Kapitel 45- this Is Freya
P.o.v. Amy
Nachdem ich aufgelegt habe, werfe ich mein Handy wütend auf den Tisch. Fassungslos verdecke ich mein Gesicht mit meinen Händen und beiße auf meine Lippe, bis diese Blutet.
,, Baby, was ist los?",fragt Jasper leise. Er klingt besorgt. Ich ringe um Fassung und beschließe, ihm zu erklären wer Freya ist.
,, Weißt du noch, als ich dir was erzählen wollte, aber nicht konnte?"
,, Ja. Das war gestern.", er grinst, doch sein Ton ist ernst.
,,Mama hat mir damals, als du mit Julian gesprochen hast, erzählt das Freya kommt.'', abwesen zupfe ich ein Stück meiner Pizza ab und stecke es mir in den Mund.
,, Freya ist meine Schwester.", gespannt sehe ich Jas an. die Verwirrung steht ihm ins Gesicht geschrieben. ,,
Ich dachte du hast keine Geschwister?", Fragt er verwirrt.
,,Freya ist sieben Jahre älter als ich. Sie ist mit Sechzehn ausgezogen und ist ab da nur manchmal, zu einem Geburtstag oder an Weihnachten vorbeigekommen.''
,, Darf ich fragen, wieso sie ausgezogen ist?''
,, Natürlich. Freya ist eine Person für sich. Weißt du, wenn man schon an ihr aussehen denkt, scheint sie perfekt. Lange, volle blonde Haare. Hohe Wangenknochen, Grübchen. Ich habe in Freyas Gesicht nie einen einzigen Pickel gesehen. Sie kann essen wie viel sie will, sie nimmt kein Gramm zu.'', etwas neidisch seufze ich. ,, Ich hasse es, über sie zu sprechen, oder auch nur an sie zu denken. Wenn man sie nicht kennt, wirkt sie zauberhaft auf dich. Ihr Charakter, welcher so falsch und egoistisch ist, wie der meines Vaters, ist so verstellbar, dass sie jeden um den Finger wickelt. Sie schafft es, dass du alles glaubst was sie dir sagt, dass du denkst, es ist das tollste auf der Welt. Sie schafft es, dass du ihr jeden Wunsch von den Lippen abließt und denkst, dass du es für sie tun musst. Wirklich, jeder rennt ihr hinterher, bis sie bemerken, wie sie wirklich ist. Ein egoistisches, selbstsüchtiges, hinterhältiges Miststück.''
Mein Stück Pizza bleibt mir im Hals stecken, sodass ich einen Schluck aus meinem Glas nehme. Emotionslos mustere ich Jaspers Gesicht. Er scheint nochimmer verwirrt.
,, Schon als wir klein waren, ging es immer nur um sie. Um wen den auch sonst? Die kleine Amy kam immer an letzter Stelle.
<< Oh, wir haben deinen Geburtstag vergessen? Amy. Tut uns leid, aber Freya hat heute ein Tennisturnier, bleib bei deiner Nanny.
Oh, Amy, du hattest heute Sport? Tut uns leid, wir mussten Freya aus dem Schwimmbad abholen. Im Bus hätte sie krank werden können, mit den nassen Haaren.
Amy, Liebes, es tut mir leid was wir deinen auftritt in der Musikschule verpasst haben. Freya hatte einwenig husten, wir wollten sie nicht alleine bei Oma lassen.
Nein, wir können es uns nicht leisten, dich mit ins Schullandheim zu lassen. Freya fährt ins Skilager, beide Fahrten können wir uns nicht leisten.>>
Aber denke jetzt nicht schlecht von meiner Mom, es ging alles von meinem Vater aus. Hat sie widersprochen, hat er sie geschlagen. Und mich gleich hinterher auch. Und als ich dann älter war und endlich über meinen Ex hinweggekommen bin, habe ich Max kennengelernt. Weißt du was Freya getan hat? Als wir bei uns zuhause waren und sie zufällig auch mal da war, hat sie ihn versucht zu verführen. Er hat es mir erzählt, ich habe ihm nicht geglaubt. Bis ich die beiden zusammen erwischt habe. Mit dir wird sie das gleiche tun. Sie wird dich mir wegnehmen.''
Wütend beiße ich die Zähne zusammen. Die Lust auf die Pizza ist mir vergangen, eigentlich möchte ich nurnoch in mein Bett, um zu weinen.
,,Amy.'', Jasper nimmt meine Hand in seine. ,, Ich liebe dich. Nur dich.'', beginnt er und ich schniefe. Er drückt meine Hand kurz, lässt sie danach los und legt ein paar Scheine auf den Tisch. ,, Komm mit.'', murmelt er leise und ich laufe ihm hinterher.
Hand in Hand, laufen wir Wortlos den Weg entlang, bis wir an einem Kinderspielplatz ankommen. Von dort aus, öffnet Jas eine Gartentür, zu einem Haus und ich sehe ihn verwirrt an. ,, Meine Tante wohnt hier. Sie sind im Urlaub.'', erklärt er mir kurz und ich folge ihm einfach.
Vor einem Baum bleibt er stehen und deutet auf die Leiter, um hochzuklettern.
Ein Baumhaus.
Nacheinander krabbeln wir hinein und was ich sehe, beeindruckt mich. Der Boden ist mit einem Teppich verdeckt, es steht eine Zweisitzercoach dort und eine Spielecke, welche wahrscheinlich für die Kinder bestimmt ist. Außerdem frage ich mich, wie der Baum das ganze Gewicht aushält. Gemeinsam setzen wir uns und mein Freund nimmt meine beiden Hände in seine.
,, Ich will, dass du mir jetzt zuhörst, okay?'', befiehlt er mir in ernsten Ton und ich nicke. ,, Okay.''
,, Amy, ich weiß nicht wie oft ich es dir sagen muss und ich hoffe, dass es nicht seine Wirkung verliert, aber ich liebe dich. Nur dich. Wann wirst du es verstehen?'', er lacht leise. ,, Ich mache mich vor dir immer wieder zum volldeppen, ich habe meine Freunde sehr vernachlässigt und mein bester Freund, Matty, spricht kaumnoch mit mir. Aber ich würde alles für dich tun, also kommt nicht auf die Idee, dass deine blöde Schwester uns beide auseinander bringt. Ich will nichts perfektes, ich will was echtes und das habe ich mit dir. Wenn ich könnte, würde ich jede Sekunde mit dir verbringen und wenn du irgendjemandem erzählst, wie unglaublich sensibel und schwärmerisch ich wegen dir bin, dann quäle ich dich auf verführerische Art und Weise.'', er zwinkert mir zu und ich verstehe die Anspielung, welche mich zum lächeln bringt. ,, Der Punkt, den ich zu machen versuche ist, dass du dir keine Sorgen machen musst. Ich bin ein treuer.. wie ein treuer Hund.''
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bad touch (Abgeschlossen)
Roman pour AdolescentsAmy Woodly muss mit ihrer Mutter von Washington nach Kalifornien, besser gesagt Los Angeles ziehen, da ihre Mutter einen neuen Freund dort hat. Zuerst ist Amy gar nicht begeistert, da sie die Schule wechselt und alles zurück lassen muss, jedoch stau...
