Kapitel 31

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Ich laufe zu einem Ort den mir damals Jungkook gezeigt hat. Der Gefühlvolle versteht sich. Er ist ziemlich hoch gelegen, und wenn ich so darüber nach denke, kann ich ohne Jungkook wirklich nicht leben.

Ich ziehe meine Kapuze weiter über mein Gesicht, denn es regnet wie aus Eimern. Auch wenn mir der weiter Schutz nix bringt, da meine Klamotten schon vollkommen durchnässt sind. In Gedanken versunken bahne ich mir den Weg zu diesen, Aussichtsplatz.

Wenigsten weiß ich, wenn ich jetzt gehe, dass ich niemandem Fehlen werde. Er hatte es mir ja ins Gesicht gesagt. Es ist ihm egal ob ich sterben würde oder unser Kind. Es ist ihm egal wie sehr ich ihn liebe, trotz das er mit seinen Worten mir mehr als weh getan hat. Und selbst als ich ihm eine Ohrfeige gegeben hatte, schien es ihn nicht mal zu interessieren.

Was hab ich mir damals gedacht? Als ich auf seine Einladung eingewilligt habe. Als ich mit ihm das erste mal geschlafen habe. Alles bricht auf mich ein, und ich frage mich, ob ich mein Leben vielleicht an die völlig falsche Person verschwendet habe.

Nein...hab ich nicht. Jungkook hat mich geliebt. Mit Leib und Seele und ich liebe ihn immer noch. Aber jetzt ist er fort, und wahrscheinlich werde ich sein herzliches Ich nie wieder sehen. Da es mich dann nicht mehr gibt, und er eh nicht wieder zu sich kommen wird.

Ich bin bei dem Aussichtsplatz angekommen und Stütze mich mit meinen Armen am Geländer ab. Mittlerweile ist es stockdunkel. Ich war wirklich sehr langsam auf dem Weg hierher. Mein Blick wandert in die Tiefe, in die ich vor hatte zu stürzen. Mein Freund wollte mich tot sehen, jedenfalls war es ihm egal.

Ich konnte mein jämmerliches Ich nicht mehr ertragen. Das Mädchen hatte Recht. Ich bin jämmerlich. Selbst wenn ich am Leben bleiben würde, und mein Kind bekommen würde. Ich würde in Depressionen versinken, und mein Kind mich hassen.

Ich muss es tun..beschließe ich und klettere vorsichtig über das Geländer. Nun steh ich an der Kante zum Abgrund, halte mich hinter mir am Geländer fest und starre runter.

Wenn ich das hinter mir hab, kann ich nicht mehr leiden. Mir werden nie wieder die Worte von Jungkook durch den Kopf gehen, nie wieder das teuflische Grinsen in seinem Gesicht sehen was auftauchte, als ich ihn gefragt habe ob es ihm egal wäre, mich tot zu sehen.

Ich würde das alles vergessen. An einem besseren Ort sein, wenn man so sagen will. Ich fass meinen Mut zusammen, den restlichen den ich jedenfalls noch habe. Hebe ein Fuß über den Abgrund. „Leb wohl Welt." ich blicke hinab und sage meine letzten Worte. „Ich liebe dich. Jungkook. Selbst jetzt noch. Ich würde dich immer lieben."

Mit diesem Satz löse ich meine Hände vom Geländer...

Mr. Right (ReaderxJungkook)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt