62. Kapitel

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"Was?!?", platzte es plötzlich aus mir heraus.

Ich sah es zwar nicht, aber safe war ich jetzt rot. Knallrot. Manchmal verfluchte ich meine helle Haut.

Er schloss dir Tür hinter sich und kam langsam auf mich zu.

"Mich würde brennend interessieren was du da an deinem Hals hast."

Das war keine Frage. Keine Aussage. Fast schon ein Befehl.

???

Ich war verwirrt. Weder wusste ich warum er mich das fragte noch weshalb er mich so ansah. Wütend. Beinahe schon abwertend.

Was ist bloß los mit ihm?

Nach wenigen Schritten stand er schon vor meinem Bett, aufdem ich vor ihm saß und zu ihm aufblickte. Fest die Hände im Laken gekrallt um nicht vor ihm zu zittern.

"Was ist los mit dir?", fragte ich wie ferngesteuert.

"Pah!", lachte er plötzlich.

Ethan war wie ausgewechselt. Wie ein anderer Mensch. Ich habe ihn zwar schon ein paar Mal verärgert oder wütend gesehen. Aber diesmal war es anders. Er war...

Er machte mir Angst.

Ich war wie gelähmt als seine tiefblauen Augen erneut auf mich herabsahen.

"Du fragst was mit mir ist?...", beugte er sich zu mir runter und stieß mich nicht gerade sanft auf meine Matratze.

Während Ethan sich über mich beugte und meinen linken Arm unsanft neben mir drückte konnte ich mich weder bewegen, noch atmen. Total erschrocken sah ich zu ihm auf.

Schlug mein Herz überhaupt? Ich spürte nichts. Rein gar nichts...

...Im Gegenteil es raste. So hektisch wieich unter ihm atmete könnte man denken ich hyperventiliere.

"...Ich bin sauer. Sehr!"

Seine Augen. Wie der tosende Ozean der über mir gerade zu einem Hurrikan aufzog. Ich konnte die tiefblauen Wellen förmlich vor mir sehen wie sie sich aufbauen, zusammenbrachen und erneut um sich schlugen um alles und jeden mit sich zu reißen.

Sie wirbelten um mich.

Schlugen auf mich ein.

Rissen mich mit.

Zogen mich in die Tiefe.

"W-wieso?", gab ich brüchig von mir.

Ich hatte das Gefühl meine Lungen sogen sich voll mit Wasser und nahmen mir jede Luft zum atmen. So als würde ich in diesen dunklen Augen ertrinken.

Abstützend über mir guckte er mich noch immer wütend an, bis er tief Luft holte und angestrengt ausamtete.

"Du bist ziemlich schwer von Begriff oder?", fragte er leicht genervt aber weniger feindselig.

Was ist denn jetzt sein Problem?

"Was mein Problem ist fragst du?"

Was?!?!

"Kannst du etwa Gedanken lesen?"

"Vielleicht?", grinste er mich etwas an.

Woher wusste er es?

Er schüttelte belustigt den Kopf. Seine hellen Strähnen wedelten von links nach rechts als ich seine Stimmungsschwankungen beobachten konnte. Nach jedem Satz den wir austauschte konnte ich ein anderes Gefühl in seinem Blick ausmachen. Wut. Anstrengung. Belustigung.

"Bekomme ich auch eine Antwort auf meine Frage?", hakte ich jetzt etwas genervt nach.

"Nein."

Wie?!?

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Das letzte Kapitel ist schon wieder etwas her, weshalb heute gleich 2 kommen. ^^ Und danke an alle die diese Geschichte noch immer weiter verfolgen. ^^

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