Kapitel 8 - Lila Wolken

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Milas Perspektive

Einen Wimpernschlag lang starrte Ria die anderen mit großen Augen an. Sie blickte sich suchend im Flugzeug um und dachte offenbar angestrengt über eine Antwort nach. "Äh", machte sie und strich sich ihre Haare aus dem Gesicht, das mittlerweile tomatenrot geworden war. Ich sah hinüber zu Jimin, der seine Augenbrauen gehoben hatte und amüsiert grinste. Vielleicht hofft er ja, dass er es ist, dachte ich und kicherte leise. Die anderen Jungs und Michelle beobachten Ria gespannt. Diese öffnete ihren Mund, um zu antworten: "Ich-"

"Sehr geehrte Passagiere, es treten Turbulenzen auf. Wir bitten Sie aus diesem Grund, sich auf Ihre Plätze zu begeben und sich anzuschnallen."

Ria atmete schwer, als hätte sie die gesamte Zeit ihre Luft angehalten. "Och, man!", maulte Taehyung und stapfte hinüber zu seinem Sitz. Auch die anderen begaben sich zu ihren Plätzen. Ich stand ebenfalls auf und meine Beine zitterten. "Geht es dir gut?", fragte eine Stimme neben mir und als ich meinen Kopf drehte, sah ich in die dunkelbraunen Augen Jungkooks. Ich schüttelte kaum merklich meinen Kopf und er ergriff meinen Unterarm. "Komm, setz dich. Du bist ja ganz blass."

Ich ließ mich auf den Sessel fallen und umklammerte die Armlehne. "Flugangst, richtig?", fragte Jungkook und hockte sich vor mich, um meinen Gurt zu schließen. Seine Hände berührten meine Hüften und ich bekam eine Gänsehaut. "Oh, dir ist immer noch kalt", sagte er. Wenn er wüsste, schoß es mir durch den Kopf. "Ich würde dir ja einen Tee oder so etwas holen, aber ich fürchte, ich muss mich auch setzen", erklärte er und lächelte mich fürsorglich an. Ich erwiderte sein Lächeln, oder versuchte es zumindest. "Es gibt öfter Turbulenzen, das ist nichts schlimmes", redete mein Gegenüber auf mich ein.

Plötzlich rüttelte das Flugzeug und ich wurde nach vorn und dann heftig zurück in meinen Sitz geschleudert. Offenbar hatte ich meine Augen erschrocken aufgerissen, denn Jungkook sah mich beunruhigt an. Er beugte sich ein Stück nach vorn und griff blitzschnell nach meiner Hand, die sich an den Tisch geklammert hatte. Er hielt sie fest und seine weiche Haut fühlte sich gut an. Sein Daumen strich sanft über meinen Handrücken und ich konzentrierte mich ganz auf das Gefühl. Leise drang seine Stimme in mein Ohr. Ich öffnete meine Augen und guckte ihn an. Er sang „Save me", nur so laut, dass wir beide es hören konnten. Das war einer meiner Lieblingssongs. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust und meine Atmung wurde ungleichmäßig, jedoch lag dies nun nicht mehr an meiner Flugangst. Reiß dich zusammen, Mila, sagte ich mir und schloss erneut die Augen.

Dann konzentrierte ich mich einzig und allein auf Jeon Jungkooks Stimme und auf seine Hand in meiner. Nach einigen Minuten, in denen wir sicher halb durch das Flugzeug geflogen wären, wären wir nicht angeschnallt gewesen; kam die erlösende Ansage: "Die Turbulenzen sind jetzt vorbei. Sie können nun ihre Gurte wieder öffnen und sich frei im Flugzeug bewegen." Ich schlug meine Augen auf und mein Blick fiel auf Kookie, der aufgehört hatte zu singen und aus dem Fenster sah. "Schau' nach draußen", flüsterte er und ich wandte meinen Kopf.

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Save Me (Jungkook/Suga/Jimin) - BTS Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt