Kapitel 48 - Ich würde doch nicht das einzige gehen lassen, was ich liebe.
Ich kann nicht sagen wie ich mich fühle. Ich weiß nicht, wie ich mich fühle. Ich weiß nicht, was ich fühlen soll.
Gut geht es mir nun sicher nicht, aber wütend bin ich auch nicht. Eher bin ich verwirrt und überrascht, nein, geschockt, über seine Worte.
Mit offenem Mund, starre ich ihn an. Er fährt sich nervös durch die Haare und mustert mich. Ein Klos bildet sich in meinem Hals, meine Brust zieht sich schmerzlich zusammen und mein Herz fühlt sich leer an. Kalt und leer.
Es scheint, als würde alles um uns herum stehen bleiben, es gibt nur Jasper und mich, wie wir uns wortlos anstarren.
,, Süße.'', flüstert er und ich zwinge mich, seinem Blick nicht auszuweichen. ,, Wein doch nicht.'', bittet er mich. Erst jetzt bemerke ich, wie mir die Tränen die Wange herunter fließen. Wie ein Roboter wische ich sie mir von der Wange und starre Jasper an. Das kann doch nicht sein ernst sein?
Er öffnet den Mund, um etwas zu sagen, doch er lässt es bleiben. ,, Ist das dein ernst?'', frage ich ihn monoton und er nickt.
Daraufhin herrscht wieder Stille.
Furchtbare, endlosscheinende Stille.
,, Sag was.'', fordere ich ihn auf. ,, Irgendwas.''
Wieder fährt er sich durch die Haare und setzt sich schließlich neben mich, doch er sagt immer noch nichts. Ich glaube, ich bin der falsche für dich. Seine Worte hallen immer wieder in meinem Kopf.
Ich glaube, ich bin der falsche für dich. Ich glaube, ich bin der falsche für dich. Ich glaube, ich bin der falsche für dich. Ich glaube, ich bin der falsche für dich.
,, Wir müssen reden.'', presst er schließlich hervor und ich nicke wieder.
,, Ich glaube, ich bin der falsche für dich..'', setzt er an, doch als ich das höre, drehe ich durch. ,, Das sagtet du jetzt zum hundertsten mal. SAG. MIR. WIESO.'', ich muss schlucken. ,, Was habe ich falsch gemacht?'', hänge ich an meinen letzten Satz an.
Doch Jasper starrt mein einfach an, wortlos, seine Miene ist undeutbar, während mein Herz sich immer weiter zusammen zieht. Ich kann nicht einfach schweigend hier sitzen.
Ich ignoriere, dass mein Fuß weh tut und stehe auf. Mutig stelle ich mich vor ihn und schlucke schwer. Ich überlege mir, was ich ihm alles sagen will, was ich ihm alles an den Kopf werfen könnte, denn ich will, dass er leidet. So wie er mich gerade leiden lässt. Dass sein Herz sich genauso zusammen zieht, wie meines. Doch ich sage etwas ganz anderes.
,, Machst du Schluss mit mir?'', flüstere ich und beiße mir auf die Lippen. Meine Tränen laufen mir über die Wange und ich versuche nichtmal, sie zurück zu halten. Meine Stimmt klingt unsicher und zitterig.
Jasper reißt die Augen auf und wischt sich mit einer Hand über sein Gesicht. Seine Augen liegen auf mir und ich bereue es, ihn gefragt zu haben. Nach diesem Desaster, dass Essen mit seinen Eltern, seine Mutter, die mich sowieso nicht leiden kann. Ich habe ihm von meinem Ex erzählt und von meiner Schwester, aka. Höllenmonster und er hatte wahrscheinlich die ganze Zeit im Kopf, mich abzuservieren.
Als er nach gefühlten Stunden nichts sagt, nicke ich und drehe mich um, um sein Zimmer zu verlassen. Als ich die Tür öffne, spüre ich jedoch seine Arme an meiner Tallie, woraufhin er mich zu sich, in eine Umarmung zieht. ,, Scheiße, nein. Natürlich will ich nicht mit dir Schluss machen.'', murmelt er mit fester Stimme gegen meinen Hals und ich entspanne mich wieder.
Langsam führt er mich zurück zu seinem Bett und zieht mich anschließend auf seinen Schoß. Seine Hände wandern von meiner Tallie hinuter zu meinen Oberschenkeln und er streicht sanft über meine nackte Haut. Mein Kopf liegt an seiner Schulter und ich warte, dass er weiter spricht.
,, Ich würde doch nicht das einzige gehen lassen, was mir wirklich etwas bedeutet.'', haucht er mir ins Ohr und küsst meinen Hals. ,, Ich habe nur Angst um dich.'', erklärt er mir und ich will ihn fragen, vor was er Angst hat, was er zu verbergen hat, was ich nicht erfahren soll. Und was mich nochmehr interessiert: Hat Matty auch etwas damit zu tun?
Doch statt all diese Fragen zu stellen, lasse ich mich von ihm Küssen und versuche zu glauben, dass Jasper wirklich nur vor etwas Angst hat und mich nicht verlassen wird.
,, Bleibst du übernacht?'', fragt er mich und sieht mich erwartungsvoll an.
,, Ich weiß nicht.'', murmele ich und versuche seinem Blick auszuweichen.
,, Muss ich dich erst überzeugen?'', fragt er verführerisch und seine Hand wandert meinen Oberschenkel weiter nachhoben...
Ich muss grinsen und lache bestimmt knallrot an. ,, Ich glaube, du hast mich schon überzeugt.''
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bad touch (Abgeschlossen)
Teen FictionAmy Woodly muss mit ihrer Mutter von Washington nach Kalifornien, besser gesagt Los Angeles ziehen, da ihre Mutter einen neuen Freund dort hat. Zuerst ist Amy gar nicht begeistert, da sie die Schule wechselt und alles zurück lassen muss, jedoch stau...
