" Sag du an, ich komme mit dir.. " sagte ich, und schaute ihn dabei grinsend an. " Gut.. dann gib mir mal deine Hand.. du willst sowieso nicht reingehen.. " sagte er und zwinkerte mir zu. Überraschender Weise hatte er recht, ich konnte ihn wirklich meinen besten Freund nennen, wenn mich jemand kennen würde,- dann er.
Ich legte also meine Hand in seine, und ging mit ihm durch die Straßen. Ich merkte wie alle wieder über uns redeten. Meistens über ihn. Ich musste einfach wissen, was an ihm so interessant ist.. es ist doch schließlich nur Louis oder?
" Du, Louis ? " sagte ich und schaute während des gehens zu ihm. " Was gibt's Süße ? " sagte er zu mir und strahlte mich an. " Ich.. umm.. ich weiß nicht wie ich dich das fragen soll aber umm.. eh.. warum reden die Leute immer über dich wenn sie dich sehen ? Ich will nicht das sie etwas schlechtes über dich sagen.. " sagte ich und machte mir tatsächlich Sorgen um ihn.
" Naja.. das liegt daran, weil sie neidisch sind, sie haben alle nicht so ein hübsches Mädchen neben sich.. " sagte er, und redete mit mir alswäre ich naiv, oder ein Kind...
Trotz all dem klang er ziemlich überzeugend, und wollte ihm nichts unterwerfen.. ich liebe ihn doch schließlich ! Ihn zu verlieren würde mir das Herz brechen. Ich kann mir denken das ich mich gerade wie eine Hure anhöre, die sich nicht entscheiden kann, aber versetzt euch doch mal in meine Lage.
Louis, der süße untschuldige Junge der mir mein Herz stiehl, damit weglief und nicht einmal im Traum daran dachte es mir zurück zu geben, ich liebte ihn schon ab der ersten Sekunde als ich ihn sah.. er versteht mich, und er liebt mich wie ich bin, ich muss mich nicht verstellen um ihm zu gefallen. Ich habe ihm das Herz gebrochen, weil Roby,- mein bester Freund und mittlerweile auch fester Freund mich mit seinen Gefühlen überstürmte.
Roby hatte und wird immer ein festen Platz in meinem Heren haben, er ist schließlich derjenige den ich besten Freund nennen konnte, bis er mich dann verließ...
und ich ihn dann nie wieder sah.. bis wir uns in der Diskothek wieder sahen. Er war meine erste große Liebe, und mein erster Kuss. Ein wirkliches Paar wurde aus uns nie, weil wir uns zu selten sahen. meist Nachmittags in den Ferien wenn wir Zeit hatten, und ich nicht beim Klavierunterricht war und er beim Fußball. Dann trafen wir uns aber auch meist nur mit den anderen die bei uns in der Nachbarschaft wohnten, mit denen wir selbstverständlich auch befreundet waren.
Wir waren klein, und spielten bis in die Nacht hinein irgendwelche Spiele auf der Straße, immer wieder gab es unterbrechungen wenn ein Auto auf der Straße fuhr und alle plötzlich schrien ' Voituuure ! '
Ich erinnere mich noch genau an diese Situationen.. dann liefen alle so schnell sie konnten auf den Fußgängerweg, und schauten den Autofahrer an, meist war es der Pfarrer der hier in der Straße wohnte dem wir immer Glückseligkeit wünschten, und dann weiter spielten. Besonders beliebt war verstecken bei Nacht, wenn wir uns immer in den Bäumen fremder Gärten versteckten oder einfach hinter irgendwelche Hausmauern, oder Autos versteckten.
Ich erinnere mich immer gerne an diese Zeit, da es die Zeit ist in der ich das Leben ohne irgendwelche Probleme leben konnte. Jetzt bin ich Erwachsen, und merke, das ich das hier garnicht haben will. Ich wollte schon immer das machen, was ich will ohne das père und maman mir etwas zu sagen haben. Ich träumte schon immer davon ein Auto zu fahren, und einfach die Autobahn runterzufahren, die Freiheit und die Unabhängigkeit zu genießen.
Doch jetzt wo ich das alles habe.. merke ich, dass ich das alles garnicht haben möchte. Lieber bleibe ich heimlich unter der Decke wach, und spiele mit Puppen, als das ich mit den Problemen des Lebens zu kämpfen habe. Das Schlimme daran ist auch noch, es hat garnicht richtig angefangen ! Trotzdem muss ich jetzt schon Entscheidungen treffen, die über mein ganzes Leben bestimmen könnten.
Darum ist die Frage:
Wen liebe ich wirklich ?
Louis oder Roby ?
Meine grand-mère würde mir jetzt wieder einen ihrer Weisen Sprüche auftischen, über die ich nachzudenken habe und dann die Antwort weiß. Doch das beinhaltet meist, dass ich auf mein Herz zu hören habe, und das Zeit alles vergessen lässt.
Doch wenn ich darüber nachdenke, realisiere ich wie viel Zeit schon verloren gegangen ist, und das durch Leute die es keine einzelne Sekunde wert sind. Eines Tages, sind wir alle alt, und was werde ich dann meinen Kindern erzählen, was ich in meinem Leben gemeistert habe ? Dasich meine Zeit an Leute verschwendet habe, die es nicht Wert sind ?
Ich werde an die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Erst jetzt begreife ich, das ich jetzt die Zeit nutzen muss. Ich bin nur einmal im Leben jung, und ich denke zuviel nach, ich warte zuviel ab, wenn ich nicht jetzt entwas ändere, und mich nicht jetzt entscheide werde ich es nie. Ich weiß das mein Herz nur einem der beiden gehört, ich lasse es nur nicht zu. Um das Leben zu meistern, wäre ich gerne klug, aber alleine das ist ziemlich dämlich. Wünsche habe ich viele, die Liste ist sehr lang, aber warscheinlich ist das auch der Grund warum ich garnicht erst anfange.
Ich wäre so gerne glücklich, doch das Leben vergleicht sich mit einem Wartezimmer, indem niemand aufgerufen wird. Wenn ich etwas möchte, muss ich meinen Hintern bewegen, und etwas dafür tun, in diesem Fall wäre es,- mich zu entscheiden.
Tage vergehen an dem nichts passiert ist, sie gehen und werden nie wieder kommen. Wenn ich jetzt nichts ändere, werden die Geschichten die ich erzählen werde unglückliche Konjunktive sein. Ich hätte ihm fast gesagt wie viel er mir bedeutet, und wie sehr ich ihn liebe, doch das ich Feige war werde ich verschweigen.
" Becca, ich weiß nicht ob du das inordung findest, aber ich muss dir etwas sagen.. "
Ich schaute auf, und sah zu Louis. Jetzt verstehe ich alles.
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So ihr süßen.. ab jetzt fange ich an tiefgründiger zu schreiben.. ihr wisst das ich in meinen geschichten immer eine moral, oder ähnliches habe.. ab hier beginnt der teil ab den ihr über euch selbst nachdenken könnt..
ihr wisst das ich immer für euch da bin, und euer psychater bin, aber ab hier möchte ich euch zeigen dass man manche Dinge einfach für sich selbst bestimmen muss.
Ich hoffe euch hat mein Kapitel gefallen, wir sehen uns übermorgen:*
-becca xx
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