Kapitel 14

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Mike:

Es war mir egal ob James uns sehen würde.

Saoirse gehörte an meine Seite.

Das spürte ich tief in meinem Inneren.

Und ich würde auf keinen Fall  zulassen, dass sie mir von irgendwem weggenommen werden würde.

Meine Umarmung um sie herum wurde fester.

Ich liebte sie so unglaublich sehr.

So verrückt es auch klingen mag.

Plötzlich hörte ich etwas knacken weshalb ich mich etwas von Saoirse löste.

Mein Blick landete im Dickicht.

Ich glaubte dort einen Schatten zu sehen, sicher war ich jedoch nicht.

"Das war bestimmt er. Jetzt ist er noch wütender.", ihre Stimme zitterte.

"So lange ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden steh' kann dir nichts passieren. Lass uns weitergehen.", ich schloss meine Hand wieder sanft um ihre und führte sie kurz zu meinen Lippen.

"Hab keine Angst, Tenshi.", flüsterte ich.

"Tenshi? Was bedeutet das?", fragte sie mich schüchtern als ich sie sanft weiter zog.

"Engel auf japanisch. Zugegebenermaßen eines der wenigen Wörter die ich kenne.", lachte ich.

"Das ist nicht schlimm. Ich kann auch kein irisch fließend sprechen.", lachte sie ebenfalls.

"Gut zu wissen."

Nach einiger Zeit kamen wir wieder bei meinem Wagen an und fuhren wieder in Richtung Heimat.

Saoirse summte immer wieder die Lieder, die im Radio kamen, mit und zauberte mir damit ein Lächeln ins Gesicht.

Sie hatte so eine unglaublich schöne Stimme.

Besonders als No One von Alicia Keys kam war es als wäre ich im Himmel.

Sie sang so gefühlvoll, dass ich beinahe meine Augen geschlossen hätte um ihr besser lauschen zu können.

Verdammt. Sie hatte es mir wirklich angetan.

"Irgendwann", hörte ich mich selbst sagen, "musst du, bitte, für mich singen während ich Klavier spiele. Das nehme ich dann auf und zeige es den Jungs. Die werden mir das nie glauben wie schön du singst."

Die Dunkelhaarige neben mir errötete stark und schlug mir spielerisch auf den Oberarm.

„Sag sowas nicht! Du machst mich ganz verlegen.", kicherte sie.

„Es ist aber die Wahrheit!"

„Wenn du das meinst.", lächelte sie nur.

Oh ja. Und wie ich das meinte.

***

„Sehen wir uns die Tage dann wieder?", fragte sie mich als ich sie bei sich Zuhause absetzte.

„Wenn sich was ergibt dann denke ich ja.", antwortete ich ihr lächelnd.

„Ich freu mich drauf.", sagte sie mit roten Wangen, die durch ihre blasse Haut eher rosa wirkten.

Lachend beugte ich mich zu ihr hinunter und lehnte meine Stirn an ihre.

„Ich mich auch.", erwiderte ich leise und drückte im selben Moment meine Lippen auf ihre.

„Ich liebe dich.", flüsterte ich als ich mich von ihr löste.

„Ich liebe dich.", erwiderte sie verträumt.

One Step Closer || Mike ShinodaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt