Teil 3

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Salvador POV

Der Regen prasselte gegen das Fenster des Autos und grelle Blitze durchzuckten den Himmel. Ich sah zu Thomas. Seit wir losgefahren waren sah er ununterbrochen aus dem Fenster und schwieg. Der Vorfall von vorhin mit dem fremden Jungen machte mich immer noch wütend. Wie konnte er es wagen Thomas so zu belästigen. Eigentlich wollte ich gar nicht so ausrasten und Thomas so für mich zu beanspruchen war vielleicht auch nicht so richtig gewesen, aber als ich gesehen hatte das Thomas weinte, brannten bei mir alle Sicherungen durch.

Ich hatte ein kleines bisschen Schuldgefühle, weil Thomas so eine Angst vor mir bekommen hatte. Ich musste lächeln, als ich an den Moment dachte, wo er mich umarmte. Wir würden uns wahrscheinlich nie ineinander verlieben, aber vielleicht konnten wir gute Freunde werden.

Plötzlich hörte ich leise schnarch Geräusche. Ich blickte zu Thomas und musste schmunzeln, als ich sah, wie er mit leicht geöffnetem Mund und geschlossenen Augen an der Fensterscheibe lehnte. Er sah wirklich süß aus, wenn er schlief. Plötzlich nuschelte er irgendetwas und kuschelte sich an mich. Sein Kopf lag nun auf meiner Schulter und seine eine Hand auf meiner Brust. Ich lächelte und legte meinen Arm um seine Schultern.

Tommy POV

"Thomas aufstehen wir sind da." sagte eine Stimme und ich kuschelte mich noch ein bisschen näher an das übergroße, kuschelige Kissen neben mir. Plötzlich fing das Kissen an mich zu piksen. Erschrocken hob ich den Kopf und blickte direkt in das Gesicht von einem amüsiert lächelnden Salvador. "Na gut geschlafen?" grinste er mich frech an. Verschämt wand ich mich ab. "Sehr lustig." sagte ich und stieg aus dem Auto. Es regnete immer noch, aber sofort kamen zwei Männer mit Regenschirmen auf mich zu geeilt und hielten sie über mich.

Ich sah mich um und keuchte. Vor mir erhob sich ein mächtiges, schwarzes, angsteinflößendes Schloss. Um dem Schloss herum war überall Wald und das Gelände des Schlosses erinnerte an einen Park. "Und das gehört alles der Familie Steele?" fragte ich und wandte mich zu Salvador der mich schmunzelnd dabei beobachtete, wie ich alles musterte. "Nein das gehört nur mir und bald auch dir. Meine Eltern wohnen in einem anderen Schloss." sagte er und musste sich wohl ein Lachen verkneifen, als er sah, wie ich meine Augen weit aufriss und ihn überrascht, anschaute.

"Komm ich zeig dir alles." sagte er und bot mir seinen Arm an. Ich war viel zu überwältigt als ihn abzulehnen. Ich hakte mich ein und wir gingen gemeinsam zum Schloss. "Wo ist eigentlich Sam?" fragte ich. Als er mich verwirrt ansah, fügte ich hinzu: "Mein persönlicher Diener." "Achso. Dem wird von einem anderen Diener das Schloss gezeigt. Er wird in ungefähr einer halben Stunde wieder für dich da sein." ich nickte.

Salvador zeigte mir das Schloss. Es war überwältigend. Die Räume waren alle riesig und stilvoll eingerichtet. Es gab sogar einen Ballsaal der, wie mir Salvador erklärte hauptsächlich für den jährlichen Weihnachtsball genutzt wurde.

Als wir schließlich vor einer hölzernen mit vielen Schnörkeln verzierten Tür ankamen, räusperte sich Salvador. "Das ist unser Schlafzimmer." sagte er und öffnete die Tür. Ich schluckte. Stimmt wir mussten ja zusammen in einem Zimmer schlafen.

Wir traten ein und ich keuchte. Es war wunderschön. Ein riesiges Fenster erhellte den Raum. Auf der breiten Fensterbank waren viele Kissen und Kuscheldecken verteilt und ich freute mich schon mich an regnerischen Herbsttagen dorthin zu kuscheln und eine Tasse Kakao zu trinken.

An der einen Seite des Raumes stand ein riesiges Doppelbett und da gegenüber an der Wand hing ein riesiger Flachbildfernseher. Unter dem Fernseher stand eine Kommode, wo ich viele Bücher sehen konnte. An beiden Seite des Fernsehers standen zwei Kleiderschränke. Außerdem gab es eine Tür, wohinter sich wohl das Badezimmer befand. In der Mitte des Raumes befand sich ein riesiger flauschiger Teppich und als wir darüber gingen, fühlte er sich Ultra gemütlich an.

Der ganze Raum war in schlichten Weiß, Beige und Schwarz Tönen gehalten. Es war auf jeden Fall sehr gemütlich. "Gefällt es dir?" fragte Salvador und ich nickte. Plötzlich klopfte es an der Tür und Sam und noch zwei andere Diener traten ein und brachte meine Koffer. "Tommy!!!" schrie Sam und sprang mir um den Hals. Glücklich umarmte ich meinen besten Freund. Salvador betrachtete das Ganze mit hochgezogenen Augenbrauen.

Sam kicherte und schlug Salvador auf den Arm. "Ach seien sie doch nicht eifersüchtig eure Majestät, Wir sind nur beste Freunde. Eigentlich bin ich schon fast sein Bruder da wir uns schon von Geburt an kennen aber seine Familie wollte mich eigentlich weggeben." er seufzte. "Aber dann hat Tommy gesagt das er mich ganz dringend braucht und dann haben sie mich als sein persönlichen Diener eingestellt." ich musste mir ein Grinsen verkneifen, als ich sah, wie Salvador den plappernden Sam verdutzt dabei beobachtete, wie der ihm seine ganze Lebensgeschichte erzählte.

"Ok ich muss dann gehen Tommy ich muss in die Küche und denen erstmal erklären, wie das so alles geht bis später." sagte er und drückte mir noch einen Kuss auf die Wange. "Ist er immer so?" fragte Salvador der immer noch komplett verwirrt in der Mitte des Raumes stand. Kichernd nickte ich. Er sah mich böse an, dann grinste er. „Tommy also." Ich funkelte böse.

Nachdem ich mich eingerichtet hatte, gab es auch schon das Abendessen. Ich war immer noch überwältigt von diese riesigen Schloss. Das Esszimmer war übertrieben groß und es gab eine riesige Tafel. Ich setzte mich auf einen Platz neben Salvador. Das Essen wurde auf Silbertabletten serviert und schmeckte köstlich. Salvador und ich unterhielten uns über alles Mögliche und ich merkte mal wieder was für ein eingebildetes Arschloch Salvador war.

Nach dem Essen ließ ich Sam rufen und begab mich schonmal in das Badezimmer von Salvador und mir. Sam hatte mir aus dem Kleiderschrank schonmal einen Pyjama rausgesucht. Als ich das Badezimmer betrat, staunte ich mal wieder, wie schön es war.

Es war alles groß und der Raum war hell. Es gab sowohl eine Dusche und eine Badewanne was mir sehr gefiel. Nachdem ich geduscht hatte und mir meinen Pyjama angezogen hatte putzte ich mir noch meine Zähne und trat wieder in das Schlafzimmer. Auf der Bettkannte des Bettes saß Salvador und Sam war verschwunden. Salvador blickte von seinem Handy auf und musterte mich. Ich würdigte ihn keines Blickes und schritt auf das Bett zu.

Ein Glück erhob sich Salvador und verschwand seinerseits im Bad. Ich stand ein bisschen verloren vor dem großen Bett und überlegte, ob ich mich einfach reinlegen sollte. Ich kam zu dem Schluss das es ja sowieso nichts brachte und kroch unter die Bettdecke. Das Bett war mega gemütlich und ich seufzte glücklich.

Nach einer Weile hörte ich wie sich die Badezimmer Tür öffnete und sah von meinem Buch, auf das ich gerade las. Ich riss die Augen auf. Da stand Salvador. Halbnackt, nur mit einem weißen Handtuch um die Hüften. In aller Seelenruhe trat er vor den Kleiderschrank und zog ein paar frische Boxer heraus. Ich merkte, wie sich die Röte auf meinem Gesicht ausbreitete und blickte wieder schnell in mein Buch.

Einen kleinen Moment merkte ich wie die Matratze neben mir ein Stück nach unten sank. Ich blickte zu Salvador der sich gerade unter unsere Decke legte. "Salvador! Zieh dir was an!" schrie ich entsetzt als ich sah das er sich gerade nur mit Boxern bekleidet neben mich legte.

Er grinste mich an und machte keine Anstalten sich noch etwas über zu ziehen. "Idiot." motzte ich und drehte mich von ihm weg. Na, das konnte ja was werden.

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Hi, es werden jetzt wahrscheinlich täglich ein bis zwei Kapitel kommen da ich gerade Ferien und viel Zeit zum Schreiben habe. Also bis zum nächsten Kapitel🤗


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