"Strawberries, cherries and an angel's kiss in spring. My summer wine is really made from all these things. Take off your silver spurs and help me pass the time and I will give to you Summer-Wine. Ohh Ohh-Ohh Summer Wine."
"Jetzt bist du dran, mein Schatz." Mary grinste breit und sah, wie Elyas' Hand und Augen zuckten. Sofort sprang sie auf und rief: "Elyas! Bist du wach?" Sie erhielt keine Antwort und griff traurig nach seiner Hand. Diese schien jedoch einen sanften Druck auszuüben. Erschrocken stand Mary auf, drückte Elyas einen Kuss auf die Lippen und sagte während des Verlassens des Raumes: "Ich bin sofort wieder da."
"Ist das dein Ernst, Mary?" Herr Cherkowskys Augen leuchteten und Mary nickte eifrig. "Ich habe gesungen." "Welches Lied denn?", fragte er aus Spaß, doch Mary antwortete: "Summer Wine. Dieses Lied war das 1., welches wir in der Disko gehört hatten. Und zu diesem Lied hat er mich das 1. Mal singen hören." Bei diesem Gedanken wurde ihr warm und kalt ums Herz. In dieser Nacht hatte ihr Vater sie vergewaltigt, doch Elyas hatte sie gerettet und war noch in der selben Nacht mit ihr heimgefahren. So einen wundervollen Menschen an ihrer Seite zu haben, ist für sie das größte Geschenk auf der Welt. Gemeinsam könnten sie alles schaffen und das wusste er doch. Langsam begann Mary an der Vermutung, dass Elyas sich selbst umbrachte, zu zweifeln, bis sie aus ihren tiefsinnigen Gedanken gerissen wurde. "Dann musst du es nocheinmal singen! Vielleicht haben sich diese Momente in seinem Kopf und Hirn eingepflanzt. Wenn er sich daran erinnern kann und sogar Zeichen gibt, kann es sein das erbald aufwacht. Los! Geh!" Sachte stieß der Chefarzt Mary aus dem Büro, während sie noch nuschelte: "Danke für Alles!"
"I walked in town on silver spurs that jingled to a song that I have only sang to just a few. She saw my silver spurs and said: 'Let's pass some time' and I will give to you Summer-Wine. Ohh Ohh-Ohh Summer Wine.", begann Mary mit einer gespielt tiefen Stimme zu singen und setzte dann fort: "Strawberries, cherries and an angels kiss in spring. My Summer-Wine is really made from all these things. Take off your silver spurs and help me pass the time and I will give to you Summer-Wine. Ohh Ohh-Ohh Summer-Wine." Erwartungsvoll starrte Mary auf dieses leblose Gesicht, bis seine Mundwinkel wieder zuckten. Bildete sie sich das etwa alles ein? Egal, ob Einbildung oder nicht, mit jeder Bewegung fiel ihr ein großer Stein vom Herzen, denn die Chance, dass er endlich wieder erwachte, wuchs und wuchs. Übermütig fasste sie in seine Haare und küsste ihn zärtlich. Spürte sie etwa Gegendruck? Erwiderte er den Kuss? Mary öffnete den Mund und musste enttäuscht feststellen, dass Elyas seinen nicht ebenfalls öffnete. Die Tür schwang auf und Mary ließ von Elyas ab. "Oho. Stör ich?" "Nein, nein. Ich habe nur gedacht, er würde meinen Kuss erwidern." Der Arzt blinzelte an ihr vorbei und sah, wie Elyas reglosen Körper. "Ich glaube wir sollten die Geräte abstellen." "Nein!", erwiderte Mary schockiert, "Er macht doch Fortschritte. Er wird aufwachen, wenn du mir nur genügend Zeit dazu lässt!" Herr Cherkowsky begann sich auf die Geräte zu zu bewegen. "Bitte nicht.", bettelte Mary und ergriff die Hände des Arztes, doch dieser schaltete einfach die Geräte aus. Mary rannte auf Elyas zu und warf sich an ihn. "Lass mich nicht alleine!" Herr Cherkowsky verließ das Zimmer.
Mary lief im Zimmer herum. All das durfte nicht war sein. Ihr Baby begann wie wild zu strampeln und sie hielt sich den schmerzenden Bauch.
xxx Warum hat er mir das nur angetan? Wie soll ich ohne Elyas überhaupt noch leben können? Er hat mich aufgebaut, war immer für mich da und hat mich durch schwierigste Zeiten hindurch geholfen. Es kam mir schon immer so vor, als würde ich ihn ewig kennen. Er hat mir alle meine Fehler verziehen und wegen einem nichtigen, unwichtigen Fehler schmeiße ich ihn direkt aus der Wohung? Und dieser verfluchte Selbstmordversuch! Was, wenn es doch stimmt? Was, wenn es Elyas' Wille war, jetzt tot zu sein! Was rede ich mir da eigentlich ein? Elyas war schon immer lebensfroh und spontan. Mit ihm hat alles Spaß gemacht und er selbst wusste, wie man Menschen zum Lachen bringt. Doch was wenn dieser lebensfrohe, liebevolle Mensch nur eine Fassade war? Was, wenn er wie ich ist? Hat er vielleicht Depressionen? Ich habe mich doch nie wahrhaftig um ihn gekümmert oder mich um ihn gesorgt. Ich habe immer nur an mein Pech geglaubt und vergaß dabei, nach seinem zu fragen. Habe ich die Schuld, dass er jetzt tot ist? xxx
Mary griff nach seiner Hand und sie fühlte sich so viel wärmer an. "Elyas?", fragte sie und seine Augen zuckten. "Wach bitte auf. Du fehlst mir so sehr. Und das ist alles nur meine Schuld. Ich hätte mich doch um dich kümmern sollen und nicht mich im Vordergrund stehen lassen sollen. Es tut mir so Leid, ich habe mir mein Leben selbst zerstört. Ich habe mich zerstört und dich gleich mit. Verdammt, ich alleine bin schuldig!" Sie legte die große Hand zurück aufs Laken und ging zum Fenster, um ein wenig zu lüften. "Nein, du trägst keine Schuld." Die Stimme klang wie Elyas' und Mary drehte sich mit Freudentränen im Gesicht um, doch Elyas lag nur weiterhin mit geschlossenen Augen auf dem Bett. Als sie das Fenster weit öffnete, vernahm sie jedoch noch einmal seine Stimme: "Küss mich." Stirnrunzelnd ging sie auf Elyas zu und küsste zärtlich seine Lippen, jedoch empfand sie keinerlei Gegendruck. "Oh Gott, ich muss hab schon Wahnvorstellungen.", sagte sie kopfschüttelnd und drückte ihre Hände auf die weinenden Augen. "Ich bin tot, nicht wahr?", fragte Elyas und sah sie an. Mary blickte zurück und fragte ungläubig: "Bist du wirklich wach, ja?" "Du redest und bist so unglaublich blass, ich muss im Himmel sein und du bist ein Engel!" "Nein Elyas! Ich habe angefangen zu reden! Für dich!" Überglücklich küssten sie einander und lagen in inniger Umarmung beisammen, als dann die Tür aufschwang und ein lachender Arzt hineinstürmte. "Tja, Mary-Ann. Da hab ich dich wohl verarscht!" "Wie jetzt?", fragte diese ungläubig, noch immer Elyas fest umschlingend. "Als ich das Gerät ausgeschalten hab, war Elyas schon wach und hat mir Zeichen gegeben." "Du verficktes Arschloch!", lachte Mary und schlug auf Elyas ein. Dieser bändigte sie und küsste sie sacht. "Ich liebe dich Mary."
(Bitte bitte nicht story löschen es kommen noch 2 Kapitel.♥)
DU LIEST GERADE
Ihr 1. Wort.
FanfictionElyas trifft in einer Bar auf eine mysteriöse Frau. Zwischen ihnen herrscht von Anfang an eine starke Bindung. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch wie soll eine Beziehung funktionieren, wenn einer der beiden nie spricht?
