Durch einige glückliche Zufälle kommen die drei Freundinnen Michelle, Mila und Ria an VIP-Karten für das BTS-Konzert in ihrer Heimatstadt. Dieses ist mit einem Treffen der Bandmitglieder verbunden...
ᴶᵉᵍᶫᶦᶜʰᵉ ᴮᶦᶫᵈᵉʳ/ ᵛᶦᵈᵉᵒˢ ᵘˢʷ⋅ ᵍᵉʰᵒᵉʳᵉᶰ ᶰᶦᶜʰᵗ ᵐᶦʳ⋅
„Was müssten wir denn da machen?", fragte Mila zögernd. Ich war kurz davor gewesen, einfach zuzustimmen und jetzt fiel mir auf, dass dies keine besonders kluge Idee gewesen war. „Ihr wärt simple Statisten. Genaueres wird Ihnen am Set erklärt werden. Aber sie werden keinen von den Mitgliedern küssen müssen oder Ähnliches." Die Frau lachte auf. Schade, dachte ich. „Sind Sie bereits volljährig?", redete sie weiter, „Wenn nicht benötigen Sie nämlich eine schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Also, habt ihr Lust?"
„Klar", schoss es aus mir heraus. Eine weitere Chance, BTS zu sehen und sie kam mir praktisch einfach zugeflogen. Das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen!
Doch meine Freundinnen schienen immer noch misstrauisch zu sein. Sie sahen mich erschrocken an und Ria fragte: „Das heißt, wir müssen nichts besonderes machen? Nicht tanzen oder so etwas?" Wieder lachte die junge Frau und hielt sich den Bauch. „Nein, nein. Also, vielleicht möchtet ihr mir eure Handynummern dalassen, dann kann ich euch kontaktieren und euch die Adresse, Uhrzeit und so weiter zukommen lassen." Wir nickten schwach und die Frau nahm dies als Zeichen der Zustimmung. Wir diktierten ihr unsere Telefonnummern und vereinbarten, dass wir die Erlaubnis unserer Eltern am Drehtag mitbringen würden. Sie drückte das Klemmbrett, das sie mit sich herumtrug, gegen ihre Brust und nickte uns zum Abschied zu. Dann drehte sie sich auf dem Absatz um und schritt in die Richtung, aus der wir gekommen waren.
„Ist euch klar, was das bedeutet?", fragte ich und wendete mich an Ria und Mila. Bevor sie auch nur zu einer Antwort ansetzen konnten, fügte ich hinzu: „Wir werden Suga, Kookie, Jimin und die anderen noch einmal sehen." Verträumt blickte ich gen Decke. Nun lächelte auch Ria. Doch Mila schien noch nicht vollkommen überzeugt zu sein. „Na ja, ich weiß ja nicht", murmelte sie vor sich hin.
Wir machten uns auf den Weg nach Hause. Als uns die kühle Nachtluft entgegenschlug, wurde ich unsanft in die Wirklichkeit zurückgeschleudert. Der Abend kam mir vor wie ein Traum, doch als ich eine halbe Stunde später das vertraute Haus erblickte, in dem ich mit meiner Familie wohnte, erfasste mich die traurige Gewissheit, dass das echte Leben nicht länger für mich pausierte. Doch immerhin hatte ich die Hoffnung, meine Lieblingsband bald wiederzusehen. Diejenigen, die es schafften, die Zeit für einen kurzen Moment anzuhalten. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief ich ein.
Die nächsten Tage kamen mir endlos vor. Es dauerte gefühlte drei Jahre (in Wirklichkeit jedoch tatsächlich nur einen Tag) bis mich der ersehnte Anruf erreichte. Eine unbekannte Nummer wurde auf meinem Handydisplay angezeigt und ich drückte auf den grünen Hörer. "Ja?" "Michelle, richtig? Hier ist Choi Nyu, ich hatte mit Ihnen und ihren Freundinnen über das Musikvideo geredet. Ich wollte Sie informieren, dass wir als Startdatum den 03.08. festgelegt haben, also in zwei Tagen. Ich hoffe doch, Sie haben Ihre Meinung nicht geändert?" "Natürlich nicht. Ich werde da sein", versprach ich ihr. "Gut, ich werde Ihnen die genaue Adresse schicken. Wir sehen uns in zwei Tagen. Einen schönen Tag noch." Dann legte Nyu auf. Fast im selben Moment sendete ich eine Nachricht an Mila und Ria.
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