Durch einige glückliche Zufälle kommen die drei Freundinnen Michelle, Mila und Ria an VIP-Karten für das BTS-Konzert in ihrer Heimatstadt. Dieses ist mit einem Treffen der Bandmitglieder verbunden...
ᴶᵉᵍᶫᶦᶜʰᵉ ᴮᶦᶫᵈᵉʳ/ ᵛᶦᵈᵉᵒˢ ᵘˢʷ⋅ ᵍᵉʰᵒᵉʳᵉᶰ ᶰᶦᶜʰᵗ ᵐᶦʳ⋅
Der Flug erschien mir unerträglich lang. Die gesamte Zeit erlebte ich wie in Trance.
"Diese Sasaeng-Fans...", murmelte ich in Gedanken versunken. "Es war schrecklich", gab Ria zu. Wir starrten auf die Rückseiten der Sitze vor uns und dachten über das vergangene Ereignis nach. "Ich hoffe, sie haben es noch ins Auto geschafft bevor die Mädchen sie erreicht haben." "Aber vielleicht haben sie die Jungs selbst im Auto noch verfolgt." "Ria!" Meine Freundin blickte erschrocken auf. Dann murmelte sie eine Entschuldigung und begann, nervös mit ihren Händen zu spielen. "Obwohl ich mich von Kookie verabschieden konnte, kommt es mir vor, als wäre es nicht genug gewesen. Wir wurden mittendrin unterbrochen." Mila warf einen Blick aus dem Fenster, hinter dem sich nun weiche Wolken zeigten. Dann seufzte ich missmutig und sagte: "Es wäre ohnehin niemals genug gewesen." Ria machte ein zustimmendes Geräusch. Ich vermisse sie jetzt schon. Und dann dachte ich an den Kuss, den mir Yoongi zum Abschied gegeben hatte.
Ich hörte leise, wie mein Handy in der Tasche vibrierte und sofort kramte ich es hervor.
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Meine Wangen erröteten leicht, als ich die Nachricht und das Bild sah, doch gleichzeitig überkam mich auch eine Welle von Traurigkeit. Es kam mir unwirklich vor, dass ich jetzt in einem Flugzeug saß, das mich mit jeder Sekunde weiter und weiter von Yoongi fort trug. Ich konnte mir keinen einzigen Tag ohne die Jungs vorstellen.
Ich erkundigte mich bei meinem Freund, ob sie heil zurück in ihrer Wohnung angekommen waren. Er schrieb zurück, dass die Fans die Verfolgung aufgegeben hatten, sobald sie in das Auto gestiegen waren. Aber es täte ihm leid, dass wir nicht mehr Zeit für den Abschied gehabt hatten. Seine Nachricht versetzte meinem Herzen einen Stich, doch ich schrieb zurück, dass es schon in Ordnung so sei. Obwohl es das ganz und gar nicht war.
Stunden später waren wir in Milas Wohnung. Besser gesagt lagen wir dort. Mila hatte sich auf ihr Bett geworfen, ich hatte mich auf dem Sessel niedergelassen und Ria zog einen Platz auf dem Boden vor. Ich betrachtete sie, wie sie gedankenversunken Milas Hund streichelte, der sich neben ihr ausgestreckt hatte.
In diesem Moment öffnete sich schwungvoll die Zimmertür und Milas Schwester grinste uns freudig entgegen. "Hey, Lani", murmelte Mila und hob schwach eine Hand zum Winken. Lani fuhr sich mit einer Hand durch die langen blonden Haare und fragte: "Freut ihr euch, wieder zu Hause zu sein?" Sie sah von ihrer älteren Schwester zu Ria und schließlich zu mir. Ich stöhnte gequält. "Eher nicht."
Mila nahm ihr Handy, das neben ihrem Kopf gelegen hatte und las offenbar eine Nachricht, denn wenig später sagte sie: "Lani, mach mal bitte meinen Laptop an. Kookie und die anderen wollen mit uns skypen."
In dem Moment als Mila auf den grünen Hörer klickte und das Bild unserer Freunde vor uns erschien, wurde mir etwas leichter ums Herz.
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