Melanie Woods.
Ich ließ mich locker auf das Bett fallen, das nun ja mein eigenes war und bedeutete Ihm, mit leichter Anspannung im gesamten Körper, dass er es sich ebenfalls bequem machen dürfe.
„Erzähl mir doch noch etwas über dich...", sein gerades Lächeln weckte die buntesten Schmetterlinge in meinem Bauch und hätte er nicht direkt und so nahe neben Mir gesessen, so hätte Ich vermutlich versucht sie heraus zu prügeln.
Aber da er immer noch da saß, konnte Ich mir das untypische Mädchen glucksen nicht verkneifen, errötete vor Scham und begann ablenkend Irgendetwas vor mich hin zu blubbern: „Was gibt es denn über mich zu erzählen, eigentlich nichts interessantes...Ich...bin 16 Jahre alt, jedenfalls bis in zwei Wochen...Ich...ähm...also Jinnie ist meine Zwillingsschwester, naja, eigentlich liegen eher Welten zwischen uns...wir sind grundverschieden...Wir kommen aus London, falls Ich dir das nicht schon erzählt habe und Ich jogge recht gerne, befürchte aber das Ich mich hier sofort verlaufen würde..." innerlich schlug Ich mir so fest gegen die Stirn, dass mein Gehirn hätte herausfallen sollen, aber Luces grinste mich noch immer ruhig an. Vielleicht hielt er mich für leicht eingeschränkt und nickte deshalb durchgehend. Natürlich war Ich nur etwas nervös; Neuanfang und dann gleich mit solchen Gefühlen und einem viel zu durchtrainierten Typen in meinem Zimmer...da konnte man ja nur nervös werden.
„Jetzt Du, über dich weiß Ich bis jetzt eigentlich noch gar nichts..."
Luces Mincer.
Ich starrte sie lange an, als hätte Ich Ihre simple Forderung nicht verstanden. In dem Moment dachte Ich sogar sie würde sie nochmal wiederholen, so dämlich wie Ich sie angrinste.
„Ich bin schon 18, seit einem halben Monat –erklärte Ich und stieß ein stockendes ÄHHHH aus, als mir nicht mehr sinnlose Informationen zu diesem Vorstellungsgespräch mit meiner Zukünftigen einfielen- Ich...Jogge auch gerne –fügte Ich hinzu, obwohl das mehr oder weniger gelogen war. Ich hasste joggen. Aber wenn sie es mochte, dann würde Ich es auch mögen, dachte Ich und grinste wieder dämlich vor mich hin- Naja, Ich bin noch uninteressanter als Du, Ich lebe schon mein ganzes Leben lang hier in Miami..."
Fenris meldete sich belustigt in meinen Gedanken: „Erzähl Ihr folgendes; So verrückt das jetzt auch klingen mag Mel. ICH.BIN.EIN.WERWOLF! Und Ich liebe Dich Melanie! Du bist meine Mate, meine Seelenverwandte und Ich würde dir am liebsten um den Hals fallen und dich küssen, weil Du nur mir gehörst! Und dann werden wir heiraten und Ich werde der nächste Alpha! Du hast die größte Ehre als Luna des Rudels, darfst Dich um die Welpen kümmern und um unsere fünf Kinder!"
Ich riss erschrocken die Augen auf und verkniff mir, die Hand, die Ich hochgerissen hatte, fest gegen meinen Kopf zu schmettern, um den Wolf aus meinen Gedanken zu verbannen und mich nicht vollends vor meiner Luna zu blamieren. Stattdessen kratzte Ich mich verlegen am Hinterkopf und betete, das sie nichts bemerkte, dass sie mich nicht als komisch empfand oder die Bewegung als ungewöhnlich-
„W-Wir...könnten ja mal zusammen laufen gehen...Du könntest mir die Gegend zeigen, also nur wenn Du das auch möchtest...", murmelte sie schüchtern. Fenris machte Freudensprünge, mein Herz machte Freudensprünge, ja sogar Ich sprang auf und starrte sie erstarrt an. Mist.
„Klar, wieso nicht...", meinte Ich cool, lehnte mich lässig an die Wand neben Ihrem Bett, so als wäre Ich gezielt aufgestanden. Ich musste mich wirklich zügeln. Würde Ich jetzt über sie herfallen, sie hätte kein Wort mehr mit mir gewechselt. Vielleicht würde sie schreien und um Hilfe rufen, aber Ich musste auch näher an sie herankommen, damit Ich mir Ihrer Zuneigung auch wirklich sicher wäre.
„wie wärs mit morgen?"
Sie Lächelte mich an, strahlte heller als der hellste Strahl der aufgehenden Sonne, gab mir das wohlige Gefühl Ihrer Wärme, ohne mich berühren zu müssen und ließ mich dennoch das Feuer spüren, das in Ihrem Inneren loderte. Sie war eine Kämpferin, das fühlte Ich mit jeder Faser meines Körpers. Abschätzend machte Ich einen Schritt auf sie zu, beugte mich langsam über sie und grinste, weil sie nicht einmal versuchte mich von sich zu stoßen. „...Morgen...nach der Schule? Ich könnte dich abholen, wenn Du das willst...". Eine Seelenverwandtschaft war das eine, aber das hier, das war etwas Besonderes. Sie akzeptierte es von Anfang an, ohne zu auch nur wissen was es bedeutete, was es MIR bedeutete. Sie würde nicht dagegen ankämpfen, dachte Ich und kam Ihr noch ein Stück näher. Natürlich wollte Ich meine Grenzschwelle bei Ihr austesten, aber so mir schien, würde sie mich nicht einmal stoppen wenn-
Meine Gedanken brachen ab, als meine Augen Ihre Lippen fixierten. Doch, sie würde mich wegdrücken, oder doch nicht?
Immerhin war sie doch für mich erschaffen worden, sie war meine Mate. Und sie fühlte das gleiche wie Ich, sonst hätte sie es anmerken müssen, oder sie würde mich von sich stoßen und schreien. Nein, sie wartete darauf und Wer wäre Ich schon, wenn ich wenn Ich die Chance, die sich mir hier so offensichtlich bot, nicht ergreifen würde.
Nur ganz vorsichtig, nahezu in Zeitlupe, lehnte Ich mich vor, bis Ihre Lippen die meinen, ganz sanft, streiften. Ich wollte Ihr eine Chance geben es zu stoppen, auch wenn Ich wusste, dass sie es nicht tun würde. Schließlich war sie meine Luna.
Doch genau nach diesem wundervollen Moment, in dem Ihre Lippen auf meinen lagen, in dem Ich mich zum ersten Mal seit so langem vollständig fühlte, hörte Ich die Stimme meines Vaters in meinen Gedanken, mit der Nachricht, dass Ich mich und Grayson zum Ausgang schaffen sollte, die Geschäfte mit Amanda seien abgeschlossen, zumindest vorerst und er brauchte jetzt die Zeit um über Ihr Angebot nachzudenken.
„Was ist los?", als Ich von Ihr abließ sprang sie auf. Wie süß.
„Ich muss gehen Mel..."
„Aber Du bist der glücklichste Wolf auf dem ganzen Planeten, wenn Du sie jetzt noch in den Arm nimmst..."
Ich brauchte einen Moment, bis Ich verstand, dass es nicht sie war, die das gesagt hatte. Manchmal könnte Ich den inneren Wolf wirklich erwürgen, für die Momente, die er mir ruinierte, indem er unausgesprochenes ansprach, Themenwechsel hinterfragte oder verdrängte Gedanken wieder auftaute.
„Dann also bis morgen?"
Sie sah mich an, fast schon schüchtern, als wäre sie nicht sicher, was diese letzten Minuten wirklich zu bedeuten hatten.
„Ja, bis morgen..."
Also beugte Ich mich nochmal zu Ihr herunter, zog sie an den Händen hoch und dann an meine Brust, um Ihr die Bedeutung nochmals klar zu machen und Ihr den Stand der Dinge, so wie es jetzt waren, nahezulegen...
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Neues Leben (Band 1) *Überarbeitung abgebrochen*
Manusia Serigalaleben und leben lassen, Ich brauchte niemanden mehr außer meiner Schwester. Wenn Ich den Polizist zitierte, war Ich das "abgebrühte Londoner Waisenkind", das nun bei seinen Großeltern aufwuchs. Ich war sechs Jahre alt gewesen, als meine Eltern tot...
