Links und rechts von meinem Gesicht abstützend, beugte er sich wieder näher runter zu mir und sah mich eindringlich an.
"Vielleicht steh ich ja auf dich."
W-was?!?!
Hab ich mich gerade verhört???
Kam das gerade wirklich aus seinem Mund?
Nein.
Nein!
Ich habe mich verhört!
Ich muss mich verhört haben!
Als ob so jemand wie er auf den jedes Mädchen auf diesem Campus steht, auf Männer steht. Auf mich.
Mein Gesicht verlor jegliche Farbe. Würde ich jetzt in mein Gesicht schauen können, würde ich direkt auf eine Kalkleiste schauen. Weiß wie Schnee.
Atme ich überhaupt?
Dumme Frage. Sonst würde ich ja hier wohl kaum Löcher in sein Shirt starren.
Oder ich bin doch tot und das ist der übelste Filmriss, den man vor dem Tot erleben kann.
Okay das war jetzt etwas weit hergeholt.
Oder ich Träume. Ja genau! Es ist wieder einer dieser wierden Träume wo ich plötzlich an einem Stuhl gefesselt bin, irgendwo im nirgendwo.
Das hatten wir schon. Nicht sehr originell, Oren.
Okay dann doch tot oder eine Parallelwelt.
Ja das wirds sein. Tot, Traum oder fremde Welt.
"Atmen nicht vergessen..."
W-was?!?
Hastig schaue ich in die tiefblauen Augen die mich etwas verwirrt und besorgt anschauten.
"...oder eher hyperventiliere nicht."
Ich blinzelte verwirrt, geistig etwas daneben, und schaute tiefer auf meinem Brustkorb, der wie ein Kolibri, ungesund schnell sich auf und ab bewegte.
Seine große warme Hand, die sich auf meiner Brust ablegte und leicht drückte, holte mich ganz schnell zurück ins hier und jetzt. Erneut ging mein Blick nach oben in ein verführerischen Blick, der in diesem Augenblick nur mir galt.
Ethan saß immer noch auf mir, den linken Arm neben meinem Kopf angestützt, seine rechte auf meiner Brust und ich noch immer gefesselt unter ihm. Seine grauen Spitzen, die im Licht schon beinahe Silbern aussahen, hingen ihm im Gesicht. Zwischen den silbernen Spitzen funkelten seine tiefblauen Augen, wie der Nachthimmel zwischen leuchtenen Sternen, hindurch. Dieser Blick den er mir gab. Wie eine kostbare Sternschnuppe die jeden Augenblick aus seinem weiten Nachthimmel verschwinden könnte.
Ich bin sprachlos.
Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Anders kann ich es nicht beschreiben.
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Verbunden mit dir
RomanceSeit seinem neuem Jahr auf der Uni hat Oren eigentlich nur Pech. Durch einen Fehler muss er sich ein Zimmer mit der Nr. 1 der Schule teilen und schon kennt ihn jeder. Jeder hasst und beneidet ihn zu gleich. Nicht nur das. Seid geraumer Zeit plagen i...
