-Kapitel 9-

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-April-

Über das Wochenende waren die Lehrer bei allen Schülern der UA zu Hause gewesen, um diese und ihre Eltern über das neue Schulsystem, insbesondere das neue Internatssystem, zu informieren. Ich hatte gehört, dass es einige Eltern gab, die nicht wirklich überzeugt von der Idee waren und ihren Kindern nicht erlaubt hatten, ins Internat zu ziehen. Zum Glück hatte das Waisenhaus, in dem Kiyoshi und ich untergebracht waren, keine Probleme damit. So stand ich nun vor einem der Wohnhäuser, jedoch nicht vor dem meiner Klasse, sondern vor dem der Heldenklasse 1A, wie es uns vor dem Wochenende mitgeteilt worden war.

Aizawa stand gerade vor der Tür des Wohnheims und sprach mit der Klasse. Da ich nicht wirklich zur Klasse gehörte, hielt ich mich etwas abseits und hörte zu, was er zu sagen hatte. „Ich weiß, dass der Einzug ins Wohnheim ziemlich schnell vonstatten geht, aber wir wollten es so schnell wie möglich erledigen, um unseren Schülern den bestmöglichen Schutz zu bieten." Dieses „so schnell wie möglich" hatte offensichtlich hervorragend geklappt, dachte ich bei mir und hörte weiter zu. „Außerdem haben wir noch eine weitere Neuerung. In jedem Wohnheim einer Heldenklasse wird ein Schüler der Supporter-Abteilung wohnen und sich exklusiv um die Support-Geräte der jeweiligen Klasse kümmern. Für eure Klasse wird das April Walker sein." Als er meinen Namen nannte, deutete er in meine Richtung, und alle schauten mich an. Ich war kurz überfordert und grüßte die anderen nur mit einer schnellen Handbewegung.

Aizawa fuhr fort zu sprechen, aber ich hörte nicht wirklich zu, da es mich nicht betraf. Kiyoshi kam kurz darauf zu mir „Solltest du deinem Lehrer nicht zuhören?" neckte ich ihn. Er grinste leicht, und ich erwiderte „Lippenlesen auf diese Entfernung ist anstrengend. Mir wird später alles in Ruhe erklärt." „Verstehe. Findest du auch, dass Hana heute Morgen ein bisschen übertrieben hat, als wir uns verabschiedeten?" begann ich ein Gespräch mit ihm. „Nur ein bisschen übertrieben? Sie hätte einen ganzen Ozean mit ihren Tränen füllen können", beschrieb Kiyoshi es, und ich musste lachen.

Nach einiger Zeit gingen wir schließlich ins Wohnheim. „Die Mädchenzimmer sind rechts, die Jungszimmer links. Jetzt werde ich die Zimmeraufteilung bekanntgeben. Im ersten Stock werden keine Mädchen wohnen, und bei den Jungs sind es Minoru, Izuku, Yuga und Fumikage. Im zweiten Stock werden Kyoka und Toru bei den Mädchen wohnen, und bei den Jungs sind es Koji, Denki, Tenya und Mashirao. Im dritten Stock werden Ochako, April und Mina bei den Mädchen sein, und bei den Jungs Mezou, Eijiro, Katsuki und Kiyoshi. Im vierten und letzten Stock werden Momo und Tsuyu bei den Mädchen wohnen, und bei den Jungs werden es Rikido, Shoto und Hanta sein. Es gibt jeweils ein Gemeinschaftsbad für die Mädchen und eins für die Jungs. Das war alles, heute habt ihr keinen Unterricht, um euch erstmal einzurichten." Aizawa verabschiedete sich, und die Schüler begaben sich in ihre Zimmer.

Im dritten Stock angekommen, sah ich, dass mein Zimmer das dritte auf diesem Stockwerk war. Ich ging dorthin und wurde von Mina sofort begrüßt „Hey, du bist doch das Mädchen, das Kiyoshi uns am ersten Tag vorgestellt hat, April." „Ja, das bin ich. Und du bist Mina, oder?" fragte ich sie freundlich. „Genau, schön, dich kennenzulernen." antwortete sie, und kurz darauf kamen auch die Jungs auf unserem Stockwerk an. Kiyoshi hatte das Zimmer gegenüber von Mina, Katsuki das gegenüber von mir, und Eijiro das nebenan.

Katsuki scheint heute in bester Laune zu sein – so finster, als hätte es seit drei Tagen durchgehend geregnet, dachte ich. Vor unseren Türen standen Kartons für unsere Zimmer, die wir noch hineintragen mussten. Eigentlich hatte niemand wirklich Probleme damit, außer Mina. Sie schien Schwierigkeiten mit ihrer letzten Kiste zu haben. „Brauchst du Hilfe, Mina?" fragte Eijiro und kam zu uns. Sie nickte, und Eijiro versuchte, die Kiste hochzuheben, schaffte es aber nicht ganz. „Warte, ich helfe dir." sagte ich schnell und half ihm dabei, die Kiste hochzuheben und in Minas Zimmer zu bringen. Ich wollte mich wieder auf den Weg in mein Zimmer machen, als Eijiro mich aufhielt. „Danke, April. Du bist wirklich verdammt stark." Ich kratzte mich etwas verlegen am Nacken. „Danke. In der Werkstatt muss ich oft schwere Sachen herumschleppen, deshalb..." „Was ist das schwerste, das du je getragen hast?" fragte Katsuki plötzlich. Ich war erst etwas verdutzt und überlegte kurz. „Nun, das schwerste Einzelstück, das ich je getragen habe, waren drei Reifen gleichzeitig. Das sind etwa 27 kg", antwortete ich auf seine Frage und ging wieder in mein Zimmer.

-...-

Nach etwa 4 Stunden war ich mit meinem Zimmer fertig. Es war schlicht gestaltet, aber genau so, wie ich es mochte. Als ich den Gemeinschaftsraum betrat, sah ich Katsuki, der gerade sein Zimmer verließ. „Hallo, bist du auch schon fertig mit deinem Zimmer?" fragte ich ihn neugierig, während wir in Richtung Aufzug gingen. „Was geht dich das an?" schnauzte er mich an. Ich sah ihn verwundert an und erwiderte etwas schroff „Verzeih, dass ich eure Majestät belästige. Ich wollte nur ein Gespräch beginnen. Aber anscheinend hast du heute keine Lust zu reden." Ich ging ohne auf eine Antwort zu warten, etwas beleidigt, in den Gemeinschaftsraum, setzte mich auf die Couch und wartete darauf, dass die anderen fertig wurden.

Einer nach dem anderen kam in den Gemeinschaftsraum. Ich begann, mich mit den anderen zu unterhalten und sie besser kennenzulernen. Katsuki und ich hatten uns während dieser Zeit nicht ausgetauscht. Was ist bloß heute los mit ihm?, dachte ich, ließ es aber auf sich beruhen. Als schließlich alle da waren, brachte Mina einen Vorschlag auf „Wie wäre es, wenn wir uns gegenseitig unsere Zimmer zeigen?" Die meisten waren dafür, außer Katsuki und mir. „Vergiss es, Pinky", meinte Katsuki schroff. „Ich schließe mich Katsuki an", fügte ich hinzu. Kiyoshi sah mich mit einem verschmitzten Lächeln an und beeinflusste Minorou, sodass Kiyoshi sprechen konnte. „April, wenn du nicht mitmachst, werde ich der Klasse erzählen, was vor 3 Jahren passiert ist. Ich bin sicher, das möchtest du nicht." Drohte er mir. Ich sah ihn wütend an und antwortete widerwillig „Gut, ich mache mit, du elender Mistkerl." „Das habe ich gehört!" „So war es geplant." Kiyoshi grinste und gab Minorou sein Gehör zurück. „Und du, Katsuki?" fragte Denki ihn. Katsuki sah ihn grimmig an, bestätigte jedoch mit einem Schnauben „Von mir aus, ich mache mit."

Während wir durch die Zimmer gingen, fand ich es interessant, wie die Einrichtung der Zimmer die Persönlichkeiten der Schüler widerspiegelte. Noch interessanter fand ich jedoch, dass Katsukis Zimmer nicht wirklich zu seiner Persönlichkeit zu passen schien. Sein Zimmer war genauso schlicht gestaltet wie meines, aber das ist mir eigentlich egal. Nachdem wir endlich alle Zimmer gesehen hatten, erlaubte uns Mina endlich, schlafen zu gehen und das konnte ich wirklich gebrauchen.

Was machst du mit mir ! (Bakugou x OC)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt