Tommy POV
Ich saß zusammen mit Salvador und seiner Oma Augusta am Esstisch und versuchte mich aufs Essen zu konzentrieren. Doch wie zu erwarten, gelang es mir nicht. Morgen würde ich heiraten. Ich würde Salvador heiraten. Einen Mann, von dem ich nicht mal wusste, was seine Lieblingsfarbe war. Einen Mann den ich nicht liebte. Den ich nicht lieben wollte...Oma Augusta räusperte sich.
"Wie wird es denn morgen ablaufen? Werden wir uns vor oder nach dem Eheversprechen betrinken?" Ich hörte wie Salvador leise lachte. Wie konnte er nur so entspannt sein?
"Meinst du nicht das du nicht ein bisschen zu alt bist, um dich zu betrinken Oma Augusta?" fragte er und Oma Augusta schnaubte. Eigentlich wollte ich sie ja Lady Steele nennen, doch sie hätte mich fast mit ihrem Krückstock erschlagen, als ich sie zwei Mal so genannt hatte. Sie meinte da ich ihren Enkel heiraten würde, sei es ziemlich komisch sich gegenseitig noch zu siezen.
"Pfft. Man ist nie zu alt zu sowas. Aber erzählt mal. Werdet ihr euch in der Ehe Nacht markieren? Mein Mann und ich haben uns ja damals direkt nach unserem Eheversprechen in die Speisekammer eingeschlossen, und-"
"Oma Augusta!" unterbrach Salvador die in Erinnerung schwelgende Oma Augusta. "Ich denke das geht nur Tommy und mich etwas an." Oma Augusta verdrehte die Augen. "Ach komm Salvador. Dein Onkel hat mir alles über seine Nacht mit seinem Alpha erzählt. Übrigens ist in ihrer Hochzeitsnacht dein werter Cousin Jaron entstanden. Dein Onkel war ziemlich überfordert schon so früh ein Kind zu kriegen und da sein Alpha auch nur selten zu Hause war musste er ganz alleine deinen Cousin großziehen. Kein Wunder, das er so geworden ist wie er jetzt ist. Ich hoffe das euch das nicht passiert Tommy. Kommt dein Cousin eigentlich zur Hochzeit Salvo?" plapperte sie. Aus irgendeinem Grund zuckte Salvador zusammen als Oma Augusta seinen Cousin erwähnte und guckte kurz zu mir. Salvador räusperte sich.
"Ja Oma Augusta Jaron wird leider kommen müssen." seine Stimme war wütend und ich roch wie angespannt er war. Plötzlich viel mir etwas ein. Aber nein das konnte nicht sein. Oder? Doch jetzt traf es mich wie ein Schlag und mir wurde bewusst wer Jaron war.
"Ernsthaft?! Er wird zur Hochzeit kommen?! Salvador Steele! Ich dachte du hättest gesehen, wie
schlecht es mir geht. " meine Augen brannten. Verdammt.
Salvador POV
Tommys wunderschönen, großen Augen füllten sich mit Tränen. Er stand abrupt auf und lief stolpernd weg, wobei er fast einen Beta umrannte, der in den Armen ein riesiges Blumengesteck trug.
"Tommy!" rief ich und stand auf. "Lass mich in Ruhe. Ich will dich heute nicht mehr sehen. Du kannst heute Nacht wo anders schlafen." sagte er und verließ den Raum. Ich wollte ihm gerade hinterherrennen, da packte mich meine Oma am Arm. "Lass ihn mal alleine. Er braucht jetzt ein bisschen Abstand." Ich seufzte doch setzte mich wieder.
"Willst du mir jetzt sagen was zwischen euch vorgefallen ist? Und vor allem was das mit Jaron zu tun hat?" fragte sie mit ruhiger Stimme. Ich fuhr mir mit beiden Händen übers Gesicht und erzählte ihr alles.
"Und dann lässt du ihn auf eure Hochzeit?! Salvador Edward Vincent Steele! Was hast du dir nur dabei gedacht?!" ich seufzte, was ich in den letzten Minuten öfters getan hatte. "Das geht nicht. Er steht auf der offiziellen Einladungsliste und von der kann man ihn nicht so leicht streichen lassen. Ich habe es schon versucht. Außerdem weiß er nicht das Tommy mein Verlobter ist und wird somit ziemlich Stress in der Familie machen da er den Grund wegen der Ausladung nicht kennt." Oma Augusta grunzte.
"Na dann werde ich ihn mir morgen vorknöpfen. Der kommt mir nicht so leicht davon." sie schüttelte wütend den Kopf.
"Tommy ist so süß und unschuldig wie kann man nur auf die Idee kommen ihn so zu benutzen?!" ich seufzte. "Ich denke genau das ist das Problem. Dazu kommt noch, dass er einen sehr starken und anziehenden Omega Geruch hat und sich noch nicht gebunden hat, weswegen sein Geruch noch stärker ist. Außerdem hatte er noch nie seine Hitze." Oma Augustas Augenbrauen schossen nach oben.
"Das heißt er wird seine erste Hitze mit dir haben?" fragte sie. Ich nickte. Allein der Gedanke daran das Tommy bedürftig nach meinen Schwanz bettelte ließ ihn in meiner Hose erregt zucken. Oma nickte verstehend und grinste frech. Sie wusste genau, woran ich gerade dachte.
"Es ist schon viertel vor neun und morgen ist ein langer Tag. Ich werde mich ins Bett begeben." verkündete sie und stand auf. "Ach ja und rede mit ihm, Salvo." warf sie mir über die Schulter zu und verschwand.
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Ich stand jetzt schon seit fünf Minuten vor Tommys und meiner Schlafzimmertür und die Wachen davor sahen mich schon komisch an. "Sir Steele ist alles-" "Sei leise ich versuche mich zu konzentrieren." zischte ich und unterbrach die Wache die meine schlechte Laune eigentlich gar nicht verdient hatte.Endlich traute ich mich und öffnete vorsichtig die Tür. Das, was mich erwartete ließ mich geschockt stehen bleiben. Tommy und Sam lagen kuschelnd auf Tommys und MEINEM Bett und sahen sich irgendeinen Disney Film an. Tommys Kopf lag auf Sams Brust und er hatte sein Bein über das von Sam gelegt. Der fuhr mit seinen Fingern durch Tommys Haare. Seine andere Hand hatte er um Tommys Hüfte geschlungen. Ich wusste das die beiden sich nahe waren, aber gerade machte es mich wütend. Sehr wütend. Ich knurrte.
"Lass ihn los." Sams Kopf ruckte in meine Richtung und er grinste. Tommy versteckte seinen Kopf noch mehr an Sams Brust und klammerte sich noch mehr an ihn.
"Na Salvi. Wie gehts? Willst du dazu kommen? Ein bisschen Platz ist noch frei." Sam grinste frech und klopfte auf seine andere Seite, "Ich wollte schon immer mal an einem Alpha gekuschelt einschlafen." Tommy nuschelte irgendetwas unverständliches.
"Tommy sagt du sollst gehen. Sorry Salvi vielleicht wann anders." sagte Sam und richtete seinen Blick wieder auf den Fernseher. Irgendetwas brannte in mir durch.
"Lass sofort MEINEN Omega los oder ich werde handgreiflich!" schrie ich ihn an. Sam seufzte. "Sorry Tommy, aber ich würde meinen Kopf gerne noch behalten. Er ist viel zu schön, um zu sterben." Er machte sich von Tommy los und stieg aus dem Bett. "Bis dann." sagte er und verschwand. Ich entspannte mich augenblicklich. Tommy lag zitternd mit dem Rücken zu mir. Ich trat auf ihn zu und bemerkte das er weinte. Ich setzte mich neben ihn und strich ihm sanft über den Rücken. Er drehte sich um und sah mich mit geröteten Augen an. "Ich hätte dich nicht anschreien sollen, Sal. Es tut mir leid, aber ich habe so Angst." Mein Herz zerbrach bei seinen Worten.
"Es muss dir doch nicht leidtun, Baby. MIR tut es leid, dass ich es nicht geschafft habe ihn auszuladen." er schniefte und krabbelte langsam auf meinen Schoß. Überrascht schlang ich meine Arme um seinen kleinen zierlichen Körper und atmete seinen Geruch ein. Auch er drückte seine Nase gegen meinen Hals.
"Ich habe Angst das er mir noch einmal so weh tut. Ich habe so Angst Sal." nuschelte er gegen meinen Hals und klammerte sich noch ein bisschen fester in mein Hemd. Ich drückte ihn noch fester an mich und presste meine Nase in sein Haar. "Ich bleib bei dir, Baby. Ich beschütze dich. Immer."
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Be Mine
Fanfiction-ÜBERARBEITET- Tommy wächst in einer wohlhabenden Familie auf. Er führt ein glückliches Leben, bis ihm gesagt wird, er solle den großen Alpha Salvador heiraten und ihm ein Kind schenken. Tommy fühlt sich als würde er verkauft und ist außer sich. Doc...
