"James, du wirst fett." meinte Sirius mit einer ernsten Miene.
Remus der neben Sirius saß, musste sich das Lachen verkneifen und Peter verschluckte sich an einem Schluck Kürbissaft. James legte den Toast, den er in der Hand hielt auf seinen Teller und schob seine Schale die mit Frühstück belagert war zur Seite. Dann lehnte er sich nach vorne bis er Sirius der gegenüber von ihm saß in die Augen sehen konnte. Sie sahen sich eine Minute lang ernst an.
"Oke." sagte James locker, setzte sich wieder normal hin und schob sich seinen Teller wieder vor die Brust und fing an sein Frühstück zu verschlingen.
"Remuuuuuuuus. James ist schon wieder doof." schrie Sirius laut und setzte einen gekränkten Blick auf.
Remus hielt es nicht mehr aus und prustete laut los. Er lachte solange bis die Farbe seines Gesichtes der einer Tomate ähnelte und es sah aus als wäre kurz vorm ersticken. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und als er sich wieder beruhigt hatte, stütze er sein Gesicht auf seiner rechten Hand ab, verdeckte dabei seinen Mund damit er nicht wieder loslachte und sah Sirius mit seinen grünen Augen an.
"Blöööööödddd." sagte Remus zu Sirius gewandt und Peter fing an zu kichern.
"Weißt du was Remus. Ich hab dich ja lieb, aber sollte ich je mit dir zusammen sein. Ich würde wieder mit dir Schluss machen." sagte Sirius mit einer ernsten Stimme, bekam aber sein Grinsen nicht aus dem Gesicht.
"Aber Sirius, ich dachte du liebst mich!" rief Remus mit einer weinenden Stimme und fing dann an zu kichern.
"Remi, Siri, ihr benimmt euch wie ein altes Ehepaar." sagte James mit vollen Mund.
"Was weißt du schon James. Vielleicht sind Remus und ich schon seit vielen Jahren zusammen und du weißt es einfach nur nicht." antwortete Sirius und legte dabei seinen Arm um Remus Schulter.
"Ja Siri bestimmt. Dann sage deinem Partner aber auch, dass du Marlene toll findest." sagte Peter.
"Sirius. Was? D-du betrügst mich?!"
"Nein Remi, Liebster das würde ich nie machen!"
Im nächsten Moment war es still und dann fingen alle laut zu lachen an. Bis zum Ende des Frühstückes waren sie still nur hin und wieder, fing einer an zu grinsen oder ein wenig zu lachen.
Nach dem Frühstück, holten sie sich ihre Koffer und gingen gemeinsam mit den Schülern, die über Weihnachten nachhause fuhren zum Bahnhof. Sie fanden einen leeren Abteil und setzten sich rein. Während der Fahrt spielten sie Karten oder aßen Süßigkeiten.
Remus, der am Fenster saß, schaute raus und sah wie die Winterlandschaft an ihnen vorbeiraste. Der Schnee glitzerte in der Sonne und ließ die Natur noch schöner erscheinen. Hin und wieder stand ein Reh am Rand des Walds und fraß die Rinde von den Bäumen oder ein Schneehase, hoppelte durch das Unberührte Stück Natur.
Remus vernahm eine Hand auf seiner Schulter und als er sich umdrehte sah er Sirius in die Augen, der ihm ein Stück Schokolade hinhielt. Remus schenkte ihm ein Lächeln und aß das Stück Schokolade, während er James und Peter dabei beobachtete wie sie ein Kartenspiel spielten.
Die Sonne verschwand langsam hinterm Horizont, als der Zug in London zum Stillstand kam. Die Jungs nahmen sich ihre Koffer und traten hinaus auf den Bahnsteig, wo sich unzählige Eltern befanden, die ihre Kinder in Empfang nahmen.
"Nadann. Bis nach Weihnachten" sagte James zu den anderen drei gewandt und drückte jeden nochmal, bevor er und Peter in der Menge verschwanden.
Remus und Sirius standen da und Remus sah seine Mutter die in der Menge nach ihm Ausschau hielt.
"Ich wünsche dir schöne Weihnachten Remi." sagte Sirius.
Remus drehte sich zu seinem Freund um.
"Ich dir auch Sirius." sagte er und umarmte ihn.
"Pass auf dich auf Remus." flüsterte Sirius in die Umarmung hinein und als er Remus losließ, drehte dieser sich um und ging zu seinen Eltern.
Sirius rollte seinen Koffer Richtung Absperrung und erblickte dort seine Mutter eine große, dünne, blasse Frau mit langen schwarzen Haaren, einem emotionslosen Blick, dunklen Augen und einem schwarzen Kleid.
Neben ihr stand ein Junge, der 1 1/2 Jahre jünger als Sirius war, ebenfalls schwarze Haare hatte und graue Augen, er jedoch hatte ein Lächeln auf seinem Gesicht und rannte los als er Sirius sah um seinen großen Bruder zu umarmen.
Als Sirius Bruder Regulus ihn wieder losließ, sah Sirius seine Mutter an und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, als sie sah dass Sirius einen Gryffindor Schal trug.
Sie drehte sich um und verließ den Bahnhof mit ihren Söhnen. Sie apparierten nachhause und als sie am Grimmauldplatz 12 ankamen, betraten sie still das Haus. Sirius zog sich im Korridor seine Schuhe aus und ging langsam, rauf in sein Zimmer. Das Haus war innen in den Farben schwarz, grau und grün gehalten, da die gesamte Familie Black dem Hause Slytherin angehörten. Sirius ist der Erste, der in ein anderes Haus kam.
Er ging die Stockwerke nach oben, bis er vor seinen Zimmer stand, welches er betrat.
Sein Zimmer war klein und viereckig. In der Mitte stand ein großes Doppelbett, mit grüner Bettwäsche. Rundherum standen viele Regale, die gefüllt waren mit Büchern, Bildern, Spielzeugen, Sammelstücken und selbstgemachten Werkstücken. In einer Zimmerecke stand eine Gitarre. Sirius hat musikalisches Talent in die Wiege gelegt bekommen und spielte auch viel auf dem Instrument. Auf der anderen Seite des Raumes stand ein Schreibtisch an die Wand gedrückt vor dem Fenster und gegenüber von seinem Bett befand sich ein Ofen, der das Zimmer warm hielt. Sein Zimmer war wie der Rest des Haues in den Farben grün, grau und schwarz gehalten.
Als Sirius in seinem Zimmer stand, fing er an sich unwohl zu fühlen. Die Farben passten nicht mehr. Er nahm seinen Schal ab und hängte ihn über sein Bett um ein bisschen Farbe in sein lebloses Zimmer zu bringen. Er legte seinen Koffer auf seinem Bett ab und räumte sein Gewand in seinen Schrank, der zwischen den Regalen, neben seiner Türe stand. Er nahm ein paar Fotos von seinen Freunden raus, die er im Laufe des Jahres gemacht hatte und hängte diese bei seinem Schreibtisch auf. Auf den Schreibtisch legte er auch seine Schulbücher und unter den Schreibtisch fand sein Koffer Platz.
Als er mit dem Einräumen fertig war, wurde er von seiner Mutter zum Abendessen gerufen. Er verließ sein Zimmer und betrat den Esssaal des Haues. Sirius nahm an der gedeckten Tafel gegenüber von seinem Bruder Platz. Am oberen Ende des Tisches saß Sirius Vater Orion Black und neben ihn saß Sirius Mutter Walburga. Der Hauself Kreacher brachte das Abendmahl und die Familie aß still, bis Orion das Wort ergriff.
"Erzähle mal Sirius, stimmt es dass du nach Gryffindort gekommen bist." seine Stimme war kühl und Sirius jagte es eiskalt den Rücken runter. Er nickte, wagte es aber nicht seinen Vater in die funkelnden Augen zu sehen.
"Dir ist klar, dass du Schande über die Familie bringst. In Gryffindor landen all diejenigen die es nicht wert sind nach Slytherin zu kommen. Alle schwachen Menschen sind dort"
"NIMM DAS ZURÜCK!" schrie Sirius und sah dabei seinen Vater in die Augen. Sein Vater konnte ihn runtermachen so viel er wollte, aber niemand durfte etwas gegen seine Freunde sagen.
Orions Augen funkelnden und er schrie zurück.
"Du wirst dich jetzt gefälligst entschuldigen Sohn, oder wir kriegen ein großes Problem!"
"NEIN! SCHREI MICH AN UND MACHE MICH RUNTER, ES IST MIR EGAL ABER SAGE NICHTS GEGEN MEINE FREUNDE!" Sirius war noch nie in seinem Leben so wütend gewesen und seine grauen Augen funkelnden, während er seinen Vater ansah. Sein Vater sah ihn so an, als würde er ihm gleich den Kopf abreißen.
"In Slytherin sind alle grausamen Menschen und ich bin sehr froh, dass ich kein Slytherin bin." sagte Sirius mit lauter Stimme zu seinem Vater.
Orion verlor die Kontrolle stand auf und schlug Sirius von seinem Sessel hinunter und als der Junge am Boden lag, zerrte er ihn an den Haaren wieder hoch und schliff ihn aus dem Zimmer raus und drückte ihn gegen die Wand. Sirius Wange war knallrot und schmerzte, er nahm es jedoch nicht wahr, da der Schmerz an seinem Kopf noch größer war.
"Du bist ein Schandfleck für die Familie."
"Ich hasse euch eh alle." sagte Sirius leise und schloss die Augen weil er wusste was als nächstes kam. Kurz nachdem er die Augen geschlossen hatte, spürte er wieder die Hand seines Vaters, die ihm ins Gesicht schlug, jedoch nicht einmal sondern achtmal. Sirius versuchte an was anderes zu denken um sich von der Prügel abzulenken. Doch er schaffte es nicht da der nächste Schlag seine Nase traf und diese schmerzte wie noch nie. Als sein Vater ihn verprügelt hatte, zerrte er ihn nach draußen in den Garten.
"Du schläfst heute hier." waren Orions letzten Worte.
Sirius wusste er könnte nicht fliehen da der Garten in einen Zauber gehüllt war, der das Betreten und das Verlassen des Gartes unmöglich machte. Sirius kniete am Boden und sah runter in den Schnee der sich von Sekunde zu Sekunde roter färbte, da Sirius Nase gebrochen war und seine Lippe aufgeplatzt war durch einen Schlag. Er hatte blaue Flecken im gesamten Gesicht und ein blaues Auge, welches so angeschwollen war, dass Sirius es nicht öffnen konnte. Er versuchte aufzustehen, schaffte es aber nicht er. Er kniete im Schnee und der Himmel war pechschwarz und die Luft war ein paar Grad über dem Gefrierpunkt. Sirius nahm sich Schnee und versuchte damit seine Verletzungen zu kühlen. Von Sekunde zu Sekunde fror er mehr und zitterte. Er fing an zu Weinen, da er nicht wusste was er machen sollte und ihm seine Freunde fehlten. Er flog um und lag im Schnee, wo er sich ausheulte. Als er wieder ruhig war, legte er sich auf den Rücken und sah nach oben in den Himmel. Der Himmel war war übersät von Sternen, sie gaben Sirius als einziges Licht und Hoffnung. Während Sirius im Schnee lag und die Sterne beobachtete, fiel ihm ein Zitat ein, was er vor langer Zeit mal gelesen hatte, jedoch der Verfasser nicht genannt wurde.
"Und wenn die Realität dir den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn das Wissen, in dem du schwimmst, dich nach unten in die Tiefe zieht und dir den Atem raubt, wenn der Himmel über dir anfängt einzustürzen, dann nimm deine Hoffnung bei der Hand und laufe mit ihr bis zu den Sternen ..."
"Bis zu den Sternen."
Diesen Satz murmelte Sirius in seinem Kopf, bis seine Augen immer schwerer und schwerer wurden. Sein Körper wurde von Sekunde zu Sekunde kälter. Seine Lippen waren blau geworden und er konnte kaum noch seine Hände bewegen.
Als er im Schnee lag und die Himmelskörper beobachtet, konnte er immer mehr erkennen. Er sah Sternbilder, er sah die Milchstraße in ihrer Pracht. Sirius versuchte die Sternbilder zu erkennen die am Himmel sind, er konnte jedoch nur "Sirius den Hundsstern" erkennen. Sirius wusste alles über den Stern, weil er nach ihm benannt wurde. Wie auch der Rest der Familie wurde Sirius nach einem Stern benannt.
Die Temperaturen sanken und der 11-jährige Junge lag weiterhin in den gefährlichen Schneekristallen. Sirius konnte die Augen nicht länger offen halten und deshalb schlossen sie sich langsam. Gerade als Sirius dachte alles ist aus, spürte er eine Decke die über seinen Körper gelegt wurde und ein Körper der sich über seinen beugt.
"Keine Angst großer Bruder, ich hol dich hier raus." flüsterte Regulus in Sirius Ohr. Sirius öffnete die Augen und sah in die grauen Augen seines Bruders.
"Geh wieder rein Reg. Wenn Vater sieht dass du mir hilfst, wird dir das Gleiche passieren." flüsterte Sirius zurück.
"Und wenn ich dich jetzt hier liegen lasse, wirst du sterben und du bist die einzige Person die das Leben hier angenehmer macht."
Sirius sah den noch 9-jährigen in die Augen und hätte ihn am Liebsten in die Arme genommen. Seine Arme waren jedoch zu schwach und er hatte keine Kraft mehr.
Regulus half Sirius hoch und stützte ihn als sie zusammen zurück ins Haus gingen. Regulus half Sirius in sein Zimmer und schaute das Sirius im Bett lag und genug Decken hatte. Der Ofen war aufgedreht und Regulus kuschelte sich zu Sirius ins Bett und schlief an der Seite seines Bruders ein.
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Kannst du die Sterne zählen?
AléatoireRumtreiber/ Wolfstar Jeder kennt die Erzählungen der Rumtreiber. Die vier Freunde und ihre legendären Streiche. Aber niemand weiß was wirklich passiert ist oder wie die Rumtreiber zusammen gefunden haben. Diese Fan-Fiction erzählt die Gesch...