Völlig perplex, sich ständig drehend und die Hände schützend über den Kopf geschlagen stolperte Ich in die Küche, wo sich Jinger gerade Ihr Frühstücksbrot mit Butter und Marmelade bestrich, bevor sie mir einen Kaffee aufbrühte: „Alles in Ordnung bei dir?", fragte sie erschrocken, als sie mich antippte und Ich aufgeregt zurückzuckte: „Jaja, alles gut, brauch nur meinen Kaffee...", nuschelte Ich, um mich einen Augenaufschlag später auf einen der Barhocker in der Küche fallen zu lassen.
Ein Wunder das Amanda noch eine zweite Küche hatte, sie kochte schließlich gar nicht selbst...
„Wieso fragst Du?", wollte Ich wissen, doch als sie lachend mit ausgestrecktem, pink lackiertem Zeigefinger auf alles an mir deutete und Ich Ihrem Blick nachging, wusste Ich es: „Weil Du noch dein Nachthemd trägst!"
Ich rollte ausdrucksstark die Augen, scharf darüber nachdenkend, welcher lässige Konterspruch meine Misere auf gute weise ausbügeln könnte. Dann aber entschied Ich mich, nachdem Ich die Lippen schon zwei Daumen breit geöffnet hatte, die Klappe zu lieber wieder schließen, weil mir außer; Das ist gerade voll im Trend und Wollte nur prüfen ob es dir aufgefallen wäre, nichts Passendes in den Sinn kam.
„Schon gut...", machte Jinnie, stopfte sich genüsslich Ihr Brot zwischen die Zähne und winkte mir nochmals zu: „Ich glaube Ich hab meine Tasche oben vergessen, lass dir nicht zu lange Zeit..."
„Die Jungs müssten bald hier auftauchen...", gurgelte Ich Ihr noch nach, angestrengt versucht, mit, mit Kaffee gefülltem Mund zu sprechen ohne mich dabei ernsthaft an der Koffeinhaltigen, dunklen Flüssigkeit zu verbrühen und wie ein gieriger Labrador die Reste von Jingers Marmeladensandwich in meinen Hals zu pressen.
„Mss mch umzhn!", kreischte Ich dann panisch, als Ich das Auto im Fenster sah, das am Tor um Einlass bat, flog dabei förmlich die Treppen rauf, um dann mit einem so gewagten Hechtsprung im Begehbaren Kleiderschrank zu verschwinden, dass mich jeder Fußballnationaltorwart darum beneiden würde, hätte jemand die Aktion bemerkt.
Nach Luft ringend und hektisch hechelnd schlüpfte Ich in irgendwas, wusste beim Öffnen der Tür nicht einmal mit Sicherheit welche Farbe meine Jeans hatte...oder ob Ich sie überhaupt richtigherum trug, aber wenigstens schien es die Jungs nicht zu stören, denn Luces schloss mich sofort in die Arme, vergaß kaum die Begrüßung und drückte mir schon seine Lippen auf meine.
Das war es, was Ich immer haben wollte. Die meisten würden es wohl; LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK nennen, Ich nannte es: „Luces"
„Schön das Ihr hier seit..."
Er sah mich erstaunt an, für den Bruchteil einer Sekunde, dann küsste er mich wieder: „Ich hab doch gesagt Ich komme dich abholen", die Fassungslosigkeit die er gerade an den Tag legte, entlockte mir ein belustigtes Seufzten, bevor Ich seinen Besten Freund musterte, der hibbelig von einem Fuß auf den anderen tappte, uns aber noch immer nicht unterbrechen wollte: „Sie ist oben und sucht Ihre Tasche", flüsterte Ich Ihm zu, dann war er weg. Wow, schneller als der Road Runner aus Bugs Bunny.
„Bin Ich der einzige der sich das ansehen will?", raunte Luc, lehnte sich zu mir vor, bis zu meiner Wange, den Blick fest auf die Stufen gerichtet, die Grayson hochgerannt war, wie Ich keine zwei Minuten vor Ihm: „Nein, das bist Du definitiv nicht...", lachte Ich, nickte fröhlich und rannte Ihm dann halbwegs lautlos, aber alles andere als grazil hinterher.
„Hey, bleib hier stehen, dann können wir sie hören!", murmelte Luces, so leise, dass Ich es selbst fast nicht verstanden hatte. Aber, das da drinnen war meine Schwester, eine gnadenlose Romantikerin, vereint mit Grayson, der sie so vergötterte das er neben mir nicht einmal eine Sekunde ruhig stehen bleiben konnte, ohne Ausschau nach Ihr zu halten. Ich hatte seinen Blick beobachtet, die Sehnsucht in den Blass-Blauen Augen...Grayson sah Jinnie so nach, wie Luces mich ansah.
Dann hörte Ich einen verzweifelten Aufschrei, war von null auf hundertachtzig in einem Bruchteil meines Wimpernschlags. Es waren nur Luces unmenschliche Reflexe, die seine seelenruhige Hand schneller vorschnellen ließen als meinen zitternden Körper, die mich in diesem kurzen Augenblick davon abhielten dort reinzustürmen, nach meiner Schwester zu sehen, Grayson zu verprügeln und einen riesen Aufstand zu starten.
Ruhig zog er mich an seine Brust, streichelte mir durchs Haar, während seine Augen mir bedeuteten einen kühlen Kopf zu bewahren und weiter zu lauschen.
„Du hast mich erschreckt!", lachte sie im nächsten Augenblick.
Ich spürte den Tonnenschweren Stein, der von mir abfiel wie eine Kokosnuss von einer hohen Palme und ließ mich buchstäblich in seinen Armen fallen. Es war Ihr Lachen das mir bewies, dass es Ihr gutging, weil sie immer lachte wenn es Ihr gut ging.
Ich vernahm noch ein leise genuscheltes: „Tschuldigung", dann wurde es still.
Skeptisch sah Ich zum Mann meiner Träume auf, bedeutete Ihm mit Spionagemäßigen Handzeichen ein: Ich-Muss-Mir-Das-Jetzt-Ansehen, war mir aber mehr als sicher, dass er nicht verstanden hatte was die Zeichentrick und Anime Zeichen zu bedeuten hatten. Okay, Ich hatte eigentlich auch keine Ahnung was sie bedeuteten.
Vorsichtig, sogar ohne zu stolpern schielte Ich in den Raum, direkt auf meine Schwester, die eng an Grayson geschmiegt mit Ihm knutschte. Okay, das wollte Ich jetzt wirklich nicht gesehen haben!
Ein lautes quietschen verkneifend begann Ich wie wild mit dem Kopf zu zucken, damit mir Luces die Treppen runter folgen würde, jedoch erwies es sich als unglaublich unnötig und zudem als schwachsinnige Geste, die ungraziös seine Sicht auf mich beeinträchtigen könnte.
„Wir sollten sie rufen"
„Genaaauuuuu, damit wir nicht „zu spät" kommen!", er setzte Gänsefüßchen in die Luft, dann zuckte er, nach einem lässigen Blick auf seine goldene Armbanduhr, nochmal mit den Schultern und korrigierte: „Wir kommen wirklich zu spät wenn wir nicht bald abfahren..."
Dem setzte Ich nur noch ein lautes: „JIIIIIIIIINGEEEEER....GRAAAAAAYSOOOON....WIR MÜSSEN FAAAAAAHREEEEEN!", hinzu und war dabei fast schon enttäuscht als keine Vase zersprang und die beiden auch nicht Arm in Arm zu uns zurückkehrten. Das Schicksal war eben ein guter Gegner und meine Schwester ließ sich von keinem in die Karten sehen...
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Neues Leben (Band 1) *Überarbeitung abgebrochen*
Manusia Serigalaleben und leben lassen, Ich brauchte niemanden mehr außer meiner Schwester. Wenn Ich den Polizist zitierte, war Ich das "abgebrühte Londoner Waisenkind", das nun bei seinen Großeltern aufwuchs. Ich war sechs Jahre alt gewesen, als meine Eltern tot...
