Kapitel 18 - Unerwartete Begegnungen

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Michelles Perspektive

Ich wurde vor meinen Freundinnen wach und verharrte eine Weile in meinem weichen Bett. Doch ich kam schnell zu dem Schluss, dass ich nicht wieder einschlafen würde. Also zog ich mich an und verließ das Zimmer, da ich keine große Lust hatte, mich leise verhalten zu müssen. Ich wusste, wie launisch Ria werden konnte, wenn man sie aus dem Schlaf riss. Vor dem Fahrstuhl standen mehrere Personen und ein kleines, quengelndes Kind. Das kann ich auf gar keinen Fall aushalten, dachte ich und entschied mich ausnahmsweise für die Treppen. Ich überlegte, ob ich etwas frühstücken sollte, doch da ich keinen Hunger hatte, lief ich aus dem Hotel nach draußen. Die warme Luft schlug mir entgegen und eine leichte Brise war zu spüren. Ich ging den Steinweg entlang zu den Pools und sah mich nebenbei etwas um. Hier und da lagen bereits einige Leute auf der Wiese, doch insgesamt war es sehr leer. Immerhin war es auch erst 8.00 Uhr morgens.

Ich erreichte einen der Pools und entdeckte eine Person im Wasser. „Yoongi?", sagte ich etwas zu laut und er drehte sich überrascht um. „Oh, hallo." „Du bist also doch nicht wasserscheu", bemerkte ich und dachte an den Tag, den wir im Wasserpark verbracht hatten und an dem Jungkook ihn erst in den Pool ziehen musste, damit er sich uns anschloss. „Nein", meinte Yoongi, „Das dürfest du im See letztens gemerkt haben." Ich erinnerte mich an das Geschehnis und errötete leicht. Schnell sah ich in eine andere Richtung. Yoongi schwamm endlich herüber zum Rand des Pools, wo ich stand. Er stützte seine Arme darauf ab und sah zu mir hoch. „Und was machst du hier?", fragte er schließlich. Ich erklärte ihm, dass die anderen noch schliefen und ich nicht allein im Zimmer bleiben wollte. Yoongi schwang sich elegant aus dem Wasser und sagte: „Na, jetzt bist du ja nicht mehr allein." Er erhob sich und erst jetzt fiel mir auf, dass er kein Shirt trug. Ohne es zu merken, biss ich mir auf die Lippe und musterte seinen Körper. Solange, bis Yoongi näher zu mir kam, sich zu mir herunterbeugte und mich fragend ansah. „Du hättest vielleicht beim nächsten Mal eine Kamera mitbringen sollen. Um Fotos zu machen", setzte er hinzu, als ich ihn meinerseits verwirrt anstarrte. Er griff nach dem Handtuch auf der Liege und trocknete damit seine Haare. „Ich... äh... tut mir leid", stammelte ich unsicher vor mich hin und strengte mich an, ihn nicht anzugucken. Er lachte auf und ich hatte das Gefühl, ich müsste in Ohnmacht fallen. Sein Lachen war vermutlich eines der schönsten Geräusche, die ich je gehört hatte. „Das war doch nur ein Scherz. Alles ist gut", versprach er und ließ sich auf seinem Stuhl nieder.

Ich setzte mich neben ihn und beobachtete, wie die Sonne das Wasser des Pools glitzern ließ. Dann wendete ich mich wieder noch schöneren Dingen zu. Wie zum Beispiel ihm. Seine Haare waren mittlerweile getrocknet und sie lagen unordentlich in alle Richtungen. Trotzdem sah er immer noch unfassbar gut aus. Eine seiner Haarsträhnen stand steil nach oben ab und ich musste bei dem Anblick lachen. Yoongi warf mir einen fragenden Blick zu. „Du hast da...", kicherte ich und konnte meinen Satz kaum beenden. „Warte, komm' her." Ich stand von meiner Liege auf und setzte mich vor ihn auf seine. Ich versuchte, die Strähne zu bändigen, doch ich hatte keine Chance. Diese Situation endete damit, dass ich anfing, mit seinen Haaren zu spielen. Letztendlich sah es aus, als hätte er Katzenohren oder so etwas Ähnliches.

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Save Me (Jungkook/Suga/Jimin) - BTS Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt