Als die beiden Jungs den Schlafsaal betraten, sahen Peter und James ihre Freunde fragend an. Sirius bemerkte, wie Remus sich hinter ihn stellte.
„Alles in Ordnung, Jungs. Remus hat nur ein wenig frische Luft gebraucht." Sirius lächelte seine anderen zwei Freunde an, bevor er Remus zuzwinkerte und sich auf sein Bett legte.
James schien verwirrt, er beschloss aber nicht nachzufragen.
Remus setzt sich auf sein Bett und fing an sein Schlafgewand zu suchen.
„Hey Rem, wir haben dir von unserem Meisterstreich noch nichts erzählt." James Gesicht schien vor Freude zu leuchten.
„Ja, klar. Erzählt mal." Remus drehte seinen Körper zu James und schenkte ihm seine volle Aufmerksamkeit.
„Alsoo..." James Stimme war laut und er schien sehr aufgeregt zu sein.
„Wir haben überlegt einen Zaubertrank in die Getränke zu schütten, der einem Haare am gesamten Körper wachsen lässt."
„Und wie wollen wir das anstellen?" unterbrach Remus ihn.
„Wir haben uns überlegt, dass Sirius den Zaubertrank braut, weil er in Zaubertränke am besten von uns ist."
„Leuchtet mir ein und wie wollen wir die Zutaten bekommen?"
„Im Unterricht. Irgendwer muss Professor Slughorn ablenken, während der Rest in seine Vorratskammer schleicht und die Zutaten holt."
„Wow. Ihr wollt einen Lehrer bestehlen."
„Ach Remi, jetzt sei nicht so." Diesmal war es Sirius, der etwas sagte. Remus sah kurz zu Sirius hinüber, bevor er sich wieder James zuwandte.
„Ich verstehe den Plan, aber was ich noch nicht weiß ist, wie zum Teufel wollte ihr den Trank in die Getränke bekommen?"
„Tja Remus, was soll ich sagen. Das wird der schwierige Teil. Wir müssen vermutlich mit den Hauselfen reden und diese überzeugen uns zu unterstützen."
„Ihr, Hauselfen, was?" Remus war sichtlich verwirrt und sah seine Freunde der Reihe nach an.
„Jetzt bin ich ausgestiegen." James lächelte.
„Ganz leicht mein Freund." Remus sah James an und war noch verwirrter als den Moment davor.
„Ich habe heute zufällig ein Gespräch zwischen zwei Schülern mitgekriegt. Diese haben davon geredet, wie man in die Küche kommt, wo die Hauselfen arbeiten."
„Ich höre." Remus war neugierig und wollte eines der Geheimnisse der Schule erfahren.
„Du musst die Birne kitzeln." Antwortete James kurz.
„Was zum...Du verarschst mich James Potter."
„Nein Remus, ehrlich. Du kennst das Gemälde im Kerker, mit der Obstschale."
„Ja."
„Da ist auch eine Birne in dieser Obstschale."
„Genau."
„Wenn du die kitzelst, öffnet sich ein Geheimgang und du kannst in die Küche."
„Ach du heilige Scheiße." James lachte seinen Freund an.
„Ja, das habe ich mir auch gedacht."
„Wart ihr schon in der Küche?" Remus wurde immer neugieriger und wollte alles über die Küche erfahren.
„Nein, waren wir noch nicht. Wir wollten dich dabei haben, wenn wir das erste Mal dorthin gehen." Diesmal war es Peter, der etwas sagte.
Remus stand der Mund offen.
„Ihr seid nicht dort gewesen, weil ihr mit mir zusammen gehen wollt. Ich kenne euch, wenn ihr etwas Neues findet, müsst ihr das doch gleich erkunden."
„Was sollen wir sagen. Es war nicht leicht, aber wir wollten dich dabei haben."
Remus lächelte seine Freunde an und ein warmes Gefühl breitete sich in seinem Körper aus.
„Heute Abend."
„WAAASS?!" die Atmosphäre wurde zerstört.
„Ihr seid verrückt. Ihr alle drei."
„Naja, ich wollte mich eigentlich nicht in der Nacht in die Küche schleichen." Flüsterte Peter.
„Ach kommt schon, wo bleibt denn der Spaß? Am Tag kann jeder gehen, das macht ja keinen Spaß. In der Nacht macht es viel mehr Spaß." Sirius stand auf seinem Bett und versuchte seine zwei Freunde zu motivieren. Remus sah ihn an.
„Ist ja gut. Ich komme mit." Antwortete Remus, leicht genervt.
„JUHUUU!" James sprang auf und umarmte Remus. Remus biss auf seine Zunge, als James seine Seite zu fest drückte. Als James, Remus losließ, schenkte der Werwolf ihm ein schmerzvolles Lächeln.
„Bereit Jungs? Ich würde sagen wir gehen." James und Sirius standen auf und gingen leise zur Tür. Remus und Peter sahen sich kurz an, bevor Remus Schultern zuckend aufstand und seine zwei Freunde begleitete.
Peter wollte nicht alleine im Schlafsaal bleiben und es dauerte nicht lange, bevor vier Erstklässler durch die dunklen Gänge der Schule schlichen. Die einzige Lichtquelle, war das Licht aus den Zauberstäben der Freunde. Langsam Schritt für Schritt gingen sie Richtung Kerker. Bei jeder Ecke blieben sie stehen und schauten ob einer der Lehrer oder Mr. Filch um die Ecke kamen.
Peter hatte sich in die Mitte gequetscht, weil er nicht hinten oder vorne sein wollte. Peter schien sichtlich Angst zu haben. Sirius und James hatten beide ein Grinsen auf ihrem Gesicht und es schien sie nicht zu interessieren, ob sie erwischt wurden oder nicht.
Remus fühlte sich neutral. Er hatte keine Angst mehr vor der Dunkelheit oder vor sonst etwas. Er wusste, dass er das schrecklichste Monster war, welches gerade durch die Gänge schlich.
Schnell huschten sie die Steintreppen hinunter und waren dann im Kerker. Sie flitzten durch die Gänge und blieben erst stehen, als sie vor dem Portrait mit der Obstschüssel waren.
Die vier Freunde sahen sich an und Sirius ging einen Schritt nach vorne und strich mit seinem Finger über die gelbe Birne.
Zuerst geschah nichts und er fragte sich, ob sie etwas falsch gemacht hatten. Dann aber, erschien eine Tür in der steinernen Wand und Sirius öffnete sie langsam.
Sie gingen durch die Tür und standen tatsächlich in einer großen Küche. Dort arbeiteten viele kleine Hauselfen und richteten alles fürs Frühstück her.
Als sie die vier Jungs erblickten lächelten sie. Sie waren es gewohnt, dass dauern Schüler kamen und etwas zum Essen wollten.
„Was können wir euch bringen." Ein kleiner Hauself mit großen hellbraunen Augen, blieb vor den Jungs stehen und lächelte sie an.
„Wollt ihr uns bei etwas helfen." James' Stimme war sanft.
Der Hauself blickte ihn neugierig an.
„Wir wollen der Schule einen Streich spielen und müssten dafür einen Zaubertrank in die Getränke schütten."
Das Gesicht von dem kleinen Hauself fing an zu leuchten.
„Ein Streich?" fragte die hohe Stimme. „Das wird bestimmt lustig. Was können wir tun um euch zu helfen."
Die Jungs waren erstaunt, wie positiv die Hauselfen ihre Idee aufnahmen.
„Wir werden einen Zaubertrank brauen und werden ihn euch bringen. Könnt ihr ihn dann in die Getränke schütten?" Sirius hatte den Plan kurz und knapp erklärt und die Hauselfen stimmten zu. Sie besprachen noch einiges mit den Hauselfen und wurden durch die Küche geführt.
Als sie dort vorbeikamen, wo alles mit Schokolade hergerichtet wurde, blieb Remus abrupt stehen und konnte seinen Blick nicht von der Schokolade abwenden. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen und seine Augen funkelten.
Sirius beobachtet dies und ihm kam das Bild eines Raubtieres in den Kopf, dass gleich seine Beute angreifen würde.
„Möchte der Herr ein Stück von dem Schokoladenkuchen?" Der Hauself, der die Schüler herumführte ging zu Remus.
„Was? Nein. Ihr müsst nicht wegen mir den Kuchen anschneiden."
„Es ist uns eine Freude." Antwortete der Elf lächelnd und schnipste einmal mit seinen Finger. Ein Stück schnitt sich vom Kuchen ab und landete auf einer Serviette. Das Stück Kuchen flog Remus direkt in die Hände und mit einem Lächeln, bedankte er sich und biss ein großes Stück vom Kuchen ab. Der Kuchen schmeckte hervorragend. Es war ein reiner Schokoladenkuchen und Remus fühlte sich wie im siebten Himmel, als er den Kuchen langsam Stück für Stück aß.
Nach der Küchenführung bedankten sich die Jungs und verließen zusammen die Küche. Peter sah Remus' Stück Kuchen an und er wurde eifersüchtig, weil er kein Stück hatte.
Leise gingen die Freunde im Dunklen wieder die Treppen hinauf Richtung Gemeinschaftsraum.
Als sie in einen der Korridore um die Ecke gingen, standen sie Mrs. Norris gegenüber. Die Katze funkelte sie böse an und fing an zu maunzen.
„Fuck." Murmelte Sirius und sie drehten um, um der Katze zu entkommen. Als sie Mr. Filchs Stimme hörten, fingen sie an zu rennen und bei einer der Abzweigungen trennten sich die vier.
Während James und Peter im vierten Stock ein Versteck suchten, rannten Sirius und Remus die Treppen hinauf und landeten im fünften Stock. Sie hörten die Stimme von Mr. Filch direkt hinter ihnen und sie sahen sich verzweifelt um. Remus erblickte die Statue von Gregor dem Kriecher und die beiden Jungs versuchten sich hinter sie zu zwängen.
Sirius kam bei einer der Steine vom Sockel an und plötzlich fielen die beiden nach hinten und landeten hart am Rücken.
Remus und Sirius setzten sich langsam auf und befanden sich in einem Gang wieder.
„Wo sind wir hier?" flüsterte Remus.
„Ich weiß es nicht Remi." Sirius dachte nach, sie sind hier gelandet, als er diesen einen Stein berührte.
„Ich glaube wir haben einen Geheimgang gefunden." Flüsterte Sirius und erklärte Remus was passiert war. Sie blieben eine Weile auf dem harten Boden sitzen.
„Was glaubst du Remi? Wo führt dieser Gang hin?" Remus blickte den dunklen Gang hinab.
„Ich weiß es nicht Sirius, aber ich glaube wir sollten es nicht ausprobieren."
„Ach komm schon." Sirius sprang auf und streckte Remus seine Hände entgegen. „Wir werden jetzt ein kleines Abenteuer erleben."
Remus seufzte einmal und griff nach Sirius' Händen. Dieser zog ihn hoch und zusammen gingen sie den Gang entlang.
Sie konnten kein Ende erkennen und gingen langsam den Gang weiter. Es dauerte Ewigkeiten, bevor sie ein Ende erkennen konnten.
Sie sahen sich an und kamen dem Ende immer näher. Am Ende des Ganges war eine große Holzfalltür. Sirius drückte sie auf und kletterte hinaus, Remus folgte ihm. Die beiden staunten nicht schlecht, als sie sich am Schulgelände im Gemüsebeet befanden.
„Mir ist nicht aufgefallen, dass wir abwärts gehen. Dir Remus?"
„Remus?"
Sirius sah sich um, Remus stand ein paar Meter von ihm entfernt und betrachtete den Mond. Der Mond nahm ab und würde im Laufe der Tage immer kleiner werden.
Sirius stellte sich neben seinen Freund und griff ihm auf die Schulter.
„Remus?" Remus zwinkerte ein paar Mal, bevor er Sirius ansah. Als die grauen Augen auf die grünen trafen, konnte Sirius eine Mischung aus Angst und Hass in ihnen ablesen.
„Komm wir gehen wieder zurück, was haltest du davon?" Sirius Stimme war nichts weiter als ein Flüstern. Remus sah noch einmal zum Mond, bevor er Sirius zustimmte und die beiden Jungs wieder in den Geheimgang kletterten und diesen zurück ins Schloss gingen.
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RandomRumtreiber/ Wolfstar Jeder kennt die Erzählungen der Rumtreiber. Die vier Freunde und ihre legendären Streiche. Aber niemand weiß was wirklich passiert ist oder wie die Rumtreiber zusammen gefunden haben. Diese Fan-Fiction erzählt die Gesch...