Teil 19 - Die Hochzeit Ⅴ

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Salvador POV

Tommy kicherte und lehnte sich nah an Sam heran. Seine Wangen waren gerötet und er schwankte leicht, als er sich eines der Sektgläser nahm, die auf einem Tisch standen. Ich schnaubte nur und nahm es ihm aus der Hand. Irritiert sah er zu mir auf.

"Es reicht. Das hier ist jetzt schon dein fünftes Glas und du verträgst Alkohol nicht so gut." ich stellte das Glas wieder zurück und als er wieder danach greifen wollte, knurrte ich.

"Omega." er zuckte zusammen und sah schuldbewusst zu mir auf. Sam der noch betrunkener als Tommy war, lehnte sich auffällig nah an Leander und dieser grinste mit verklärtem Blick. Mir war klar, dass die beiden gleich in einem Zimmer verschwinden würden. Tommy und ich auch. Doch nicht um zu vögeln. Tommy war zu betrunken und außerdem wusste ich das er noch nicht bereit dazu war. Damit brachen wir eines der ungeschriebenen Gesetze in unseren Kreisen, welche besagten das man sich in seiner Hochzeitsnacht gegenseitig markierte. Wie vorhergesagt verschwanden Sam und Leander und auch ich führte Tommy an seiner Hüfte zu unserem Zimmer. Er lehnte sich dicht an mich und als ich die Tür hinter uns schloss krallte er seine Finger in mein Hemd, reckte mir seinen Kopf entgegen und spitzte die Lippen.

"Was wird das, wenn's fertig ist?" schnaubte ich lachend und Tommy sah pikiert zu mir auf. Er zog langsam mein Hemd aus der Hose und ließ seine kalten Finger darunter gleiten. Ich knurrte warnend und schob ihn leicht weg, doch er legte seine Hände um meinen Nacken und zog meinen Kopf zu sich herunter, um mich zu küssen. Ich genoss es wie seine Zunge über meine Lippen strich und um Einlass bat, doch nach einiger Zeit löste ich mich von ihm.

"Ich will dich." murmelte Tommy und vergrub seinen Kopf an meiner Brust, um meinen Duft tief zu inhalieren.

"Ich weiß." brummte ich und zog leicht an seinen Haaren, sodass er den Kopf hob.

"Aber du bist betrunken und ich will das du bei klarem Verstand bist, wenn ich dich nehme." Enttäuschung glänzte in seinen Augen und er drehte sich von mir weg. Ich seufzte und ging ins Badezimmer, um mich umzuziehen. Als ich geduscht hatte und eine frische Boxershorts trug, trat ich ins Schlafzimmer und schmunzelte, als ich sah wie Tommy, noch komplett bekleidet, auf dem Bett lag und schlief. Vorsichtig zog ich ihm alles aus, bis auf seine Unterwäsche und deckte ihn zu. Schnaufend drehte sich mein kleiner Omega auf die andere Seite und brummte irgendetwas. Als ich ihn so betrachtete, wie er da in meinem Bett lag, mit nichts außer einer weißen Unterhose bekleidet, spürte ich wie so oft, dass ich hart wurde. Ich hatte lange kein Sex mehr gehabt und meine Brunst würde in einem Monat ungefähr kommen.

(Bei Alphas ist es so, dass sich ihre Brunst meist der Hitze des Omegas anpasst, da sich Tommy und Salvador aber noch nicht markiert haben und Tommy noch nie in seiner Hitze war, kommt die Brunst bei Salvador aber wie immer alle drei Monate. Auch die Hitze kommt normalerweise alle drei Monate.)

Ich machte mir auch langsam Sorgen da Tommy seine Hitze immer noch nicht hatte und normalerweise bekamen Omegas sie, wenn sie Sechzehn, bis Achtzehn Jahre alt waren. Tommy war nun schon Zwanzig und hatte sie immer noch nicht. Seufzend ließ ich mich neben ihm aufs Bett nieder und zog die Decke über mich. Sofort rutschte Tommy zu mir rüber und vergrub seine Nase an meinem Hals. Das tat er in letzte Zeit oft im Schlaf. Die Pheromone, die dort am stärksten waren, mussten ihn wohl beruhigen. Ich vergrub meine Nase in seinem Haar und atmete seinen Omega Duft tief ein. Er roch süß und verführerisch und ich brummte zufrieden.

Tommy POV

Am nächsten Morgen wachte ich mit höllischen Kopfschmerzen auf und ging runter in die Küche, um mir eine Aspirin und ein Glas Wasser zu holen. Salvador versicherte mir zwar oft das ich jederzeit einen seiner Beta Diener schicken könnte, doch ich machte es lieber selber. Nachdem ich die Tablette geschluckt hatte und noch einen Orangensaft getrunken hatte, ging ich wieder in Salvadors und mein Zimmer. Ich wollte die Betas, die gerade das Frühstück vorbereiteten, nicht weiter stören. Salvador lag immer noch im Bett, seine Haare tief in der Stirn hängend und die Decke nur halb über seinen nackten Oberkörper gezogen. Ich errötete bei dem Gedanken an letzte Nacht. Es war mir so unfassbar peinlich, was ich gesagt hatte, und ich schämte mich für mein betrunkenes Ich. Ich wand mich von Salvador ab und ging ins Bad unter die Dusche. Als ich heraustrat, wickelte ich mir ein Handtuch um die Hüften und begann meine Zähne zu putzen. Als ich hörte, wie sich Salvador vom Bett erhob, rief ich:

"Kannst du mir eine Boxershorts und einen Hoodie geben? Ich habe es vergessen." ich hörte ihn nur brummen und kurz darauf betrat er den Raum. Seine Augen glitten kurz über meinen Körper und er grinste müde. Als er neben mich trat, schnupperte er an meinen Haaren und lachte rau.

"Was?" zischte ich.

"Du hast mein Shampoo benutzt." stellte er fest und ich zuckte nur mit den Schultern.

"Meines war alle." er nickte nur und hielt mir einen Hoodie und eine Boxershorts hin. Ich nahm sie entgegen und legte sie neben mich. Auch Salvador begann nun damit seine Zähne zu putzen und sah mich durch den Spiegel hindurch an. Ich nahm mir meine Creme und begann mein Gesicht damit einzukremen. Als ich damit fertig war, wand ich mich ab und schlüpfte schnell in die Sachen die Salvador mir gegeben hatte, nur um festzustellen, dass mir die Unterhose sofort wieder von den Hüften glitt und der Hoodie mir bis zu den Knien hing. Entsetzt drehte ich mich zu Salvador, welcher sich gerade das Gesicht wusch.

"Dein Ernst?" zischte ich und band die Boxershorts oben mit dem Bändchen zusammen. Er blickte nur unschuldig zu mir herüber.

"Du sagtest du willst eine Boxershorts und einen Hoodie. Du hast nicht gesagt das sie von dir sein sollen." ich schnaubte nur und wollte ins Zimmer gehen, um mir eigene Klamotten zu nehmen, als Salvador mich festhielt und mich an sich heranzog.

"Bitte lass sie an. Ich möchte allen zeigen das du zu mir gehörst." fassungslos sah ich ihn an und hob dann meine Hand mit dem Ring.

"Wir haben gestern geheiratet, Salvador."

"Aber wir haben uns nicht markiert und ich möchte zeigen das du trotzdem zu mir gehörst, indem du meine Klamotten trägst und nach mir riechst." beim letzten Punkt sah er auf meinen Hals.

(Alphas können ihren Omega mit ihrem Geruch markieren, wenn er ihn noch nicht markiert hat, in dem sie über dessen Duftdrüsen lecken und somit ihre eigenen Pheromone verteilen.)

Ich seufzte nur und entzog mich aus seinem Griff.

"Na gut, aber dann geb mir andere Klamotten. Mit dem Hoodie kann ich nicht unsere Gäste treffen." ich schlabberte mit einem der langen Ärmel vor Salvadors Nase herum und er nickte nur. Als ich wenig später eines seiner Hemden, seine Unterwäsche und eine Jeans trug, welche ich mehrmals umschlagen musste und für die ich einen Gürtel benötigte, wirke er einigermaßen zufrieden. Auch er hatte sich umgezogen, trug ein schwarzes Hemd und eine Anzugshose. Er gab mir einen kleinen Kuss auf die Lippen und küsste dann meinen Hals. Als er meine Duftdrüsen, kurz hinter meinem Ohr erreichte, schnupperte er und brummte gegen meine Haut was mich erschaudern ließ. Ich spürte etwas Warmes und Feuchtes an meinem Hals und keuchte. Er leckte an meinem Hals entlang und tat das gleiche auf der anderen Seite.

"Perfekt." zufrieden sah er auf mich hinab. Völlig fertig rollte ich mit den Augen. Typisch Alpha.

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