>> setzt dich bitte Liebling. <<, forderte Papa auf. Kopfschüttelnd trat ich einen Schritt zurück, weil mir deren penetranten Blicke den Atem raubte. Meine Lunge fühlte sich an, als würde sie fest zusammengedrückt werden. Das Atmen fiel mir noch nie so schwer.
Während ich spürte, wie heiß und kalt mir zugleich wurde, wandte ich meinen Blick ab und sah Papa geschockt an. >> wieso bist du nu immer so ein Sturkopf? <<, schrie er. Das seine plötzliche Wut mich nur noch mehr aus der Bahn Wurf, viel mir viel zu spät auf. Denn plötzlich spürte ich wieder diese eklige Übelkeit in mir. Sie kroch immer höher, umso länger ich hier in diesem beschissenen Zimmer stand.
>> nun gut, ich wollte es dir eigentlich erst in ein paar Wochen erzählen, doch der liebe Marco hatte seine Entscheidung schneller getroffen als gedacht. Somit werde ich es dir jetzt eben so sagen... <<, fing Papa an zu sprechen. Sobald Marcos Name fiel, konnte ich nicht anders als in eine Schockstarre zu geraten. Stumm hörte ich Papa aufmerksam zu, auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie ich das in diesem Moment schaffte.
>> nachdem du ihm an jenen Abend überzeugt hast, hat es keine zwei Stunden gedauert und ich bekam den Anruf. Er möchte dich als seine Frau ernennen. Auch wenn ich mit diesem Schritt vorerst warten wollte, haben wir uns einige Male zusammengesetzt und alles besprochen. Ab morgen früh wirst du in sein Anwesen ziehen und übermorgen wird eure Verlobungsfeier sein. Am Mittwoch ist eure Hochzeit und danach werdet ihr für die Geschäfte seiner Mafia zuständig sein. <<, plapperte er drauf los. Umso mehr er mir erzählte umso Benutzer fühlte ich mich.
Dass ist doch alles nur ein beschissener Scherz. Papa würde sowas niemals zulassen und doch kamen diese Worte gerade aus seinem Mund.
Mit einem Mal spürte ich wie mir Tränen über die Wangen flossen. Als könnte ich mich nicht mehr halten, griff ich nach dem Türrahmen, der sich in meiner Nähe befand.
>> Das kann nicht wahr sein. Du lügst, Papa. <<, schrie ich aufgebracht. Dass mir dabei noch mehr Tränen über die Wangen flossen, schien Papa nicht zu stören. Stattdessen trank er sein Glas aus und kippte sich anschließend einen neuen Drink ein.
>> sag mir das, dass nicht wahr ist Papa <<, flehte ich und spürte, wie sich mein ganzer Körper verkrampfte. Mit einem Mal verspürte ich wie ein lautes Piepen in meinen Ohren rauschte. Vor meinen Augen tanzten Punkte, während mir so unglaublich heiß wurde.
>> Julina <<, rief Enrico besorgt. >> Nein. Lass mich in Ruhe, bitte <<, flehte ich. >> vielleicht sollte ich sie heute schon mitnehmen. Nicht dass sie die Nacht sonst nicht übersteht <<, schlug Marco vor. >> NEIN <<, schrie ich und spürte dann, wie meine Knie nachließen. Doch anstatt zu Boden zu gleiten, umgriffen mich zwei starke Arme. Sie hielten mich. Auch wenn ich mich dagegen sträubte, wusste ich, dass ich keine Chance hatte. Ich verlor die Kontrolle über mich und meinen Körper, sobald Papa seine nächsten Worte aussprach.
>> ja ich denke das wäre für uns alle besser <<, erwiderte er kühl. Durch die vielen Tränen erkannte ich alles verschwommen. Dann wurde ich mit Leichtigkeit hochgehoben und befand mich nicht mehr in der Lage, was dagegen tun zu können. Mit letzter Kraft wedelte ich heftig mit meinen Armen und Beinen. Wieso tat er mir das an?
>> Papa. Bitte, lass das nicht zu <<, rief ich flehend.
>> Papaaa <<, schrie ich aufgelöst. Denn wir hatten bereits unseren Vorhof erreicht. Der Blick auf das Anwesen wurde immer kleiner, während ich spürte, wie mir damit mein Leben genommen wurde. Der Schmerz war unbeschreiblich.
>> Papa du weißt du machst damit einen Riesenfehler <<, schluchzte ich. >> glaub mir, eines Tages wirst du mir hierfür danken kleines <<, erwiderte Marco kühl. Wütend boxte ich ihm gegen den Rücken, was ihn jedoch nicht davon abbrachte, mich weiter hinaus in die widerliche Welt zu schleppen. Mit einem Mal fiel mir ein, wen ich zurücklassen würde.
>> Dori <<, schrie ich aufgebracht. Ich kämpfte gegen seinen festen Griff an, schaffte es aber nicht mich zu befreien. Er drückte mich mit Kraft in einen schwarzen SUV und stieg dann neben mir ein. >> fahren sie zurück zum Anwesen? <<, fragte eine fremde Stimme.
>> ja. <<.
>> NEIN <<, erwiderten wir gleichzeitig. Ich boxte, kratze und biss Marco, doch von nichts ließ er sich abbringen, mich festzuhalten. >> ich kann nicht ohne sie fahren, bitte. Tu mir nur diesen einen gefallen <<, flehte ich. Meine Tränen hatten sich zu einem Wasserfall verwandelt. Kopfschüttelnd erhob er seine eine Hand und strich mir dann eine Strähne aus meinem nassen Gesicht. Während wir vom Vorhof fuhren, spürte ich, wie ich erneut zusammenbrach. Denn Dori war das Einzige, was mir noch was bedeutete. Sie war die Einzige, die mir noch blieb und dennoch wurde sie mir kaltherzig genommen. Während ich spürte, wie ich meine Kontrolle über mich erneut verlor, schwor ich mir, dieses Leben niemals lieben zu lernen.
Denn wie kannst du jemals etwas lieben, was dich eins gebrochen hat?!
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U.C_Shawty
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DeepLove
RomansaMafia/Dark Romance ABGESCHLOSSEN Wenn die Bedrohung, zur langersehnten Befreiung wird. Die geheime Mafiatochter spielen, um nicht entdeckt zu werden. Check. Ein Doppelleben führen, um endlich aus den Fängen zu entkommen. Ch...
