*Kapitel 2*

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„Maám, Ihre Nichten...", mit diesen Worten stellte Jackson uns bei der Frau im Jadegrünen Kleid ab. Amanda hatte ein, mit Glitzersteinen besetztes Meerjungfrauenkleid an, ein verdammt teuer aussehendes Diamantcollier um Ihren dünnen Hals und mit Glitzersteinen besetzte, sieben-zentimeter-Absatz Sandaletten. Die Lady wusste was Ihr stand, sie brauchte keinen Mann an Ihrer Seite, dennoch hätte Ich gerne gewusst, mit wem wir es zu tun bekamen. Traf sie sich zu einem Rendezvous mit dem Präsidenten? Einem Berühmten Schauspieler? Wollte sie auf eine Gala gehen? Und was zum Teufel spielten wir hier für eine Rolle?

Und dann trat da dieser Mann in den Raum, direkt hinter dem Butler. Hochgewachsen, breite Schultern, zuerst dachte Ich er wäre Amandas heimlicher Verehrer, aber er trug sein, akkurat gebügeltes, weißes Leinenhemd hochgeknöpft, seine dunkelgrüne Krawatte, fest um seinen Hals gebunden und er hatte diese unnahbare und dominante Haltung, die nur so vor Stolz triefte und mir fast die Worte im Halse verstummen ließ: 

„James, schön das Du es einrichten konntest!", freute sich Tante Amanda und gab dem Mann zwei Küsschen auf die Wangen. Die beiden kannten sich offensichtlich schon lange, es lag keinerlei Anspannung zwischen den beiden und auch sonst schien Ihm Ihre Gegenwart nicht unrecht zu sein: „Wie geht es deinem Sohn?", wollte sie wissen, was dem Mann ein tiefes, aufrichtiges lachen entlockte: „Frag Ihn am besten selbst Amanda, Ich habe Ihn und Grayson als heutige Gesellschaft hinzugezogen, Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel", erklärte James und drehte sich nochmals zur Tür, durch die nun zwei, ebenfalls große junge Männer traten und uns schon von weitem seltsam angrinsten.

Der eine sah aus wie eine jüngere Version von James, was mich vermuten ließ, dass es sich bei Ihm um seinen Sohn handelte. Hellbraunes Haar, stechend grüne Augen und wow hatte der Muskeln. Ich schaffte es gerade so den Blick von Ihnen abzuwenden, als Amanda Jinger und mich genau vor diese und James platzierte: „Oh nein, keineswegs James. Du weißt ja das Ihr hier immer willkommen seid!", trällerte sie, während Ich meine Kleine Zwillingsschwester mit einem Seitenblick musterte und mir fieberhaft ein Lachen verkniff, als Ich den aufkommenden Sabber sah, den sie mühsam mit dem Kloß in Ihrem Hals herunterschluckte, beim Anblick des zweiten Jungen.

„Das ist James- meine Tante räusperte sich schmunzelnd- wir arbeiten zusammen und das sind Luces, sein Sohn und sein Freund Grayson. Meine Herren, dass sind meine beiden Nichten Mel und Jinger"

James reichte mir die Hand, als hätten wir ein Kartenspiel verloren und er wollte Aussagen; Gut gespielt, dabei war es nur eine simple Geste zur Begrüßung. Auch schüttelte Ich dem Blonden die Hand, Grey...Gar...Greyon, nein....Grayson! Aber der schien genau so wenig an mir interessiert zu sein, wie Ich an Ihm, deshalb heftete Ich mich direkt danach an James Sohn: „Luces, richtig?", stellte Ich sicher, er nickte und ergriff meine Ausgestreckte Hand: „Der bin Ich...Mel, ist das eine Abkürzung?"

„Ja, mein Name ist Melanie, aber nennt mich doch bitte Mel", auf meiner Hand breitete sich, von der Stelle an der seine Finger meine Haut berührten, ein angenehmes, warmes Kribbeln aus und es jagte mir einen Schauer über den Rücken, wie vertraut Ich mich schon jetzt fühlte. Seine Hand musste Ich viel zu lange geschüttelt haben, denn mittlerweile starrte selbst James uns beide schon schräg an und Amanda wies uns alle zu Tisch, woraufhin Ich Luces, fast schon panisch, abschüttelte und mich neben Ihm auf einen Stuhl fallen ließ.

Keiner wehrte sich, als duftende Teller mit Lahmkottelets und knusprigen Kartoffelspalten vor uns angerichtet wurden und Ich musste mich wirklich beherrschen, nicht wie eine wilde auf mein Essen loszugehen, da mich der Hunger nun schon seit einer Stunde im Griff zu haben schien. Während des Essens unterhielt Ich mich mit Luces. Es waren belanglose Gespräche, aber angenehm, sodass Ich alles um mich herum völlig ausblendete, um mich voll und ganz auf Luces zu konzentrieren. Wir redeten über vieles, so erfuhr Ich auch, dass die Jungs die gleiche Schule besuchten und gar nicht so weit weg von hier lebten.

Je länger Ich mich mit Ihm unterhielt, desto seltsamer empfand Ich das sofortige vertrauen, das Ich Ihm gegenüber empfand, gleich einer allgegenwärtigen Sympathie, die unerschütterbar zwischen uns beiden hing. Wir redeten nicht gezwungen, zumindest fühlte es sich nicht an, wie eines dieser unangenehmen Gespräche, die sich um das fantastische warme Wetter drehten und sich zu einem peinlichen Schweigen ausdehnten, weil keiner etwas hinzuzufügen hatte: 

„Schön das sich die Kinder so gut verstehen", hörte Ich James sagen, der sich in ein immer lauter werdendes Gespräch mit Amanda stürzte, bis diese vorschlug, dass wir auf unsere Zimmer gehen sollten, damit James und sie über geschäftliches reden könnten.

In Ordnung Tantchen, dann verziehen wir uns mal, verkniff Ich mir.

Zuerst dachte Ich, Jinnie und Grayson würden mit auf mein Zimmer kommen, unrecht wäre es mir nicht gewesen, aber als Ich mich umdrehte, war dort nur Luces. Und auch das war mir alles andere als unrecht.

Neues Leben (Band 1) *Überarbeitung abgebrochen*Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt