zwanzig

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„Was dachtest du denn weshalb ich so bin?" stellte er die Gegenfrage. Mit dieser Frage hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Ich dachte er Jimin sei alles scheiß egal.

„Na ja. Ich dachte einfach du wärst einfach nur" kurz stockend überlegte ich welches Wort ich nehmen könnte ohne das es so fies klang.

„Scheiße?"

„Ja. Eh nein! Nein!" schnell schüttelte ich meinen Kopf und sah ihn an. Was für ein dummes Missverständnis.

„Nur weil ich auf der Arbeit so bin heißt es noch lange nicht dass ich zuhause so bin. Du hast Vorurteile. Das ist eine schlechte Angewohnheit."

Er klang eher wie ein Lehrer oder Vater. Aber er hatte leider Gottes Recht.

Jimin räusperte sich und automatisch sah ich ihn an.

„Es mag sein das Kim bei der Arbeit nett zu dir ist aber es ist nur eine Strategie. Er wird dich letztendlich nur ausnutzen"

Wieso musste er das Thema wieder auf ihn lenken? Mir war schon früh klar geworden das er ihn nicht mochte aus welchem Grund auch immer. Am sinnvollsten klang für mich der Konkurrenzkampf zweier Firmenchefs.

„Wie kommst du wieder auf ihn? Er hat doch grade nichts damit zu tun!" sagte ich etwas lauter mit zusammengezogenen Augenbrauen.

„Er hat was damit zu tun, schließlich drängt er sich zwischen uns"

„Tut er nicht!"

„Du arbeitest nicht mehr bei mir sondern bei ihm!"

„Das war reiner Zufall" ich wurde immer wütender ließ es mir aber weniger Anmerken. „Außerdem hättest du mich auch aufhalten können. Ist es so schwer geh nicht zu sagen?" fügte ich hinzu.

„Denkst du ich laufe irgendjemanden nach?" fragte er mit hochgezogener Braue.

Davon sprach ich die ganze Zeit.

Ich murmelte noch irgendwelche abfälligen Beleidigungen vor mich hin und stand schnell auf. Was hatte ich auch erwartet? Das Ganze war doch nur eine weitere Lüge.

Mit schnellen Schritten lief ich raus und knallte die Tür hinter mir zu. Jetzt konnte ich gefühlte Stunden auf Jiwoo warten.

Ich lehnte mich an die Wand und starrte auf die Haustür von dem Apartment meiner Schwester.

Da hätte ich auch im Büro sitzen können. Hier nichts tun, da nichts tun. Ist doch derselbe Mist nur das ich mich in der Anwesenheit von Jimin momentan sehr unwohl fühlte.

Schon faszinierend wie nur paar Worte einen verletzen konnten.

Namjoon hätte das nicht getan.

Namjoon.

Kurzerhand holte ich mein Handy raus und wählte seine Nummer aus. Es dauerte nicht lange da nahm er auch schon ab.

„Jungkook ist alles okay?"

„Eh.. ja Namjoon tut mir leid wegen eben kannst du-", weiter kam ich nicht da mein Handy nicht mehr in meiner Hand war. Ich sah auf und blickte Jimin baff an.

„Was denkst du wer du bist, du hast nicht das Recht dazu" ich griff nach meinem Handy, er war schneller und packte es weg.

„Beruhig dich Jungkook"

„Hör auf mich andauernd herum zu kommandieren! Ich arbeite nicht mehr für dich schon vergessen?" mein Herz überschlug sich regelrecht.

„Sei nicht so verdammt stur und hör auf mich einmal!"

„Was wenn nicht mh? Was willst du tun? Mich von dort feuern las-mh!"

Meine Lippen wurden von seinen umschlossen und meine Stimme versank in dem Kuss.

mr.park {jikook}Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt