Zeitsprung: Fünf Monate später
Tommy POV
Ist es nicht krass wie schnell die Zeit vergeht? Es fühlte sich an, als würde man einen riesigen Sprung machen und plötzlich an einem komplett neuen Lebensabschnitt landen. Das es nun schon zwei Jahre her sein sollte das ich Salvador getroffen hatte, war absolut absurd. Ein leises Quietschen lenkte mich ab und ich schaute runter. Braune große Augen blinzelten mich an und mein Sohn strampelte mit seinen kleinen Beinchen. Ich konnte es immer noch nicht fassen das zwei von seiner Sorte in mir drinnen waren. Ich stupste ihm auf die kleine Knubbelnase und er quiekte vergnügt. Ich lachte und spürte, wie sich ein Arm um mich legte.
"Ich glaube Nikolaj hat Hunger, Schatz." raunte Salvador und ich drehte mich um. Mein Mann trug unseren zweiten Sohn in den Armen, welcher mich mit einem quengeligen gequietsche böse anstiert. Ich gab erst ihm und dann meinem Alpha einen Kuss und verweilte ein bisschen länger an dessen Lippen. Vor ein paar Monaten wurde festgestellt, dass ich schwere Schwangerschaftsblutungen hatte, welche meine Schmerzen verursachte, doch ich hatte Medikamente bekommen und ich hatte meine beiden, gesunden Söhne zur Welt gebracht. Timothy und Nikolaj glichen sich wie ein Ei dem anderen, doch ich hatte sie direkt auseinanderhalten können.
"Das passt gut, denn ich denke Timothy hat gerade eine Bombe in seine Windel gelegt." kicherte ich und drückte ihm unseren anderen Sohn in die Arme, während ich Nikolaj nahm. Seit wir zu viert waren, fühlte sich alles noch besser an. Leichter. Ja es war schwierig und ja, es gab Tage, da kamen Salvador und ich uns auch mal gegenseitig in die Haare, aber gehörte nicht genau das dazu? Manchmal sah ich, was meine alten Freunde für ein Leben führten: sie gingen auf Partys, bereisten die Welt und lebten ein glückliches, unbeschwertes Leben und um genau zu sein tat ich genau das auch. Ich ging mit meinen Freunden manchmal abends aus und auch ohne Alkohol war es lustig. Salvador wusste, wie sehr ich das Reisen liebte und schenkte mir oft ein Wochenende zu zweit irgendwo anders auf der Welt. Ich führte ein verdammt perfektes leben und wollte es niemals gegen irgendetwas eintauschen.
So viel war in letzter Zeit passiert, dass es sich anfühlte, als würde ich in einem Film leben. Harry hatte vor einem Tag seine Tochter Lilly einen Monat zu früh geboren, doch es ging allen gut und die kleine Familie war echt süß. Sam und Leander waren nun endlich offiziell zusammen und lebten in der Stadt, Sam studierte Modedesign, Cole und Everett hatten ein kleines Mädchen adoptiert und waren in ein größeres Haus gezogen. Serin war befördert worden und war wie im Rausch vor Glück. Salvadors Großvater hatte noch einmal seine beiden Enkel im Arm halten können, bevor er einschlief und nie wieder aufwachte. Salvador hatte der Verlust seinen Großvaters, so kurz nach der Geburt unserer Söhne sehr zu schaffen gemacht und war trotzdem immer für die Zwillinge und mich da gewesen. Wie ich diesen perfekten Mann doch liebte.
"Tommy, Schatz. Bist du fertig? Wir müssen los." rief eben genannter und ich löste Nikolaj von mir und ging zu Wickelkommode, um ihm eine Jacke und Mütze anzuziehen.
"Komm her du Stinker!" hörte ich Salvador und ein giggelndes Kichern antwortete.
"Hat Daddy dich gequält?" fragte ich spöttisch, als Timothy empört und immer noch leicht giggelnd etwas aus Salvadors Armen, in meine Richtung brabbelte. Nikolaj lenkte quietschend die Aufmerksamkeit auf sich und streckte seine speckigen Ärmchen nach Salvador aus. Mit beiden Babys auf jeweils einer Seite grinste er mich an. Ich schnaubte nur.
"Akzeptier einfach, dass ich der coolere von uns beiden bin." sagte er achselzuckend und ich schlug ihm auf den Oberarm.
"Wir reden nochmal darüber, wenn sie heute Abend alle beide auf mir hängen, weil sie trinken wollen und dich nicht mal, mit dem Arsch angucken." brummte ich beleidigt.
"Au, du hast mir wehgetan!" rief Salvador empört und ich schüttelte nur den Kopf.
"Hmh natürlich." plötzlich lagen warme Lippen auf meinem Nacken und ich spürte Heißen Atem über meine Haut streichen.
"Wenn die beiden heute Abend im Bett sind, werde ich mich auf dich hängen und dir ganz besonders gut zeigen, dass du ein guter Papa bist." brummte er in meinen Nacken und ich bekam Gänsehaut.
---Salvador POV
Ich lag im Wohnzimmer auf der Couch und wartete. Tommy brachte unsere Kinder ins Bett und ich sah einen Film. Endlich hörte ich leise, tapsende Schritte auf der Steintreppe und wenige Sekunden später, lag Tommys perfekter Körper auf meinem und er vergrub sein Gesicht in meiner Halsbeuge. Ich hob seinen Kopf an und begann ihn zu küssen. Die Küsse begannen sanft und süß, wurden jedoch schnell intensiv und hart. ich drehte uns herum und strich ein paar Haare aus seinem Gesicht.
"Mein." schnurrte ich und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Nasenspitze.
"Du bist mein. Nur mein." hauchte ich wieder.
"Ich bin dein und du mein." flüsterte Tommy zurück und zog mich wieder zu einem Kuss.Ja, er hatte komplett recht, ich war sein. Ich war ihm so verdammt dolle verfallen, dass ich mir einen Dolch für ihn ins Herz rammen würde. Und ja, er war auch mein. Ich würde ihn nie wieder gehen lassen, denn ich teilte nicht gern.
Ich will dich mit jeder Faser, mit jedem Atemzug – so sehr, dass ich Angst habe, dich zu zerstören, wenn ich dich festhalte.
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Be Mine
Fanfiction-ÜBERARBEITET- Tommy wächst in einer wohlhabenden Familie auf. Er führt ein glückliches Leben, bis ihm gesagt wird, er solle den großen Alpha Salvador heiraten und ihm ein Kind schenken. Tommy fühlt sich als würde er verkauft und ist außer sich. Doc...
