47.Kapitel

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Wieder im Krankenhaus erfuhr ich, das Kakashi in der Zeit, in der ich bei Tsunade gewesen war, nach Hause gegangen war. Ich verließ das Haus also wieder und machte mich auf den Weg nach Hause. Als ich die Tür auf Schloss rief ich zuerst: "Bin wieder da!" Worauf ich "Hallo!" zur Antwort bekam. Ich zog sie Schuhe aus, schloss die Tür und ging ins Wohnzimmer. Da saß Kakashi auf dem Sofa und las. Er hatte mit seinen langen Beinen dad ganze Sofa besetzt. Ich setzte mich einfach auf seine Schoß, streckte meine Beine ebenfalls aus und lehnte mich nach hinten an seine Brust. "Was hat sie gesagt?" Fragte er. "Sobald sie Hokage ist wird sie mich zum Jo-Nin ernennen." Antwortete ich. "Das ist großartig. Dann bekommst du vielleicht ein eigenes Team in 4 Monaten, wenn die Ge-Nin Prüfungen sind." Ich schaute mit ins Buch. Ich kannte es bereits, deshalb las ich nicht lange mit und lies dann meinen Blick durch die Wohnung schweifen. "Hast du eigentlich schon mal darüber nachgedacht, wo eventuelle zukünftige Kinder schlafen könnten? Ich meine, die Wohnung reicht für zwei Leute locker, aber mit Kind..." meinte ich plötzlich und er ließ das buch sinken. "Wenn du ein Kind bekommen solltest ziehen wir vor der geburt in ein großes Haus um. Genug Geld haben wir, schließlich gibt keiner von uns sehr viel Geld für etwas aus, was man nicht zum Leben braucht. Vielleicht abgesehen von unseren ganzen Büchern und deinem zeichnen. Aber ansonsten haben wir ziemlich große Ersparnisse." Ich drehte meinen kopf ein wenig, sodas ich ihn aus den augenwinkeln ins Gesicht sehen konnte. "Gute Idee... Ein Kind ist aber auch ziemlich viel Arbeit, das ist dir klar oder?" Fragte ich. Er nickte. "Klar. Ich weiß wie schwierig Kinder sein können. Ich hab schließlich ein Team um das ich mich kümmern muss." Ich verdrehte die Augen. "Die sind bereits 13. Als Teenager sind sie zwar auch schlimm, aber wir reden hier von Babys und Kleinkindern, das heißt du musst nachts um drei Aufstehen, Windeln wechseln, Fläschchen auswaschen und später dann musst du das Kind auch noch füttern. Und glaub mir, die meisten Kleinkinder finden es sehr amüsant ihren Eltern den Brei einfach ins Gesicht zu spucken oder in der Wohnung zu verteilen." "Scheint als hättest du mit sowas Erfahrung." Meinte er. "Ja. Als ich 6 war kamen meine Brüder auf die Welt. Ich hab es bei meinen Eltern gesehen und später durfte ich manchmal auf sie aufpassen oder sie füttern. Zugegeben, jedes Kind ist anders, aber ich hab gehört dass das nicht nur bei den beiden so schwierig war." Kakashi tippte mir auf die Stirn. "Dann übernimmst du das Füttern und ich kümmere mich um die Fläschchen." "Dabei musst du beachten das du das Wasser vorher abkochst und auch nur destilliertes Wasser für die Babynahrung nimmst." Er seufzte. "Ziemlich viel Arbeit wie es scheint... aber Kinder sind auch super niedlich, das macht die ganze Arbeit wett." Ich lachte. "Stimmt. Und wir müssten über Namen nachdenken. Wie soll das Kind heißen, wenn es ein Mädchen wird? Oder ein Junge?" Er überlegte. "Als Junge würde ich es Shinichi nennen, als Mädchen Ran." "Ich würde es als Mädchen Ayumi nennen. Wenn es schon ein japanischer Name sein muss." "Wie würdest du die Kinder denn nennen, wenn es kein japanischer Name sein müsste?" Ich überlegte. "Ich finde Nele ist ein schöner Name für ein Mädchen. Und als Junge... vielleicht Jonah oder Sebastian." Mein Blick fiel auf die Uhr. "Oh! Es ist schon nach 10! Man haben wir lange geredet..." Ich setzte mich auf und ging dann ins Bad. Kakashi blieb noch etwas liegen, dann stand er ebenfalls auf.

Nachdem ich geduscht und mich umgezogen hatte legte ich mich ins Bett. Kakashi legte sich wenig später neben mich. "Nacht..." murmelte er träge, dann war er auch schon eingeschlafen. Ich sah aus dem Fenster. Es war Vollmond und keine Wolke war am Himmel zu sehen. Ich versuchte zu schlafen, doch das Licht war hell und hielt mich wach. Nach einer weile stand ich wieder auf und setzte mich ans Fenster. Spontan fing ich an, eins meiner früheren Lieblingslieder zu singen.

"Das klingt schön..." meinte plötzlich eine verschlafene hinter mir. Ich drehte meinen Kopf ein wenig und sah Kakashi im Bett sitzen. "Sorry, hab ich dich mit meinem Lied geweckt?" Er schüttelte den Kopf. "Eher weil du nicht mehr neben mir lagst. Ich hab dich noch nie singen gehört. Du hast wirklich eine tolle Stimme, soweit ich das beurteilen kann jedenfalls." Ich sah wieder aus dem Fenster. "Ja, früher hab ich viel gesungen. Meine Brüder haben es geliebt, wenn ich ihnen Abends vor dem Schlafengehen etwas vor gesungen habe. Ich hab mir damals vorgenommen, das ich irgendwann auch meinen Kindern etwas vor singen werde. Aber dann sind erst meine Brüder verschwunden und dann meine Eltern gestorben und ich habe aufgehört zu singen." Traurig lächelnd erinnerte ich mich an die vielen schönen Abende.

*Flashback*

"Victoria! Sing uns noch was vor!" Bettelte Oliver. Im Bett neben ihm saß Hannes, der mich genau wie sein Bruder erwartungsvoll ansah. Es war Ende November und draußen schneite es an diesem Abend kräftig. Ich sah die 8-jährigen Zwillinge an und lächelte. "Gut." Ich stand auf und brachte das Buch mit den Geschichten zurück ins Regal. Während dessen sagte Oliver zu seinem Bruder: "Morgen ist Wochenende! Wie wärs wenn wir unsere Rakete auf Vordermann bringen?" Ich drehte mich wieder zu den beiden um. "Oh nein, das lasst ihr schon bleiben! Erinnert ihr euch was das letzte Mal passiert ist? Mum hat die Rakete nicht um sonst auf den Dachboden verbannt." Hannes blickte mich mit zwei großen, runden Hundeaugen an. "Biiiitte Victoria! Es war nicht unsere Schuld das die Rakete den Garten von der alten Vogelscheuche Schmidt verwüstet hat. Und auch nicht das sein Hund sich dabei ein Bein gebrochen hat. Das war Willy!" Er deutete auf die Deutsche Dogge, die es sich zu seinen Füßen auf dem Bett gemütlich gemacht hatte.

Willy sah bei Erwähnung seines Namens kurz auf und ließ seinen großen Kopf dann wieder auf die Pfoten fallen. Er war zwar riesig, (den Jungs ging er fast bis zur Schulter) aber wie die meisten großen Hunde war er im allgemeinen absolut ruhig und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. "Er ist gegen die Rakete gestoßen und sie ist los gegangen!" Pflichtete nun Oliver seinem Bruder bei. Willy fühelte sich bei all den Anschuldigungen gegen ihn anscheinend nicht mehr wohl, denn er richtete sich auf, sprang vom bett und trottete hinaus, vermutlich um es sich im Wohnzimmer, auf dem Sofa, neben meinen Eltern gemütlich zu machen. Ich lachte und meinte: "Die Rakete ist trotzdem Tabu. Darf ich euch daran erinnern das Herr Schmidt Mum das Versprechen abgenommen hat, das diese Rakete den Dachboden nie mehr verlässt, außer um entsorgt zu werden?" Herr Schmidt war unser alter, stehts mies gelaunter Nachbar, der seinen Hund Frederik über alles liebte. Sie murrten, versprachen mir dann aber, die Rakete nicht an zu rühren. "Sehr schön. Jetzt legt euch hin, es ist schon spät." Sie taten, was ich ihnen gesagt hatte und ich fing an zu singen.

*Flashback Ende*

"Erzähl mir von deiner Familie. Du kennst meine Geschichte, ich will etwas über dich erfahren." Ich seufzte. "Meine Brüder hießen Oliver und Hannes. Sie waren 14, als sie verschwanden. Das ist jetzt schon 4 Jahre her... Sie waren immer sehr aufgeweckt. Immer haben sie an irgendwas herum gebastelt, irgendwelchen Modellen und so. Sie haben es geliebt Leute als Zwillinge rein zu legen. Det eune gab sich als der andere aus, sowas haben die andauernd gemacht. Aber eines Tages
waren sie dann weg. Es war ein Samstag. August. Es war warm, aber nicht heiß, und es waren noch Sommerferien. Ich war damals an der Uni, aber an diesem Tag hatte ich gerade keine Vorlesungen oder Prüfungen, desshalb war ich zuhause. Sie sind raus gegangen, auf einen Hügel nicht weit vom Haus, um ein neues Experiment aus zu testen, was sie ausgeheckt hatten. Sie sind nie so wieder gekommen. Man hat sie nie gefunden. Meine Eltern waren beide Nachkommen des Jikan Clans. Sie wussten es nicht, aber in ihnen schlummerte ein winziges bisschen des großen Bluterbe der Jikans. Sie waren immer sehr fröhlich. Meine Mutter wae ziemlich locker und mein Vater wollte uns vor all möglichen beschützen. Vielleicht einer der Gründe warum ich noch nie nen Freund hatte. Tja, jedenfalls hat meine Mutter ebenfalls für ihr Leben gern gesungen. Aber... als ich 10 Jahre alt war stellte man bei ihr einen Tumor im Hals fest. Er war operierbar, doch der Preis für ihr Leben war ihre wunderbare Singstimme. Sie durfte nicht mehr singen. Sie konnte es nicht mehr. Danach sang ich fur sie und das munterte sie auf. Mein Vater war eher der technische, sportliche Typ. Er brachte meinen Brüdern alles mögliche Handwerkliche Zeug bei. Sie starben bei einem Flugzeugabsturz über den Alpen, knapp ein Jahr nach dem Verschwinden meiner Brüder. Ab da stand ich allein da. Ich zog um, ans andere Ende meiner Heimatstadt, um die schlimmsten Erinnerungen hinter mir zu lassen. Ich konnte aber auch nicht ganz weg. Ich fand einen Job, ging weiter zu Karate, Bogenschießen und Fechten und lebte irgendwie weiter. Wir hatten einen Hund, er hieß Willy. Ein richtiges Monster. Er war etwa 1,40m groß, schwarz mit einem weißen Bauch und total lieb. Das ist bei so großen Hunden oft der Fall. Er ist damals mit meinen Brüdern verschwunden. Er müsste jetzt... 12 Jahre alt sein, falls er noch lebt. Ganz schön alt für einen Hund." Ich seufzte. Kakashi setzte sich neben mich und strich mir eine Träne von der Wange. Ich hatte gar nicht gemerkt das ich angefangen hatte zu heulen. "Traurig. Das mit deiner Familie tut mir leid..." meinte er sanft. Ich zuckte mit den Schultern. "Es ist so wie es ist. Naja, jetzt lass uns schlafen. Es ist schon verdammt spät..." er nickte und wir legten uns wieder schlafen.

A Dream?! (Kakashi FF)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt