Kapitel 3

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Luces Mincer.

Als die weiße Limousine durch das große Eingangstor fuhr und Ich Melanie nicht einmal mehr riechen konnte, wurde Fenris erneut unruhig, schrie in meinem Kopf herum. „Dreht um, Dreht sofort um!", als ginge es Ihm dabei um Leben und Tod. Er wollte zurück zu Ihr, genau wie Ich, aber ICH wusste wann es genug war und dass sie Zeit brauchte. Ohne Zeit um über alles nachzudenken würde sie merken, dass das Band zwischen uns unüberlegt und undurchdacht wäre, jedenfalls für einen normalen Menschen, wie sie einer war. Grayson rutschte indessen ebenfalls aufgewühlt auf seinem Sitz herum, konnte kaum still sitzen, das bemerkte sogar mein Vater.

Dad war der Grund wieso Ich mich so darauf konzentrierte eine Gleichgültigkeit vorzutäuschen. James war zwar mein Vater, aber vielmehr war er mein Alpha, noch. Er tat zwar so, als würde er sehnlichst auf den Tag warten an dem Ich meine geliebte Seelenverwandte fände, aber Ich wusste es um längen besser, kannte IHN besser. Er hatte meine Mutter gewaltsam unter Kontrolle gebracht und sie Ihm gefügig gemacht. Damals war sie nur eine kleine Omega gewesen, von Ihrem Rudel verstoßen. Dad war gerade aufgestiegen, Alpha geworden, nachdem Grandpa früh ums Leben kam, da trat Mom in sein Leben. Er war 18, sie konnte Ihn nicht als Ihren Seelenverwandten erkennen, war gerade einmal 16 Jahre alt und Ich bin mir sicher, selbst wenn, so hätte sie alles versucht um abzuhauen und dem unsichtbaren Band zu entkommen. Aber alles kam anders und mein Alpha tat alles für seinen Posten und den Respekt des Rudels.

Wenn Ich unachtsam wäre, hibbelig oder gar zu viel ausplauderte, dann wären Ihm alle Mittel recht, damit er sein Rudel nicht abtreten müsste, wie es das Rang-Generationsgesetz forderte. Ich hatte Melanie gefunden, meine Mate, die alte Generation musste der neuen Platz schaffen, Ihr das Rudel überlassen, oder wenigstens einen Teil davon. Viele Alphas hatten kein Problem damit, leiteten und halfen Ihren Kindern noch im Hintergrund weiter, aber einige andere...waren wie mein Dad.

„Grayson...willst Du deinem Alpha irgendetwas erzählen?", mein Vater musterte den aufgeregten zukünftigen Beta interessiert, dieser sah daraufhin hektisch umher, starrte erst einmal zu mir. Grayson war mein Bester Freund, ein Bruder für mich, aber ICH würde sein Alpha sein, nicht mein Vater. Er musste sich seinem Willen nur noch beugen, bis Ich mir bei Mel und unserem Bund sicher wäre.

„Ich glaube...Jinger ist meine Mate..." Er glotzte mich an, aus weit aufgerissenen, ruhelosen Augen, bevor er seine Aussage kurz darauf korrigierte: „Sie ist es, das weiß Ich"

Der Blick meines Vaters ruhte einen ewigen Moment fest auf Gray, hätte dieser Wolfsgestalt, dann würde er die Rute einziehen und die Ohren einklappen. Oder er hätte sich auf den Rücken geworfen, um seine Unterwürfigkeit gegenüber der Alphafamilie preiszugeben. Mein Alpha baute sich immer auf, ob als Mensch oder als Biest. Er strahlte seine Dominanz aus, machte sich groß, stellte den Rücken gerade und verschränkte die Arme Machtausstrahlend hinter seinem breiten Rücken. Als Wolf stellte er das Nackenfell auf, man sah Ihm an, wenn er unzufrieden war...und leider war das nicht selten.

Als seine Augen zu mir wanderten versuchte Ich unmerklich die Luft anzuhalten und mich ebenfalls großzumachen, ohne das er Wind davon bekam. Noch Alpha hin oder her, er machte mich nicht runter. Nicht jetzt, nicht nachdem Ich SIE gefunden hatte. Er schmunzelte kurz, als hätte er etwas in meinem Auftreten oder aus meinen Augen lesen können, dann widmete er seine ganze Aufmerksamkeit dem Smartphone, das er elegant aus seiner Jackettasche gezogen hatte, um darauf wie wild geworden herum zu tippen. 

Dieses Gespräch war für Ihn beendet...sollte mir Recht sein.



Neues Leben (Band 1) *Überarbeitung abgebrochen*Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt