24| Schachmatt

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Liors POV:

Was zur Hölle war geschehen? Shit. Wir konnten nicht einfach herausstürmen, dass würde die ganze Mission gefährden. Fuck, ich konnte aber nicht unwissend hier sitzen bleiben und wie ein Idiot die Bildschirme anstarren in der Hoffnung, dass sie wieder auftauchen würde. Eigentlich sollte mich hier aber keiner wirklich kennen außer Albas Familie. Ich könnte mich also als einen Security Mann von ihnen ausgeben und nach Alba suchen. Fuck. Nein. Jetzt war genug. Ich gab meinem Security Team Bescheid, welches vor den Toren bereits auf mein Signal wartete. In wenigen Minuten würden sie hier hereinstürmen und alles sichern bis die Polizei kam.

Ohne darauf zu achten, wer sich im Flur befand, lief ich raus und öffnete jede Tür, um Alba zu finden. Irgendwelche Leute befragten mich, aber ich hörte sie kaum. Ich musste sie finden. Ich musste. Verdammte scheiße. Wenn ihr irgendwas geschehen war, dann könnte ich es mir nicht verzeihen. Ich sollte sie beschützen, aber jetzt war sie weg. Mit jedem weiteren Zimmer, das ohne Alba war, wuchs meine Wut. Es kribbelte in meinem ganzen Körper. Es fühlte sich so an als würde ich jede Sekunde explodieren können. Wo war sie? Aus Verbitterung schmiss ich ein Vase um, welche sicherlich einiges wert war, jedoch interessierte es mich in diesem Moment nicht. Ich könnte das ganze Haus vor Wut niederbrennen, wenn nicht Alba hier irgendwo war. Als ich wie verrückt weiter nach ihr suchte, bekam ich mit wie die Türen eingetreten wurden und sich mein Team ins Haus vorgearbeitet hatte.

Sie musste sich definitiv in diesem Gang befinden, aber sie war in keinem Zimmer. Hatte sie sich vielleicht nur versteckt? Das konnte aber nicht sein, ansonsten wäre sie schon wieder herausgekommen. Riesige Frustration setzte in mir ein und ich schlug mit der Faust gegen die Wand. Fuck. Mittlerweile hatte ich komplett die Kontrolle verloren. Als ich nochmal zuschlagen wollte, hob sich der Vorhang durch meine Bewegung leicht von der Wand. Ich schaute dahinter und dort befand sich ein verstecktes Zimmer neben dem Fenster. Was zur Hölle? Mit Gewalt öffnete ich die Tür und sah wie Alexander auf Alba lag und sie schlagen wollte. Sofort zog ich ihn weg und boxte ihm ins Gesicht. Dabei fiel er auf den Boden und ich setzte mich auf ihn, damit er unten blieb. Durch den Überraschungseffekt war er immer noch verwirrt, was ich ausnutzte. Meine gesammelte Wut schien sich nun komplett zu entfachen, da ich nur noch rot sah und auf ihn einschlug. Dieser Bastard sollte sterben. Ich stand auf, um auf ihn einzutreten, doch irgendwann drangen die Schreie von Alba durch „Lior hör auf. Er bewegt sich nicht mehr". Jedoch ignorierte ich sie, denn Alexander hatte es nicht besser verdient. Erst als ich durch meine eigenen Leute weggezerrt wurde, kam ich wieder zu Sinnen.

„Die Polizei ist gleich da", teilte der eine mit. Alba starrte mich mit geschockten Augen an. Ich wollte auf sie zu gehen, allerdings drehte sie sich um und rannte förmlich aus dem Zimmer. Wäre ich einige Minuten später gekommen, dann würde dieser Hurensohn nicht mehr leben. Und dafür würde ich mich auch nicht entschuldigen. Alexander hustete mehrmals, aber lag still da, was mir als Lebenszeichen genügte. Zumindest würde er lebenslänglich im Gefängnis sitzen und dort weiter verrecken können. Das war das einzige, was mich etwas beruhigte.

„Sind die Van der Aarts noch im Haus?", erkundigte ich mich, doch der eine schüttelte den Kopf „Entweder mussten sie bereits geflohen sein als wir das Gelände betreten haben oder sie waren nie hier gewesen". Das konnte doch nicht wahr sein. Ich rief Miles an, welcher mit den anderen noch bei mir zuhause war.

„Kannst du herausfinden, wo die Van der Aarts sind? Ich kann dir die Daten von Alexander Van der Aarts Handy schicken", „Ja, damit sollte es funktionieren", antwortete er und wir updateten uns noch gegenseitig über die Situation. Mit der Öffentlichkeitsarbeit lief alles gut bei ihnen, weshalb ich mich in Ruhe um die restlichen Sachen kümmern konnte. Als ich der letzte war, der das Zimmer verließ, befand sich schon eine ganze Polizeistaffel alleine im hinteren Abteil des Anwesens. „Leonardo Collins", sagte ich zu dem einen mit einer Liste in der Hand, welcher nickte und mich durchließ. „Ach beinahe vergessen. Wir brauchen einen Krankenwagen für Alexander Van der Aart", äußerte ich nebenbei während ich mich mit meinem Kontaktmann unterhielt.

Avoiding Professor Collins (Student/Teacher Relationship)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt