Teil 25

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Tommy POV

Sonnenstrahlen fielen auf meinen Körper und erwärmten meine nackte Haut. Als ich mich aufrichtete, tat mir alles weh und ich seufzte, während ich meinen Nacken kreisen ließ. Ich musste mir etwas verspannt haben, denn dort tat es besonders weh. Ich blickte zu Salvador und all die Bilder von gestern trafen mich wie ein Güterzug. Grunzend drehte sich Salvador ein bisschen zu Seite. Ich bewegte mich vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, ins Badzimmer. Als ich mich im Spiegel ansah, drehte ich mich ein bisschen und griff an meinen Nacken. Das, was ich sah und fühlte, ließ mich keuchen. Salvador hatte mich gebissen. Er hatte mich markiert. Doch nicht nur das. Auf meinem Nacken saß nicht nur eine Wunde, sondern von da aus zogen sich schwarze Linien, wie feine Adern über meinen Nacken. Wir waren nicht nur Gefährten, nein, wir waren Seelengefährten. Ein Teil von mir war nicht sehr überrascht. Diese Anziehung zwischen uns war schon von Anfang an da gewesen. Der andere Teil rastete total aus! Ich musste erstmal darüber nachdenken, also nahm ich mir eines von Salvadors benutzten T-Shirts, zog es mir an und setzte mich auf das Sofa auf der Terrasse mit einer Tasse Tee, eine dicke Wolldecke um meine Beine. Die weiße Schneelandschaft war atemberaubend und ich sog diesen Anblick tief in mich auf. Plötzlich hörte ich ein Krachen und ein darauffolgendes Knurren. Ich zuckte zusammen und hörte wenig später schwere schritte die Treppe runter poltern.

"Tommy!" noch ein knurren.

"Omega! Wo bist du?" kurz darauf kam ein ziemlich nackter und aufgebrachter Alpha durch die Glastür gestampft.

"Oh Gott Baby da bist du ja." Salvador kam zu mir und zog mich in seine Arme. Erschrocken quiekte ich, als er mich vom Sofa hob und ich meine Beine um seine Mitte schlingen musste, um Halt zu finden.

"Ich dacht schon dich hätte jemand geklaut."

"Sal du bist nackt." stellte ich trocken fest, bei dieser kindischen Annahme und versuchte von ihm runterzurutschen.

"Gestern schien es dich nicht zu stören." er grinste und drückte seine Lippen auf meine. Ich erwiderte den Kuss, doch als seine Zunge sich in meinen Mund schieben wollte, löste ich mich von ihm und quengelt.

"Mir ist kalt." Salvador setzte sich und mich auf seinen Schoß und zog die Decke um uns. Ich saß nun mit dem Rücken an seiner Brust. Plötzlich kam aus Salvador kehle ein tiefes, vibrierendes brummen. Er strich über seinen Biss, was mich erschauern ließ und mich gleichzeitig unglaublich anmachte.

"Meins." schnurrte er und bis leicht in die Stelle, wo die wunde saß. Ich wimmerte und rutschte von seinem Schoß, die Decke immer noch um uns beide geschlungen. Eine von Salvadors großen Händen schoben sich auf meinen Oberschenkel und rutschte immer weiter nach oben. Er musste grinsen, als er realisierte das ich keine Unterhose trug. Er drückte sein Gesicht in meine Halsbeuge und sog den Duft tief in sich ein. Als er wieder ausatmete, kicherte ich. Er sah mich an.

"Tommy wir sind Seelengefährten." ich schmunzelte.

"Ich weiß Alpha." bei dieser Betitelung blitzten seine Augen auf und er zog mich knurrend zurück auf seinen Schoß.

"Gott du bist so verdammt verführerisch Tommy. Mein Tommy." ich schob mich tiefer auf seinen Schoß, sodass ich seinen Schwanz an meinem Bauch spüren konnte. Er war hart. Ich runzelte die Stirn und stand auf. Fragend sah Salvador mich an. Ich schnaubte nur verärgert und verließ die Terrasse, um in unser Zimmer zu gehen.

Salvador POV

Verwirrt sah ich dabei zu, wie sich mein Gefährte mit schnellen Schritten ins Haus bewegte. Was hatte ich denn jetzt wieder getan? Ich seufzte. Ich war immer noch hart und frustriert, dass ich meinen frisch markierten Omega nicht hatte nehmen dürfen. Ich stand auf und ging nach oben, wo ich Tommy vermutete. Vor der Tür unseres Zimmers blieb ich stehen. Ich klopfte.

"Tommy darf ich hereinkommen?" keine Antwort. Eine Minute stand ich da. Nackt, hart und verwirrt. Dann wurde ich unruhig. Der plötzliche Drang ins Zimmer zu stürmen, meinen Gefährten über die Schulter zu werfen und ihn in eine Höhle zu schleppen, wo er nur mir gehörte und nicht vor mir fliehen konnte, überfiel mich. Um Gottes Willen ich verhielt mich wie Damals, als ich noch ein kleiner, dauergeiler Teenager gewesen war. Ich war nervös. Was wenn Tommy die Tür nur nicht öffnete, weil er verletzt war oder er wurde geklaut! Okay jetzt war es vorbei.

"Omega, öffne die Tür oder ich trete sie ein." meine Stimme dröhnte bedrohlich und ich ließ meine Pheromone wie wütende kleine Blitze durch die Tür wabern, sodass er auch ja riechen konnte das ich keine Späße machte. Doch ich bekam wieder keine Antwort. Okay wenn er es so wollte...

Mit einem Krachen trat ich die Tür auf und betrat den Raum. Ich sah mich um. Kein Tommy in Sicht. Doch ich konnte ihn spüren. Da war dieses komische Ziehen in meinem Kopf, das mir sagte das mein Omega hier war und Angst hatte. Zuerst sah ich ihn nicht, doch dann bemerkte ich das sich unter unsere Decke eine Gestalt befand und hockte mich aufs Bett. Tommy lag nicht auf seiner Seite des Bettes, sondern hatte sich auf meiner Seite zu einer Kugel zusammengerollt und in meine Decke gekuschelt. Vorsichtig legte ich eine Hand auf seinen unteren Rücken und strich darüber. Tommy zuckte nur kurz zusammen, entspannte sich dann jedoch wieder. Eine Zeit lang strich ich nur über seinen Rücken und schob die Decke zur Seite, um seinen Nacken zu kraulen. Ich spürte meinen Biss, der sich schon zu einer Narbe geformt hatte. Omegas heilten schnell. Tommy schnurrte und streckte sich meiner Berührung entgegen. Irgendwann hatte er sich mit seinem Oberkörper quer über meinen Schoß gelegt und brummte zufrieden, mit geschlossenen Augen.

"Baby, magst du mir sagen was gerade los war?" fragte ich irgendwann leise. Langsam sah Tommy zu mir auf. Er setzte sich hin, was mir nicht sonderlich gefiel, da ich so nicht mehr meine wunderschöne Markierung bewundern konnte. Tränen sammelten sich in seinen Augen.

"Ich weiß es doch auch nicht, Sal. Es hat sich nur plötzlich alles so falsch angefühlt, ich war sauer, verwirrt und ich hatte irgendwie den Drang ins Bett zu gehen und dich nie wieder zu sehen." schluchzte Tommy und ich verstand nur ungefähr die Hälfte. Beruhigend zog ich ihn an mich und strich ihm über den Rücken. Sein Gesicht vergrub sich in meiner Halsbeuge. Nach einiger Zeit, nachdem Tommy sich etwas beruhigt hatte, fühlte ich etwas Feuchtes an meinen Duftdrüsen. Tommy leckte mit süßen, knurrenden Lauten über sie und ich erschauerte. Gott, dieser Omega würde mein Untergang sein...

Be MineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt