Teil 15 - Die Hochzeit Ⅰ

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Tommy POV

Sam flitzte aufgeregt um mich herum und schmiss dabei die ganze Zeit irgendwelche Sachen um. Gleich ging es los und ich würde mit Salvador verheiratet werden. Gestern Abend hatte ich Salvador gesagt er dürfte meinetwegen doch im Bett schlafen. Ich hatte mich nah an die Kannte gelegt damit ich ihn ja nicht berührte. Ich hatte irgendwie Abstand gebraucht heute Morgen war ich halb auf ihm liegend aufgewacht.

Salvador und ich würden erst am späten Mittag heiraten, doch jetzt mussten wir schon die ersten Gäste empfangen. Es waren nur die engsten Familienmitglieder. Der Rest würde erst zur Trauung oder sogar erst danach kommen. Ich trug eine elegante Hose und eine Bluse mit Perlen, da ich den Anzug erst tragen würde, wenn ich zu Salvador zum Altar trat... Ich atmete zittrig ein und aus. Sam folgte mir aus Salvadors und meinem Schlafzimmer und betrat mit mir die Eingangshalle. Ich war so froh, dass er bei mir war.

Salvador wartete schon auf uns. Er trug einen Anzug. Verdammt er war so heiß. Mein Blick schweifte von seinem großen muskulösen Körper über sein Gesicht. Seine Augen blickten mich an und ich erschauerte unter dem Blick, den er mir zuwarf. Mein Blick glitt zu seinen Lippen. Diese Lippen... Wieso erinnerte mich genau daran wie sie über meine strichen. An ihren Geschmack, an die Sanftheit und doch war etwas Raues darin gewesen...

Ich schluckte. Verdammt mein Schwanz war hart und ich spürte, wie es feucht zwischen meinen Pobacken wurde. Als wir bei Salvador und ein paar anderen Dienern ankamen, räusperte ich mich und versuchte unauffällig meine Hose zu richten. Doch es war unmöglich meine Erregung zu verbergen, denn man konnte es riechen, was ich daran merkte das Sal merklich die Luft einsog und seine Augen kurz rot aufblitzten.

Er beugte sich zu mir runter und sein betörender Geruch stieg mir in die Nase. "Na hatten wir mal wieder unanständige Gedanken?" raunte er mir mit tiefer, rauer Stimme ins Ohr. "Pfft als ob ich dich daran teilhaben lassen würde." schnaubte ich und drehte mich von ihm weg. Ich spürte, wie er näher neben mich trat. "Du bist ganz schön frech." stellte er leise lachend fest und schlang seinen Arm um meine Hüfte. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu winden, doch Salvador packte nur noch fester zu und zog mich noch näher an ihn.

"Salvador! Lass mich los." quengelte ich. "Vergiss es." sagte er und deutete auf die geöffnete Eingangstür des Schlosses. Draußen fuhr gerade eine Limousine vor. "Deine Familie ist da." wir gingen nach draußen und schon wurde von außen die Autotür von einem Diener geöffnet. Zu meiner Überraschung sprang mein kleiner Cousin Milo aus der Limousine und schaute sich mit großen Augen um. Milos Mutter war meine Tante gewesen und sie und ihr Mann waren vor ein paar Jahren gestorben. Milo war erst ein paar Monate alt gewesen, als das passierte, und konnte sich somit als dreijähriger nicht mehr an sie erinnern.

Er wohnte bei meinem Opa, doch der war schon so alt, dass meine Eltern Milo in letzter Zeit immer öfters zu sich nach Hause geholt hatten. Ich freute mich ihn zu sehen und als er mich sah, rannte er auf mich zu. "Tommy!" schrie er begeistert und ich hockte mich auf den Boden damit er mir in die Arme fallen konnte. Seine kleinen speckigen Ärmchen legten sich um meinen Hals und er hauchte mir einen feuchten Kus auf die Wange. "Du honst jetzt in einem sloss. Das hat Tonkel Jakob mir desagt." ich lächelte und nickte. "Das stimmt Milo." sagte ich und wuschelte ihm durch die Haare. Milo blickte sich um. "Es ist voll groß hier. Hast du jetzt ein trone?" fragte er und sah mich erwartungsvoll an. Ich kicherte. "Nein ich habe leider keine Krone." Stille. "Aber vielleicht können wir mir ja mal irgendwann eine Krone basteln." lenkte ich schnell ein, als ich merkte, wie Milo die Stirn runzelte.

Er blickte zufrieden und sah sich wieder um. Dabei entdeckte er Salvador und deutete mit einem kleinen Speck Finger auf ihn. "Wer hist das?" fragte er. Ich zupfte an dem Pullover rum den er trug und sah Salvador nicht an. "Das ist Salvador. Ich werde ihn heute heiraten weißt du?" Milo nickte verständnisvoll und drehte sich um zu meinem Vater und meiner Mutter. Ich begrüßte die beiden mit einer Umarmung und drehte mich dann wieder zu Salvador der die drei ebenfalls begrüßte.Er zog mich wieder an sich und wir gingen alle zusammen in den Aufenthaltsraum. Ich versuchte mich noch aus Salvadors Griff zu befreien doch ich scheiterte.

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Es waren ein paar Stunden vergangen und in einer Stunde würde die Trauung sein. Meine Hände schwitzten und ich musste sie mir immer wieder unauffällig an meiner Hose abreiben. Ich saß mit Sal auf einer Couch. Uns gegenüber saßen meine Eltern. Da Cole, Everett, Ihr Neugeborenes und Elina da waren spielte Milo gerade mit seiner neuen, drei Jahre älteren Freundin zusammen auf dem Teppich Lego. Cole, Everett und ihr Sohn hatten es sich auf einem anderen Sofa bequem gemacht und unterhielten sich mit meiner Mutter über den Unterschied, ob man sein Baby stillte oder ihm die Flasche gab, und Salvador unterhielt sich mit meinem Vater über irgendwelche Sachen, die ich sowieso nicht verstand.

Salvadors Arm lag locker um meine Hüfte und seine Finger streichelten abwesend über meine Seite. Irgendwie hatte ich das Gefühl das Salvador heute das Bedürfnis verspürte mich die ganze Zeit zu berühren. Und das komische war, irgendwie störte es mich nicht. Ganz im Gegenteil, irgendwie brauchte ich heute dies kleinen Berührungen.

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Gleich würde es losgehen: gleich ging ich zu meiner Hochzeit. Salvador und ich hatten uns vor einer halben Stunde getrennt und waren unterschiedlicher Wege gegangen damit wir uns umziehen konnten. Sam half mir gerade meine Haare zu stylen. Meinen Anzug hatte ich schon an, und ich musste sagen das er mir echt gutstand. Meine Figur wurde leicht betont und ich wirkte zierlich und schlank. In meiner Brusttasche steckte eine weiße Rose, weil ich Salvador mal erzählt hatte das sie meine liebsten waren. Die ganze Hochzeit basierte jetzt auf weißen Rosen und das Schloss war wunderschön dekoriert.

Das Makeup, das ich trug, ließ meine Augen strahlen und mein Mund rosiger wirken. Als Sam mich dann noch überredete mir jeweils ein Glitzerstein ans Auge zu kleben, war mein Outfit perfekt und ich freute mich jetzt schon ein bisschen auf die Hochzeit.Wenn ich da schon gewusst hätte, was auf mich zukam...

Be MineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt