Kapitel 35

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Ann's P.O.V

Wir stiegen kurz darauf in ein Taxi und fuhren aus der Stadt auf's Land.
Als das Taxi endlich stehen blieb und wir ausstiegen, standen wir vor einem Haus. Es war groß, modern und dunklgrau, fast schwarz und in einem hellen Beigenton gestrichen. Es war echt schön. Er holte einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und machte die Tür auf. ,,Wieso hast du einen Schlüssel für dieses Haus?", fragte ich ihn überrascht ,,Es gehört der Familie." Er betrat das Haus und rief ,,Nonna!" Plötzlich kam eine kleine alte Dame die Treppen hinunter und umarmte ihn voller Freude. ,,Il mio bambino!", sagte über Glücklich und gab ihm die ganze Zeit küsse. Ich musste wegen dem Anblick anfangen zu lachen, was ihre Aufmerksamkeit auf mich lenkte. ,,Ist dies das Mädchen?", fragte die Dame auf englisch nun ,,Sì!", sagte Sascha und lies die Dame los. Ich verstand zwar kaum was sie sagten, doch konnte es mir denken, denn plötzlich schaute sie mich ernst an und fragte auf Englisch ,,Also du bist das Mädchen, das meinen Enkel den Kopf verdreht?" Ich lächelte nur und sagte ,,Ich weiß nicht. Vielleicht?", Ich schaute dabei Sascha an. Er nahm meine Hand und nickte bloß. Sie schaute mich noch näher an. Plötzlich zog sie mir an der Wange, etwas nach unten und schaute mir in die Augen. Dann legte sie ihre Hand auf meine Brust und Stirn und schaute Sascha und mich erstaunt an. Sie fing an zu lachen und umarmte mich. ,,Ich werde Urgroßmutter.", sagte sie immerwieder.
Nach einer Weile in der Sascha, seine Oma und ich uns unterhielten , nahm mich Sascha mit nach oben und klopfte an einer blauen Tür. Er machte die Tür auf und im Zimmer saß ein Junge in meinem Alter. ,,Na Kleiner? Was geht?", sagte Sascha und klopfte ihm auf dem Rücken, während er ihn umarmte. ,,Was machst du hier?", fragte ihn der Junge. ,,Darf ich euch nicht besuchen?" ,,Wer ist das?", fragte er und zeigte auf mich. ,,Das ist Ann." ,,Nicht schlecht.", sagte er und schaute begeistert. Er kassierte dafür einen Schlag auf den Hinterkopf von Sascha. ,,Starr nicht so. Sie ist vergeben.", sagte Sascha und lächelte mich an. Er nahm mich bei der Hand und küsste mich. ,,Sorry, wusste ich nicht. Ich bin David. Sein jüngerer Bruder." ,,Ich bin Annika. Schön dich kennenzulernen." ,,Also du seine Freundin?", fragte er skeptisch ,doch plötzlich kam deren Oma rein und sagte aufgeregt ,,David! David! Du wirst Onkel." David guckte seine Oma und mich verwirrt an. ,,Du hast SIE geschwängert? Sie ist ja jünger als ich.", stellte er fest und kassierte somit einen weiteren Schlag von Sascha auf den Hinterkopf. ,,Was? Wofür war das denn?", sagte David verwirrt und hielt sich an den Kopf. ,,Für deine doofe Bemerkung.", sagte ich und grinste ihn an. ,,Hab Respekt vor deiner zukünftigen Schwiegerschwester.", sagte seine Oma plötzlich und zog ihm am Ohr. ,,Auu! Si Nonna", sagte David und gab somit auf. ,,In welche Klasse gehst du?" ,,In die 12te. Ich mache gerade mein Abi." Er sagte nichts, doch dann plötzlich ,,Also! Du bist freiwillig mit deinem Lehrer zusammen und wurdest noch von ihm schwanger?" ,,Ja, genau. Ich würde es zwar anders definieren, doch so geht es auch.", sagte ich ,,Ihr steckt in Schwierigkeiten.", sagte David nun aber Ernst. ,,Das wissen wir."
Es klopfte plötzlich an der Tür und ein sehr junges Mädchen kam rein, die sich mit einer Hand am Auge rieb und in der anderen Hand ein Teddy hielt. Es sah so aus als hätte sie geschlafen. ,,Onkel Sascha!", rief das verschlafene Mädchen und lief auf Sascha zu. Er hob sie hoch und drückte ihr ein Kuss auf die Stirn. ,,Wie geht's dir?",fragte Sascha sie ,,Gut. Ich hab dich vermisst.", sagte das kleine Mädchen. Ich musste ganz stark lächeln. Sascha sah mich an und sagte ,,Willst du unserem Besuch nicht 'Hallo' sagen?" Das Mädchen schaute mich an und vergrub sich dann in Sascha's Hals. Wir lachten kurz und ich ging auf die Beiden zu. ,,Hallo Kleine. Ich bin Annika und wie heißt du?" ,,...Isabell.", sagte sie ganz leise. ,,Sie ist die Tochter von unseren Schwester.", sagte David ,,Von Tanja? Sie sieht ihr total ähnlich und wo ist ihr Papa?" ,,Hier!..", sagte ein Mann der gerade reinkam. Mann, er sah gut aus. Schwarze Haare, drei Tage Bart, gut trainiert und grüne Augen. ,,Hey, ich bin Tom. Isabel's Vater.", stellte er sich mit einem freundlichen Lächeln vor und reichte mir die Hand. ,,Ich bin Annika, Sascha's Freundin.", sagte ich, während ich ihm meine Hand reichte. Als wir unsere Hände losließen, hatte Sascha Isabel abgesetzt und hielt ihre Hand, um Tom zu begrüßen. Nachdem sie sich begrüßt hatten, wandte sich Tom zu mir. ,,Ist Tanja denn auch hier?",fragte ich ihn. ,,Ne, sie hatte noch viel in der Firma zu tun. Bleibt ihr denn noch zum Essen?", fragte er uns. Ich schaute zu Sascha und er nickte. ,,Und was ist mit der Oper?", fragte ich. ,,Du hast 'einen wichtigen Termin'.", sagte er.

Wir saßen alle gemeinsam am Tisch und aßen. Während wir aßen unterhielten wir uns freudig, bis ein älterer Herr reinkam. ,,Ah, wir haben Besuch.", sagte er und begrüßte Sascha herzlich. Als sie fertig waren fragte er ,,Und wer bist du?" ,,Ich bin Annika Heinemann.... Ähm die Freundin von Sascha.", sagte ich mit einer immer leiser werdenden Stimme, denn er schaute mich nicht gerade erfreut an, sondern eher abwertend. Er nickte bloß. ,,Es gibt tolle Neuigkeiten.", sagte Sascha's Oma. ,,Sie ist schwanger! Wir werden wieder (Ur)Großeltern!", ich schaute sie nun unglaublich an. Er saß sich hin und schaute mich wieder an. Dann schaute er wieder Sascha an und fragte ,,Wie lange seit ihr denn nun zusammen?" ,,Ein und halb Jahre.", sagte Sascha ,,Und als was arbeitest du, Annika?", fragte er nun mich ,,Ähm,... ich arbeite nicht." ,,Was machst du denn sonst so?" Ich schaute kurz zu Sascha rüber und sagte dann ,,Ich...bin Schülerin." Er hatte angefangen zu essen, doch legte sein Besteck wieder zur Seite. Er schaute Sascha und mich abwechselnd an.

Forgotten loveWo Geschichten leben. Entdecke jetzt