Lucy Munkla eine junge Frau eilte mit schnellen Schritten und einem Kaffee in der linken Hand zu den Liften im Zauberministerium. Ihre hohen schwarzen Schuhe waren in der großen Halle des Ministeriums laut zu hören und einige drehten sich um als sie vorbeiging. Obwohl sie einen engen bis zu den Knie reichenden Rock anhatte, hatte sie ein schnelles Tempo drauf und es war ein Wunder, dass sie bei dem Blazer nicht anfing zu schwitzen. Ihr langes schwarz gewelltes Haar hob bei jedem Schritt vom Rücken ab und landete wieder nahezu perfekt. Ihre dunkelgrünen Augen waren auf ihr Ziel fixiert und sie schritt ohne sich ablenken zu lassen auf dieses zu.
Als sie bei den Liften ankam, stellte sie sich in einen und drückte den Knopf der sie in den 2. Stock beförderte. Lucy stand ruhig im Lift und ein Blick auf die Armbanduhr verriet ihr dass sie pünktlich sein würde. Sie stand alleine im Aufzug und kurz bevor dieser stehen blieb, sah sie in den kleinen Spiegel der an der Wand befestigt war. Sie kontrollierte ihr Make-up und war sehr zufrieden. Der Lippenstift hatte noch ein knallrotes Rot und auch die Wimperntusche war noch dort wo sie hingehörte. Der Lift kam mit einem Ruck zum Stillstand und eine Frauenstimme ertönte "Abteilung für magische Strafverfolgung" Lucy stieg aus und folgte einem langen Gang der zu den Büros der Auroren führte. Vor einem Büro blieb sie stehen und betrat es leise. An einem Schreibtisch saß ein Mann mit zersaustem Haar welches vor ein paar Jahren noch ein kräftiges Schwarz war, aber im Laufe der Zeit immer mehr verblasste und mittlerweile einen grau Schimmer hatte. Als Lucy den Raum betrat sah der Auror hoch und lächelte seiner Assistentin zu. Sie stellte den Kaffee auf seinem Platz ab.
"Danke Lucy, sehr freundlich von Ihnen." sagte der Auror.
"Kein Problem Boss." antworte die trotz der hohen Schuhen recht kleine Frau.
"Gibt es irgendetwas Neues Boss?"
"Wir haben eine neue Spur gefunden die uns zu Greyback führt, wir sind un aber nicht ganz sicher."
"Worauf warten wir dann noch? Dieser Mann hat so viele Menschen auf seinem Gewissen und verbreitet überall dort wo er hin geht Angst und Schrecken."
"Ich weiß, aber wir können das Risiko dass es eine Falle ist nicht eingehen." Lucy antworte nicht sondern blieb still und sah auf den Boden. Der Auror Fleamont stand auf und setzte sich neben seine Assistentin.
"Ist alles in Ordnung?" Fleamonts Stimme war leise und besorgt.
"Mir geht es gut." Ihre Stimme war leise.
"Sagen Sie mir jetzt was los ist?"
"Mein Vater wurde von Greyback ermordet und ich will einfach dass dieser Scheißkerl hinter Gitter gebracht wird." Lucys Stimme wurde laut und wütend.
"Schauen Sie mich an Lucy." Sagte Fleamont ruhig zu ihr. Lucy hob ihren Kopf und sah in die dunkelbraunen Augen ihres Chefs.
"Ich werde ihnen versprechen, dass wir diesen abscheulichen Menschen der viel zu viele Menschen auf den Gewissen hat hinter Gitter bringen werden und er dort bis zum Ende seiner Tage bleiben wird." die Stimme von Fleamont war ernst und Lucy musste lächeln. Doch bevor einer der beiden was sagen konnte wurde die Tür aufgerissen und ein Auror stand in der Türe.
"Fleamont, Lucy wir haben eine fixe Spur zu Greyback." Die beiden standen sofort auf und verließen den Raum und folgten dem anderen Auror in sein Büro, wo schon vier andere versammelt standen. Fleamont und Lucy gesellten sich zu den anderen und hörten sich an was der Auror Henrik zu sagen hatte.
"Wir haben gerade einen Anruf von Betti und Jonathan bekommen, die herumstreifen auf der Suche nach Hinweisen zu den Todessern und sie haben Greyback gesichtet und heimlich verfolgt. Er hat sie tief in den Wald geführt wo eine Hütte steht, in die er verschwand. Sie bewachen die Hütte und haben nach Verstärkung verlangt und ich würde sagen wir machen uns auf den Weg."
Die anderen stimmten zu und zusammen apparierten sie in den Wald ein paar Minuten weg von der Hütte. Die Auroren gingen voraus und Lucy tapste vorsichtig mit ihren hohen Schuhen ihnen hinterher. Sie kamen an der Hütte an die, die anderen gemeint hatten und Betti und Jonathan standen wie gesagt noch dort. Sie warteten einen Moment, aber als auch nach zehn Minuten keiner das Haus verließ, gingen Fleamont und Henrik vorsichtig vor und brachen die Türe auf, aber die Hütte war leer. Sie gingen langsam herum und sahen sich die verwüstete Hütte an. Es waren überall Kratzspuren und kaputte Sachen. Fleamont ging herum und sah sich das Sitzkissen an, was voll mit eingetrockneten Blut war, überall flogen die Fliegen herum und man hatte das Gefühl man befände sich in einem Schlachthaus. In einem Kasten befand sich viel Gewand, auf jeden klebte Blut. Fleamont wollte sich die Kleidungsstücke genauer ansehen, als er gerufen wurde.
"Hey Fleamont!" Es war Henrik, der sich auf der anderen Seite des Raumes befand. Fleamont ging zu ihm und bekam einen Schock als er die Wand sah, die von oben bis unten mit Pergament beklebt war. Auf diesen Pergamentblättern befanden sich an die 100 Namen und viele waren mit roter Farbe durchgestrichen worden.
"Was ist das?" fragte Henrik.
"Seine Liste mit den Menschen die er schon umgebracht hat und welche er noch umbringen möchte."
"Woher weißt du das?"
"Auf den Pergament da in der Mitte steht der Name Munkla. Lucys Vater wurde von Greyback vor gar nicht all zu langer Zeit ermordet und dieser Name ist durchgestrichen." Henrik nickte und zusammen sahen sie sich die Namen an die auf der Liste standen. Fleamont tat es innerlich weh zu sehen, wie viele Familien schon geliebte Personen durch diesen Werwolf verloren hatten und er dachte nach wie schrecklich es wäre wenn Greyback seine Frau Euphemia oder seinen Sohn James was antun würde. Er schwor sich die Beiden wenn er nachhause kommt in den Arm zu nehmen.
Fleamont wurde unterbrochen als Henrik ihn anstupste. Fleamont sah ihn an und sah das Henrik kreidebleich im Gesicht geworden war und sein Mund offen stand. Henriks Finger war auf eine Liste gerichtet und Fleamont sah sich die Liste genauer an. Zuerst erkannte er nichts aufregendes doch dann sah er was Henrik meinte. Auf der Liste war mit drei roten Kreisen der Name Lupin eingeringelt worden. Fleamont kannte Lyall Lupin von der Arbeit. Lyall arbeitete in der Abteilung "Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe" und hatte den Auroren schon bei vielen Problemen geholfen.
"Wir sollten Lyall auf jeden Fall warnen."sagte Fleamont und Henrik stimmte zu. Sie ließen alles so stehen wie es war und verließen die Hütte und kehrten ins Ministerium zurück. Fleamont ging sofort zum Büro von Lyall und betrat dieses.
"Lyall, dürfte ich kurz ein Wort mit dir sprechen?" fragte der Auror freundlich. Lyall nickte zu und Fleamont erzählte ihm die Situation.
"Oke. Danke für die Information." Lyall zwang sich zu einem Lächeln und Fleamont beugte ihn misstrauisch.
"Passt alles Lyall?"
"Ja. Alles in Ordnung. Warum?"
"Du machst einen ziemlich hektischen Eindruck."
"Nein. Alles in Ordnung."
"Wirklich? Weißt du was ich mich frage?"
"Nein, Fleamont verrate es mir."
"Ich frage mich warum dein Name auf der Liste steht, hattest du oder jemand deiner Familienmitglieder in der Vergangenheit mal ein Problem mit Greyback?"
Lyall kam ins schwitzen und das bemerkte auch Fleamont.
"Nein. Ich oder jemand anderes aus meiner Familie hatte nie Kontakt mit ihm."
"Lyall. Lüg' nicht sonder rede mit mir."
"Was soll ich mit dir besprechen? Was?! Greyback ist eine nur eine Arschloch das es sich zur Aufgabe gemacht hat anderen Familien das Leben schwer zu machen."
"Und den Anschein nach bist du oder jemand anderes deiner Familie als nächstes an der Reihe." Mit den Worten verließ der Auror das Büro und er hätte schwören können, dass er ein "Fuck." aus Lyalls Büro gehört hatte.
Als er wieder sein Büro betrat saß Lucy darin, die in ihre eigene Gedanken vertieft war.
"Lucy?" Sie sah auf.
"Gehen Sie nachhause. Sie sind völlig neben der Spur, genießen Sie lieber noch die letzten Sonnenstrahlen oder gehen Sie aus. Lassen Sie einfach den Tag noch gut ausklingen."
Lucy lächelte und stand auf.
"Danke Boss, bis Montag."
"Bis Montag Lucy."
Lucy verließ den Raum und man konnte hören wie sie den langen Flur entlang ging und erst als sie im den Aufzug stieg, war das Geräusch ihrer Schuhe verschwunden."
Fleamont setzte sich auf den Drehsessel hinter seinem Schreibtisch und trank seinen bereits kalten Kaffee und sah dabei das Foto von sich seiner Frau und seinem Sohn an, welches letzten Sommer am Strand aufgenommen wurde. Euphemia war eine kleine, zierliche Hexe mit hellbraun gelocktem Haar und dunkelblauen Augen. Neben ihr stand sein und Euphemias Sohn James. James hatte wie sein Vater schwarze zersauste Haare und dunkelbraune Augen. Neben James stand noch Fleamont. Alle drei lächelten in die Kamera und waren in diesem Moment einfach nur wunschlos glücklich gewesen. Es war ihr letzter Urlaub bevor James nach Hogwarts kam. Fleamont dachte an seine Zeit in Hogwarts zurück. Er war wie James ein stolzer Gryffindor gewesen und hatte im Quidditchteam gespielt. Er war auch ein Witzbold gewesen, hatte aber nicht all zu viele Streiche wie James ausgeheckt. Der Auror hatte ein großes lächeln im Gesicht und freute sich sehr als er seine Sachen zusammenpackte um nachhause zu gehen. Auf den Weg nachhause blieb Fleamont noch bei einem Chinesen stehen und holte Essen für die Familie.
Als er die Haustüre öffnete, rannte ihm ein lächelnder James entgegen, dessen Augen strahlten als er das Essen in der Hand seines Vaters sah. Fleamont zog sich die Jacke und die Schuhe aus und ging ins Wohnzimmer wo Euphemia gerade putzte.
"Hallo Liebling." begrüßte er sie und gab ihr einen Kuss, bevor er das Essen auf den Tisch stellte und noch Teller aus der Küche holte. Die dreiköpfige Familie setzte sich gemeinsam zum Essen auf den Tisch und James erzählte wieder von Hogwarts. Euphemia freute es, dass ihr Sohn so viel Begeisterung zeigte, wenn er von der Schule sprach.
"Was haben eigentlich deine Freunde zu Weihnachten gemacht?"
"Peter war Verwandte besuchen, Sirius weiß ich nicht, ich glaub er war nur zuhause und Remus war auch zuhause." Fleamont nickte.
"Zu welchen Familien gehören deine Freunde eigentlich oder besser gesagt wie heißen sie mit Nachnamen? Vielleicht kenne ich ja einen ihrer Elternteile von der Arbeit."
Peter Pettigrew, Sirius Black und Remus Lupin." Fleamonts Augen weiteten sich.
"Black und Lupin?"
"Ja." James sah seinen Vater verunsichert an. Fleamont kannte die Familie Black und er wusste, das sie eine Familie bestehend aus lauter dunklen Magiern war und er wusste von dem Erlebnis des heutigen Tages, das Familie Lupin irgendwas vor der Öffentlichkeit verheimlichte.
"Nadann. Bunt durchgemischte Charaktere.", meinte er, James lächelte und widmete sich wieder seinem Essen.
"Papa?"
"Ja, was gibt es James?"
"Kannst du im Sommer mit mir viel fliegen üben? ich möchte nämlich nächstes Jahr ins Quidditchteam."
Fleamonts Augen strahlten.
"Na auf jeden Fall können wir das machen." Das Fliegen war auch ein Talent und Hobby was Fleamont an seinen Sohn weitergegeben hatte. Nachdem die beiden ausgiebig über Quidditch diskutiert hatten, besprach Euphemia mit ihren Männern den Plan für die letzten paar Tage wo James noch da war, bevor er wieder nach Hogwarts musste. James und Fleamont nickten und hatten an dem Plan noch einmal ausgiebig Essen zu gehen, nichts anzuhängen. Nachdem Essen holte James ein paar Gesellschaftsspiele und die Familie saß noch lachend bis spät in die Nacht am Tisch und spielte Spiele.
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RandomRumtreiber/ Wolfstar Jeder kennt die Erzählungen der Rumtreiber. Die vier Freunde und ihre legendären Streiche. Aber niemand weiß was wirklich passiert ist oder wie die Rumtreiber zusammen gefunden haben. Diese Fan-Fiction erzählt die Gesch...