Kapitel 27

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Es scheint eine Ewigkeit zu vergehen, bis ich an eine Art Kreuzung komme. Rechts oder links? Ich schließe die Augen und lausche. Rechts tönt das Zischen der Dämonen leuter an meine Ohren also gehts links lang.

Verdammt! Ich weiß nicht auf was ich mich hier einlasse.. Wahrscheinlich ist das eine Art Labyrinth und ich komme nie an. Meine Kräfte sowie Motivation lassen langsam nach und ich muss kurz stehen bleiben, um wieder Luft zu holen. Meine Lungen brennen nur so und auch meine Seite tut weh. Doch je länger ich hier stehe, desto mehr Menschen und Lebewesen leiden unter Cordelia. Der Gedanke spornt mich an und ich richte mich auf. Das Seitenstechen hat nachgelassen und ich bewege mich etwas langsamer um meine Kräfte nicht zu überlasten.

Allein das Geräusch meiner Schritte hallt von den Wänden. Immer wieder hängt eine Fackel an der Wand, die den Gang flackernd erhellt. Kein Zischen der Dämonen, keine Stimmen. Nur Stille, mein Atem und das knistern der Fackeln.

Mit einem Mal strahlt vom Ende des Korridors ein rötliches Licht in meine Richtung. es wirkt unheilvoll und doch lockt es einen zu sich. Ich gehe langsam, auf der Hut vor sämtlichen Situationen. Wenn jetzt jemand von vorne kommt, bin ich am ende! Weiter Hoshi! Mit einem Mal höre ich eine bekannte Stimme in meinem Kopf.

>Motivation Kleine! Du schaffst es. Du bist die Einzige die es kann! Los!<

Ein Lächeln fliegt über meine Züge und ich fasse neuen Mut. Selbstbewusst straffe ich meine Flügel und laufe weiter, und dann stehe ich in einem kleinen Raum. Abgesehen von einer Vitrine ist er leer und kalt . Eine Tür gegenüber mir führt anscheinend in einen weiteren Raum, doch meine Aufmerksamkeit gilt dem Inhalt der Vitrine.

Ich beuge mich über den langen schmalen Glaskasten. Eine Klinge blitzt mir entgegen und ich lächle, da es mir bekannt ist. Anhand der Form und des Materials erkenne ich das Schwert eines Racheengels. Eine Weile betrachte ich die vielen Details auf dem Knauf. Jede einkerbung, an die die Finger gehören, jede Windung des Leders, das den Griff umschmeichelt. Die Einfassung des hellen Edelsteins. Die vielen kleinen Schnitte am Klingenansatz, die die besiegten Feinde symolisieren und aufgrund ihrer Mege nicht mehr zu zählen sind.

Anhanddessen, weiß ich nun wem diese Schneide gehört haben musste. Das Schwert gehörte Uriel und wurde nach seinem Tod nicht mehr wiedergefunden. So viele Engel haben erfolglos gesucht, und es nicht ausfindig machen können, dabei war es die ganze Zeit bei den Mördern. Hier!

Ich suche vergeblich nach einer Öffnung und entschließe mich kurz darauf dazu das glas vorsichtig zu schmelzen. Ich positionere meine Finger und konzntriere mich auf den Funken, der stehts in meinem inneren umherspringt. Blitze zucken aus meinen Fingerspitzen und schmelzen ein Loch seitlich der Vitrine, um das Schwert nicht zu beschädigen. Kurz halte ich inne um das Glas wieder erstarren zu lassen, dann schnappe ich mir den Griff und halte die Klinge in der Hand. Der Edelstein ist erloschen, was ebenfalls daraufhin weist, dass sein Besitzer nicht mehr ist.

Mein Blick streift die glänzende Schneide, die der Engel immer mit so viel Hingabe poliert und geschärft hat. Dieses Schwert könnte selbst Diamant durchschneidenund genau deshalb könnte es mir nützlich sein... Als ich zur Tür gehe und sie öffne, stehe ich in einem weiteren Raum. Doch er ist leer. Keine Bilder, Möbel oder sonstiges. Nur nackter Fels. Sackgasse...

Ich taste probeweise die Wände ab, und werde zu meiner Überraschung fündig. An einer Stelle scheint der Fels dünner zu sein. Mir ist es egal was dahinter ist., ich will nur schnell an mein Ziel gelangen. Ich hebe das Schwert und schlage durch die Felswand als ob es nur dünner Stoff wäre. Keinerlei Widerstand, kein Laut.

Ein Trohnsaal offenbart sich vor meinen Augen und ich kann einen riesigen Trohnsessel direkt vor meiner Nase sehen. Von hinten, zu meinem Glück. In dem Raum kann ich keine weitere Person ausmachen, nur prunkvolle Möbelstücke und Bilder. Ein Schauer läuft mir über den Rücken bei dem Gedanken, wer oder was sich auf dem  Thron befinden könnte.

Statt der erwartenten Hitze der Hölle, schlägt mir hier eisige Kälte entgegen, selbst die vielen Fackeln an den Wänden können das nicht verhindern. So leise wie möglich trete ich hinter den Riesensessel. Wäre perfekt für Oreo-sama. Bei den Gedanken an die Jungs scheint mein Kampfgeist zu verschwinden, also schüttele ich meinen Kopf und greife das Schwert fester.

Dann laufe ich um den Sessel, und sehe... nichts. Dort sitzt niemand. Mein Herz scheint aus meiner Brust zu springen, so hart hämmert es gegen meine Rippen. Gerade als ich aufatmen will, höre ich Schritte, die sich nähern. Sofort verschwinde ich wieder hinter dem Möbelstück und halte den Atem an. Die Schritte werden wieder leiser und ich entspanne mich allmählich. Ich straffe meine Schultern und fahre die FLügel ein. Sie stören beim verstecken, und nicht gesehen werden.

>Bitch-chan?< flüstert eine Stimme neben mir und ich halte sofort die freie Hand vor den Mund um vor Schreck nicht aufzuschreien.

Es ist nur Laito, der mich besorgt ansieht.

>Was machst du hier?!< zische ich zurück.
>Die anderen sind auch auf den weg hierher, aber weil ich und meine zwei anderen Brüder uns hier besser auskennen, waren wir eher hier. Wir halten dir nur die Dämonen vom Hals.< Laito redet so seriös unnormal für ihn, dass ich erst jetzt den Ernst der Lage erkenne.
>Danke...<
>Aber-aber Bitch-chan. Wir lassen doch kein so hübsches Häppchen wie dich hier unten alleine~<

Ich seufze und richte mich auf.

>Wo ist die Schlampe?< frage ich den Hutträger, der sich nun auch hinstellt und seine Klamotten richtet.
>In ihrem Gemach wahrscheinlich...ne Teddy?< höre ich die Stimme Kanatos an meiner anderen Seite. Ich zucke zusammen und funkele den Teddy-Fanatiker an.

Watashi no shiroi baraGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt