Kapitel 44- Das Desaster kann beginnen ( Lesenacht 4/5 )
P.O.V. AMY
Erschrocken lösen wir uns und starren beide seine Mutter an. Zuerst weiß ich nicht, was sie an mir stört, bis es mir einfällt.
Oh nein.
Das darf doch jetzt nicht wahr sein.
Ich stehe auf und schüttele ihre Hand. ,, Ich bin Amy.'', peinlich berührt sehe ich zum Boden und räuspere mich. ,, Für dich bin ich Mrs. Williams.'', antwortet sie schnippisch und ich laufe rot an.
,,Sagmal, gehts dir noch gut?'', höre ich Jas, wie er seine Mutter anzischt und ich räuspere mich ein weiters mal. ,, Bitte entschuldigen Sie mich, ich müsste kurz zur.. Toilette.'', rede ich mich aus, um mich wieder zu fangen. ,, Ich zeig dir, wo sie ist.'', bestimmt Jasper und zieht mich aus dem Raum. ,, Ich weiß doch, wo die Toiletten sind.'', murmele ich im Gang, doch Jasper zieht mich die Treppen hoch, in sein Zimmer. ,, Es tut mir so leid.'', beginnt er und legt seine Hand an meine Wange. ,, Ich weiß nicht, was in sie gefahren ist.'' ,, Aber ich weiß es.'', murmele ich leise und nehme seine Hand. ,, Ich war heute Blumen kaufen und im Supermarkt. Carry ist vor mir gefahren, deine Mutter hat gewartet, bis sie vorbeigefahren ist. Bei mir ist sie fast in das Rad hinein gelaufen. Ich dachte, ich muss nicht in die Seitenstraße schauen, Carry war direkt vor mir und konnte durchfahren..'', verzweifelt versuche ich ihm den Vorfall zu erklären. ,, Sie hat mir nachgeschrieen..'', fast hysterisch fächele ich mir Luft zu. ,, Es tut mir leid, ich sollte gehen.'', japse ich und sehe betreten zu Boden. ,, Du wirst nirgends hingehen. Amy, du gehörst zu mir. Meine Mutter ist selber Schuld, wenn sie dir fast ins Rad läuft. Wir gehen jetzt wieder runter und wir überzeugen sie davon, dass du toll bist. Selbst wenn sie dich nicht mag, du bist und bleibst mein Mädchen.'' Ich kann nicht sprechen. Stille. Ich nicke. Gemeinsam laufen wir die Treppen wieder hinunter und ich atme tief durch. Gemeinsam setzen wir uns wieder an den Tisch. Mrs. Williams stellt gerade die Auflaufform- es gibt Rigatoni- auf den Tisch und alle bedienen sich wortlos.
,, Gracie, hast du deine Hausaufgaben erledigt?'', fragt Mrs. Williams.
,, Nein.'', sagt sie. ,, Ich habe ja noch Zeit.''
,, Oh nein, Fräulein. Wenn du deine Hausaufgaben nicht machst, darfst du nicht mit deinen Freunden an den Strand.''
,, Irina! Wir haben Gäste, also ich bitte dich!'', sagt Benjamin empört.
,,Wie viel Uhr treffen wir uns?'', wendet sich Gracie an mich.
,, Ich dachte so gegen neunzehn Uhr.''
,, Was? Sie wird mitgehen? Ich verbiete dir diesen Umgang, Grace! Japser, mit dir muss ich auch reden!''
,, Mom, was ist denn mit dir los? '', faucht er sie an.
,, Dieses Mädchen ist eine Schande!''
Gekränkt lasse ich die Gabel fallen.
,, Ich sollte jetzt gehen.'', beschließe ich und stehe auf. ,, Es war nett, Sie kennen zu lernen Benjamin.''
,, Ich komme mit dir.'', sagt Jasper.
,, Das wirst du nicht, mein Freundchen!''
,, Ich bin volljährig. Du hast mir nichts zu sagen, Mutter.''
,, Ich verbiete dir diesen Ton!'', Mrs. Williams läuft knallrot an.
,, Weißt du was? Es ist mir scheiß egal was du von ihr denkst. Nur weil sie dich FAST mit dem Fahrrad angefahren hätte, weil DU zu BLÖD bist nach links und rechts zu schauen, brauchst du sie nicht so blöd anmachen. Ich liebe sie.'', schreit Jas seine Mutter an, welche nun kleinlich da steht, mit Tränen in den Augen. Fast tut sie mir leid.
,, Ich gehe auch.'',verkündet Gracie ernst und die beiden bauen sich neben mir auf. ,, Sie ist uns beiden wichtig. Stell dich uns nicht in den weg.'', sagt Jasper abschließend und zu dritt verlassen wir das Haus. Kaum sind wir draußen, lasse ich mich auf die Knie fallen und vergrabe mein Gesicht in meinen Händen. ,, Gott, sie hasst mich.'', flüstere ich und Jasper umarmt mich von der einen Seite, Gracie von der anderen. Als ich mich beruhigt habe, wische ich mir die Tränen aus dem Gesicht und zwinge mich zu lächeln. ,, Komm, ich lade dich zum Essen ein. Gracie, komm du auch mit.'' ,, Nein, nein. Ich lasse euch einwenig Zweisamkeit. Ist Carry bei dir Zuhause?'', fragt sie mich und ich nicke. ,, Ich nehme sie mit zu Lottie. Komm später einfach nach, ja?'' ,, Ist in Ordnung. Das mache ich.''
* * *
Jas und ich sitzen gemeinsam in einer kleinen Wirtschaft und studieren die Speisekarte. Letztendlich bestellen wir uns doch beide eine Pizza, Jasper mit Schinken und Salami und ich mit Spinat. Der nette Kellner bringt uns auch kurz darauf unsere Getränke - mir ein Glas Fanta, für Jasper ein Weizen- und erklärt uns, dass die Pizzen in zehn Minuten kommen würden.
Unsere Hände liegen auf dem Tisch, ineinander verschränkt und ich lächele ihn an. Er hat eine beruhigende Wirkung und ich genieße es, mit ihm hier zu sitzen.
,, Es tut mir so furchtbar leid.'', murmelt er und fährt sich durch die Haare. ,, Du kannst nichts dafür.'', murmele ich und drücke seine Hand. ,, Sie muss sich nur beruhigen, sie muss.. ''
,,Jasper, es ist alles gut. Ich schwöre es.''
Einwenig misstrauisch sieht er mich an.
,, Ich meine es ernst. Solange du bei mir bist, geht es mir gut.''
Jetzt lächelt auch er. ,, Was macht ihr heute Abend?'', fragt er mich und wechselt somit das Thema.
,, Wir wollten an den Strand gehen. Mädelsabend undso.'', ich nippe an meiner Fanta.
,, Was für ein Zufall. Meine 'Gang' und ich gehen heute auch an den Strand.'', verschwörerisch zwinkert er mir zu. ,, Meinst du, ich kann dich dann für ein paar Minuten entführen?'', verführerisch grinst er mich an. ,, Ich denke, das geht klar.'', ich zwinkere ihm zu.
Gerade als unsere Pizzen gebracht werden, klingelt mein Handy. Als ich den Namen auf dem Display sehe, weicht mir die Farbe aus dem Gesicht und mein Herz rast.
_____
Und, wer glaubt ihr ruft an? ;)
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bad touch (Abgeschlossen)
TienerfictieAmy Woodly muss mit ihrer Mutter von Washington nach Kalifornien, besser gesagt Los Angeles ziehen, da ihre Mutter einen neuen Freund dort hat. Zuerst ist Amy gar nicht begeistert, da sie die Schule wechselt und alles zurück lassen muss, jedoch stau...
