" Liam was willst du ? " zischte ich meinen Gastbruder an, und guckte ihn böse an. " Darf ich nicht einmal ins Zimmer oder was? Hi Lou.. " sagte Liam und gab Louis daraufhin die Hand. " Sei keine Zicke.. " sagte ich nun zu ihm, und grinste ihn frech an. " Pff.. selber.. " sagte er und ließ uns den Vortirtt auf die Treppe.
Ich nahm also seine Hand, und führte ihn in mein Zimmer. Als ich die Tür öffnete, konnte ich froh sein das mein Zimmer zumindest teilweise ordentlich war. Ich muss schon zugeben, ich bin kein Putzteufel, aber wirklich unordentlich lebe ich auch nicht, ich bezeichne es eher als meine eigene Ordnung.
Mum nennt es, das Inspirationszimmer, aber das Thema möchte ich garnicht vertiefen. Wenn Mum und ihr Feng-shui erstmal eins sind, gibt es kein halt mehr. Wie auch immer.
Louis und ich setzten uns also gemeinsam auf mein Bett, und schauten uns in die Augen, mussten dann aber anfangen zu lachen. " Du lachst voll süß.. " sagte er und grinste mich dabei an.
Ich schaute beschämend zu Boden, und grinste, meine Gedanken schweiften jedoch ab, als ich Mum aus dem Garten schreien gehört habe, sie schrie nach Dad, und seinen Aufgaben im Haushalt die er nie macht.
Aufgaben..
Wenn es darum geht, bin ich ein Kleinkind, wenn ich vor Aufgaben stehe. Der Meister der Streiche, bei Selbstbetrug und ich würde so gerne vieles tun wollen, mache davon zu wenig. Ich zweifele alles an, und sage zu wenig. Wenn ich das alles sagen würde, würde man mich zum Narren halten, und mich sowieso nicht verstehen.
" Louis was machen wir wenn ich wieder nachhause muss ? " sagte ich, und merkte was meine wirklichen Aufgaben hier sind. Ich habe wirkliche Verpflichtungen, und Aufgaben vor denen ich mich stellen muss, doch ich mache es nicht. Ich muss der Wahrheit ins Auge blicken, doch ich weiß das sie schmerzt. " Du bist schon zuhause, süße.. " sagte er und strich mir dabei eine Strähne aus meinem Gesicht. " Ach, Louis ich meine das ernst.. bald ist mein Jahr zuende, und diese 365 Tage sind gezählt ! " Ich sah zu wie sein Blick ernst wurde, und er aufstand. Seine Hände lagen geballt in seinen Hosentaschen, er schaute aus dem Fenster, sein Blick war immernoch kalt, bis er dann anfing zu reden: " Ich meine es auch ernst.. ich will das du bleibst.. ich will das du hier mit mir bleibst.. wenn du hier nicht mehr wohnen kannst, kommst du zu mir. Ohne dich, würde hier etwas fehlen. Wir brauchen dich hier alle. Ich brauche dich. "
Um ehrlich zu sein, war ich etwas schockiert, das er soviel Gefühl zeigen kann. Schließlich gibt es selten Jungs, die ihre Gefühle zeigen.
" Komm wir bleiben diese Nacht lange wach, Louis. Ich möchte meine letzten Monate hier genießen... lass' mal auf das höchste Dach klettern, und die Zeit einfach genießen.. " sagte ich ,und schaute Louis mit ernstem Blick an.
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" Guck wie schön es hier oben ist ! " schrie Louis als er gerade auf irgendein hohes Dach kletterte, und sich den Nachthimmel anschaute. " Ich würds' ja gerne bewundern, aber ich brauch immernoch Hilfe.. " nörgelte ich, und versuchte mit aller Kraft diese blöde Regenrinne hochzuklettern.
Ich muss zugeben das ich eigentlich recht sportlich bin, doch im Sportuntericht versagte ich immer dabei dieses blöde Seil hochzuklettern. " Warte ich helf' dir.. " sagte Louis und lachte leise vor sich hin. " Lach nicht, ich hab nicht solche riesigen Arme wie du.. " nörgelte ich. " Ich nimm das mal als Kompliment.. " sagte Louis und grinste mich immernoch an. " Jetzt hilf mir schon hoch, ich hab keine Kraft mehr ! " zickte ich, bis er mir dann letzendlich hoch half.
Oben angekommen, staunte ich nicht schlecht. Das Sterenzelt über uns ähnelte dem in irgendwelchen Märchenbüchern. " Wow.. " murmelte ich leise vor mich hin während ich mich zu Louis setzte, und wir zusammen in den Himmel schauten.
" Weißt du wann ich mir das letzte mal so die Sterne angeschaut habe ? " sagte ich vorsichtig, und kam kaum aus dem Staunen raus.
" Nein, wann ? " sagte er , und legte seinen Arm um mich.
" Ich war sieben.. zu der Zeit war ich jeden Tag draußen, zusammen mit père. Das war der Abend an dem ich das letzte mal mit ihm geredet habe. Am nächstem Morgen war er weg. Maman wollte die Polizei rufen. Er kam betrunken nachhause, roch nach billigem Parfum, Maman wollte dieses Spiel nicht mehr mitmachen. Wir wussten alle genau das er ein Alkoholproblem hatte, sie versuchte auf ihn einzureden, er solle und verlassen, doch es funktionierte nicht. Er sagte, wir sollten gehen, da wir eine ' Belastung ' für ihn seien. Maman rief daraufhin sofort ihre beste Freundin an, zusammen mit ihrem Mann kamen sie dann zu uns, und packten Koffer und Karton. Ich war recht klein und wusste noch nicht recht was passiert, dachte das wir in den Urlaub fahren. Maman ließ mir den Glauben, und zwang sich ein lächeln unter ihren Tränen auf...
ich.. umm.. ich dachte es seien Freudentränen, und sagte ihr sie solle nicht weinen, weil es doch schön sei sich zu entspannen. Père sagte mir noch am selben Tag das er mich liebte. Doch nachdem Maman's Freundin mir erzählte das er der Grund sei das sie weinte, ignorierte ich ihn. Ich hatte ihn seit dem Tag nie wieder gesehen, und ehrlich gesagt wollte ich das auch nie...
Es gab einige male, an denen er versuchte mit mir ein Treffen zu vereinbaren.. doch ich bin nicht hingegangen.. seit dem habe ich mir den Sternenhimmel nicht mehr angeschaut.. er hat mich immer an ihn erinnert, und es gab mir Unsicherheit... ich wollte nie darüber reden, weil ich Angst hatte, ihr akzeptiert mich nicht für meine Vergangenheit.. "
Ich musste tief Luft hohlen, merkte das meine Hände zitterig wurden. Meine Augen wurden wässerig, doch ich riss mich zusammen, schaute dennoch zu Boden, bis er sagte:
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365 Tage
FanficAlles fing mit meinem Besuch im Freizeitpark in London an, es sollte ein besonderer Tag werden, da ich an dem Tag frei hatte. Eigentlich ging ich hier als Au-pair auf die Universität, doch heute fiel die Schule aus, weil die Lehrer eine besondere Ko...
