? Die, die Leute aufschlitzen und verletzen will?" "Genau sie", bestätigte die Handfresse. Kurogiri schenkte ihm einen neuen Drink ein und meinte gleichgültig "Toga ist gerade alleine mit April und hat die Erlaubnis, sich ein wenig zu amüsieren."
Reine Panik und Wut durchzogen mich. "Ihr lügt. Ich glaube euch kein Wort." Bevor Shigaraki etwas erwidern konnte, hörte ich aus einem Raum nebenan einen lauten Schrei. Wenig später erklang ein zweiter Schrei. Ich erkannte die Stimme sofort. Es war April. Shigaraki hatte nicht gelogen. Er bemerkte meinen überraschten und leicht ängstlichen Ausdruck, und sein Lächeln weitete sich. "Glaubst du immer noch, dass wir lügen? Du könntest all das aufhalten, wenn du dich uns anschließt." Ich kann nicht leugnen, dass die Kerle clever sind. Sie wissen, dass ich, da ich ein Held werden will, den Drang habe, Menschen zu helfen. Indem sie April so lange foltern, bis ich mich ihnen anschließe, erhöhen sie ihre Chancen. Aber das können sie vergessen. "Da kannst du lange warten, Mistkerl", presste ich hervor. "Gut, wie du meinst", sagte Shigaraki gleichgültig und verließ die Bar, gefolgt von Kurogiri.
Jetzt war ich allein und musste Aprils Schreie des Schmerzes anhören, in dem Wissen, dass ich ihr nicht helfen konnte. Es war eine Art Folter für mich, auch wenn es für April natürlich eine noch schlimmere Situation war als für mich. Bitte, April, halte durch, bis die Helden kommen, flehte ich in Gedanken.
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Was machst du mit mir ! (Bakugou x OC)
FanfictionAls April mit 4 Jahren erfahren hatte, dass sie ein Normalo ist brach eine kleine Welt für sie zusammen. Sie wollte immer eine Heldin werden, aber wie sollte das ganz ohne Spezialität funktionieren. Irgendwann stellte sich heraus dass April ein gute...
