Neuller 35

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Ich bin total überfordert. Was soll ich jetzt tun? >>Komm setz dich erstmal.<< sage ich leise und ziehe ihn zum Bett, wo ich ihn sanft platziere und mich dann neben ihn setze. Manuels weinen wird immer schlimmer. >>Shh.... hey, alles wird gut.<< spreche ich ruhig und streiche ihm zärtlich über seine Haare. Er schaut traurig zu Boden, seinen Kopf hat er in seinen Händen vergraben. Meine Hand streicht seinen Rücken beruhigend auf und ab. >>Hey Manuel, schau mich bitte an.<< flüster ich leise und einfühlsam. Sein Kopf bewegt sich ganz langsam in meine Richtung und seine blauen Augen, welche sonst mit Liebe und Freude ausgestattet sind, neigen sich zu Trauer. Pure Trauer. >>Wer war am Telefon?<< frage ich ihn. >>Bitte geh.<< weint er und schluchzt danach herzzerreißend. Ich verstehe gar nix mehr. >>Was ist los Manuel?!<< rufe ich etwas wütender als es eigentlich rüber kommen sollte und das zeigt mir seine Reaktion deutlich, denn er zuckt zusammen und beginnt dann noch stärker zu weinen. >>So war das nicht gemeint.<< erkläre ich schnell, doch ich dringe nicht zu ihm durch. >>Geh bitte. D-du sollst m-mich nicht we-einen sehen. Ich wi-ill nicht sch-hwach vor d-dir sein.<< stottert er und entsetzt sehe ich ihn an. >>Manuel, ich bin doch immer für dich da. Egal was passiert. Und ich will dass du mir nicht nur deine starke fröhliche Seite zeigst, die sonst immer allen zeigst. Ich will dass du dich mir öffnest, ich will deine andere Seite kennen. Und du kannst sicher sein dass ich immer für dich da sein werde. Du bist alles für mich und das wird sich so schnell nicht ändern. Aber wenn du nicht mit mir sprichst dann... Dann bringt uns dann auch nix. Du kannst mir vertrauen.<< hauche ich und küsse ihn sanft auf seine Wange. Er hat sich ein wenig beruhigt. >>Ich weiß dass ich dir vertrauen kann und das tue ich auch. Aber... Ich kann da einfach nicht drüber reden. Bitte sei mir nicht böse. Der Schmerz sitzt zu tief.<< weint er. >>Ich bin dir nicht böse, nur ein bisschen enttäuscht.<< seufze ich und stehe auf. Es hat keinen Zweck mehr mit ihm zu reden, also kann ich genauso gut auch gehen. >>Wohin gehst du?<< fragt er leise. >>Du wolltest dass ich gehe also mache ich das jetzt auch.<< erkläre ich und öffne die Tür. Mein letzter Blick fällt auf Manuel, der zerbrechlich auf dem Bett sitzt.

Neuller Fanfiction | Über einen Trip nach AmerikaGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt