Kapitel 18

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Emily
Jason und Peter setzen sich wieder zu uns. >>Alles okay?<<, flüstre ich Jason zu. Er nickt nur und küsst mich auf die Wange. Das nehme ich ihm nicht ab, aber ich finde schon heraus was los ist.
Nach dem Essen gehen wir in den Park. An dem Spielplatz bleibe ich stehen, lächelnd sehr ich den Kindern zu die klettern. Ob Mila ein wildes Mäuschen oder eher ein stilles Mäuschen wird? Ich war immer sehr ruhig, wie das bei Jason war weiß ich nicht... da sollte ich mal mit Lena drüber reden. Vielleicht zeigt sie mir ja die Kinderfotos von ihm. Ein Arm legt sich um meine Taille, wonach ich an jemanden gezogen werde. >>Was bist du so in Gedanken? Oder eher so bist du da?<<,fragt Jason. Lächelnd lehne ich mich etwas an ihn. >>Naja ich habe mich gefragt wie du als Kind warst. Vor allem würden mich Fotos interessieren. Im Flur hängen nur Bilder wo du schon älter bist.<< Abrupt bleibt er stehen und sieht mich mit großen Augen an. >>Nein, du fragst meine Mama sicherlich nicht nach Babyfotos!<<, bringt er raus. Lächelnd nehme ich seine Hand und meine das war ja sehen werden. Ich habe mit der Reaktion gerechnet, was nicht heißt das ich ihm den Gefallen tue und nicht frage. >>Du würdest auch nein sagen wenn ich deine Babyfotos sehen wollte.<< Rechtfertigt er sich. Darüber kann ich nur den Kopf schütteln, manchmal sind Jungs echt kompliziert. Was ist an Babyfotos schlimm? - Okay vielleicht denkt er das wir nicht lange zusammen sind und ich soll sie deshalb nicht sehen. Schnell schiebe ich den Gedanken an Seite über so etwas sollte ich nicht nachdenken. Im Moment habe ich genug andere Probleme. Wir kommen an einem Kaffee an, Jason bleibt wieder stehen. Verwundert schaue ich ihn an, eigentlich wollten wir nach Hause. >>Willst du mit ihr reden?<< Kate kommt mit zwei Kaffeebechern auf uns zu. Ich zucke mit den Schultern, zu unsicher bin ich mir. Klar setzt es mir zu das zwischen Kate und mir gerade Funkstille ist, nur weiß ich nicht was nach dem Gespräch ist. Was ist wenn wir uns entscheiden keine Freunde mehr zu sein? Es würde mich total fertig machen, wir sind so lange schon beste Freundinnen. Ich will nicht das es vorbei ist, wir haben uns bis jetzt doch immer gut verstanden. >>Hey, Emily? Können wir reden. Alleine? Ich habe auch einen Tee für dich.<< Kate sieht mich unsicher an. Mein Blick geht zu Jason, er lässt meine Hand los und schiebt mich auf Kate zu, vorher flüstert er mir ins Ohr das er es mit Mila wohl ein paar Stunden alleine Schaffen wird. Danach läuft er weiter, ich sehe den beiden noch kurz hinterher. Ich wende mich zu Kate und nehme ihr den Becher mit dem Tee ab. Zusammen laufen wir schweigend wieder in den Park und setzen uns auf eine Bank. Ich warte darauf das Kate anfängt zu reden, nur macht sie es nicht. Sie starrt auf den See, anscheinend noch vertieft in ihre Gedanken. >>Es tut mir leid! Ich weiß nicht was mit mir los war. Mich hat alles genervt und ich habe mich wahnsinnig eingeengt gefühlt. Luca war dauernd an meiner Seite, ich liebe ihn aber er hat mir total den Freiraum genommen. Nicht das wir Schluss gemacht haben, lediglich geredet. Wir haben die Karten auf den Tisch gelegt, es hatte nichts mit dir zu tun.<< Kurz macht sie eine Pause und nimmt einen Schluck von ihrem Kaffee. >>Du bist meine beste Freundin und das wird sich nicht ändern. Sorry das ich doch weggestoßen habe, ich wollte das nicht. Nur brauchte ich mal Zeit wo mich niemand nervt. Wo niemand mir etwas erzählt, einfach für mich alleine. Weshalb ich jetzt für zwei Wochen zu meiner Oma fahre. Ich denke Luca wird euch ein wenig nerven, aber sag ihm wenn er gehen soll. ich hoffe du kannst mit verzeihen.<< Endlich sieht sie mich an. Lächelnd nehme ich sie in den Arm. >>Ist okay, fahr zu deiner Oma. Aber danach müssen wir uns Treffen.<< Auch auf ihrem Gesicht erscheint jetzt ein Lächeln und Sie nickt. Zusammen laufen wir noch etwas durch den Park und erzählen dem jeweils anderem was er so verpasst hat. Am Spielplatz können wir es nicht lassen und setzen uns auf die Schaukeln. >>Weißt du noch als du erfahren hast das du Mama wirst? Wir sind auf den Spielplatz und haben geschaukelt. Ich glaube wir waren fast vier Stunden hier, dann würde es dunkel. Dein Vater sowohl wie meine Eltern waren nicht begeistert.<< Lacht Kate, in dem Moment kommt eine ältere Dame zu uns. >>Das ist ein Kinder-Spielplatz. Die schaukeln sind für Kinder, ich würde sagen sie verlassen das Gelände.<< Sie sieht uns tadelnd an, worauf wir uns ein Lachen verkneifen müssen. Schnell verlassen wir den Spielplatz, das ist wieder eine Gesichte die wir noch lange erzählen werden. Wieder am Kaffee angekommen setzten wir uns rein und bestellen jeder eine Waffel mit Vanille Eis. >>Ich hoffe das wir wenn es wieder in die Schule geht alles geschafft haben. Luca und Jason müssen sich ja bald eine Ausbildungstelle suchen oder sie gehen Studieren. Vielleicht bringt das ja etwas Ruhe in unser Leben oder eben nicht.<< kischert Kate. >>Das werden wir sehen. Aber jetzt freue ich mich erst mal auf die Waffel und danach auf meine kleine Maus.<<
Eine Stunde später klingle ich an der Tür von meinem Freund. Lena macht mir sie auf. >>Schön das du wieder da bist. Da hat jemand mächtig Hunger!<< Genau in dem Moment vernehme ich das schreien meiner Tochter. Kurz lächle ich sie an und gehe an ihr vorbei. Oben in Jason's Zimmer finde ich meinen kleinen Engel. Ich nehme sie zu mir und versuche sie erst mal zu beruhigen, nachdem sie nicht mehr so sehr weint setze ich mich mit ihr auf das Bett und fange an sie zu Stillen. >>Ja Mäuschen, schrecklich das die Mama so lange weg war. Es tut mir leid, jetzt bin ich wieder da und lass dich nicht alleine.<< Sage ich und streichle über ihre Wange. Sie hat ihre Augen schon wieder zu, aber sieht glücklich aus. Herr Gott so lange habe ich die kleine noch nie alleine gelassen. Was für eine schrecklich Mutter bin ich? Nachdem sie satt ist lege ich sie neben mich und ziehe mich wieder richtig an. Zusammen mit ihr in den Armen laufe ich wieder nach Unten. Im Wohnzimmer treffe ich Peter, er bitte mich das ich mich neben ihn setze. Also lasse ich mich neben ihm auf der Couch nieder. >>Wieso bist du nicht mit Jason nach Hause gekommen?<<, fragend sieht er mich an. >>Meine beste Freundin und ich hatten Streit. Wir mussten über einiges reden, Jason meinte das er mit der kleinen schon mal nach Hause will.<< Er nickt und sieht dann kurz Mila an. >>Sie war ziemlich kalt als er hier ankam. Noch solltet ihr das Fell auch unter die legen.<<, Informiert er mich. Verlegen sehe ich meine Tochter an und beiße mir auf die Lippe. Ich hatte das Fell raus genommen und vergessen wieder rein zu legen. Hoffentlich wird sie nicht Krank, das habe ich schon hinter mir. Es hat mir gereicht und wenn die Zähne kommen wird es sicher schwer genug.

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