"Komm, wir gehen. Lassen wir Morgan", flüsterte Em, nahm meine Hand und zog mich in Richtung Revier. Ich nickte nur geistesabwesend und wäre beinahe auf eine kleine Straße gelaufen, auf der ein Auto kam. "Stop Stop Stop. Schön hier bleiben", drängelte Spencer und nahm dann auch meine Hand, nachdem ich Emilys losgelassen hatte. Als er mich berührte, klammerte ich mich förmlich an seine Hand.
Als wir eintraten, sahen uns viele Polizisten schockiert an. Wahrscheinlich, weil wir wie Zivilisten gekleidet waren und man meine Dienstwaffe deutlich sah. "LEGEN SIE DIE WAFFE WEG", schrie schon der erste.
Genervt verdrehte ich die Augen, Emily fing auf Englisch ein nettes Gespräch an.
"Sind sie dann fertig mit dem Kindergarten oder wollen sie gleich hier im Revier auf eine FBI Agentin schießen?", hakte diese mit einem zuckersüßen Unterton nach, doch der Polizist gab sich nicht geschlagen. Er wollte es wahrhaftig mit Emily Prentiss aufnehmen. Höflicherweise machte er uns auf Englisch nieder, welches er wohl vor dreißig Jahren erlernt hatte und erst abstauben musste.
"Wenn sie mir die Waffe geben und aufhören, hier so dumm rumzustehen, erst Recht aufhören auf unschuldig zu tun und Englisch reden, können wir weiter diskutieren." Er kam mir bedrohlich nahe. Aus dem Augenwinkel sah ich Emily ihre Waffe aus der Sicherungs'kammer' nehmen und sie 'ausversehen' auf den Boden fallen lassen.
"Oh", sagte sie. "Da muss wohl einem Supervisory Special Agent die Dienstwaffe runtergefallen sein", fuhr sie fort und legte eine Pause ein, um ihre Waffe aufzugeben. "Tut mir sehr leid".
Nun gesellte sich auch Morgan zu uns und beobachtete das Geschehen. Auch sein Waffengürtel war deutlich sichtbar. Der Polizist grinste verschmitzt.
"Sie wollen mir jetzt sicher auch weiß machen, dass sie Supervisory Special Agent des FBI's sind. Aber diese Masche klappt bei mir nicht!"
Ich sah mich im Raum um. Am der Wand hing ein Gemälde, es ähnelte Hotch.
"Mögen sie Supervisory Special Agent, oder auch kurz 'SSA' Aaron Hotchner?", fragte ich auf Deutsch.
"Ahh, sie können es also doch. Und ja, ich finde ihn sehr gut. Sein Team, die BAU und die Arbeit die er leißtet... Geb". Übliche Masche. Unterbrechen. "Ich, ja. Die anderen 'Clowns', wie sie so schön denken, nicht. Ich werde dann mal meinen Vorgesetzten anrufen."
"Tun sie das. Ich würde gerne mit ihm reden!", fauchte der Polizist und mein Grinsen wurde breiter. Ohne zu zögern zog ich mein Handy aus der Tasche, wählte Hotch's Nummer und stellte auf 'mithören'.
Nach kurzer Zeit nahm er ab. Doch man konnte ihn kaum verstehen, man hörte nur Garcia rumbrüllen. Ich schrie kurz und es wurde still. "Danke, Client.", sagte Hotch und fuhr dann fort.
"Nochmal von vorne. SSA Aaron Hotchner, was kann ich für sie tun?", fragte er und man konnte das lächeln spürbar hören.
"Danke, Hotch. Ich musste nur so einer Witzfigur, die sich deutsche Polizei nennt, weiß machen, dass ich doch vom FBI bin und sie mein Vorgesetzter sind. Ach, und wenn wir schon dabei sind, Reid ist ohne Probleme angekommen."
Dem Polizisten war die Kinnlade runtergeklappt. "Ach und Sir?", fragte ich. "Ja?" "Sagen sie Garcia, wenn sie mich nächstes mal sprechen will, oder Morgan, kann sie auch gerne anrufen."
"Entschuldige Julie.. ich bin nur so nervös, es ist eine weitere.." sie verstummte. Aufgelegt.
"Sie sind also wirklich vom FBI?", staunte der Polizist. Alle nickten und holten die Auweise hervor, zeigten sie dem Polizisten und gingen an ihm vorbei. "Wer ist hier der Leiter?", rief Morgan. Ein sehr junger Mann kam angelaufen. "Das wäre wohl ich. Entschuldigen sie aber ich kann kein Englisch."
Ich nickte nur. "Kein Problem. Wir bräuchten einen seperaten Raum oder Schreibtisch, mit Tisch, Whiteboard und oder Pinnwand, wenn das möglich wäre."
"Aber natürlich, folgen sie mir"
Er führte uns in einen großen Raum und ließ uns alleine.
"Julie?" "Ja, Morgan?" "Hotch.. er sagte, du sollst wieder..". Mir entgleisten die Gesichtszüge. Deshalb.
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Wenn du weg bist
Fan-FictionJulie ist vor langer Zeit, in ihrer Kindheit, Zeuge geworden wie ihre Mutter kaltherzig ermordet wurde. Nun kommen die Erinnerungen langsam zurück.. Als sie ihren neuen Job annimmt und als Profilerin bei der BAU arbeitet, lernt sie Dr. Spencer Reid...
