Jay
Müde saß ich auf den ungemütlichen Bänken am Flughafen, der Kalender zeigte den 21. Dezember und die Uhrzeit 2:47 PM.
Julia schlief und hatte ihren Kopf auf meine Schulter gelegt, so müde ich war, ich bekam kein Auge zu.
Vorgestern Abend hatte ich 2 Pakete bekommen, ohne Absender, nur mit der Notiz ich solle es erst an Weihnachten öffnen.
Verloren blickte ich zu meinen Vans, sie sahen echt angeranzt aus, das konnte auch daran liegen dass das die Vans von letzter Jahr waren, die flachen konnte ich nicht mehr tragen, weshalb die hohen aus dem Schrank gefischt wurden.
Ich weiß noch, damals wollte ich unbedingt Vans weil mein Crush auch welche trug, später verstand ich warum er diese Schuhe liebte.
Nachdem ich Julia weniger sanft aus dem Schlaf gerissen hatte, betraten wir alle das Flugzeug.
Und ab da ist alles, absolut alles weg.
Ich litt so unter Müdigkeit das ich kurz nachdem ich mich hingesetzt und angeschnallt hatte, einfach wegtrat.
"Jay" lustlos schlug ich meine Augen auf, und schaute geradewegs in das erleichterte Gesicht meines Dads "ich dachte schon du bist tot, ich habe schon vom unserer Kreuzfahrt geträumt" "haha danke Dad" er zwinkerte mir zu und packte mich am Arm, um mich dann so aus dem Flugzeug zu schleifen.
"Wo ist Mom?" "Sie ist mal für kleine 'Moms'" bei dem Wort Mom setzte mein Vater diese kleinen Anführungszeichen mit seinen Fingern und zeigte in Richtung der Toiletten.
Julia lehnte an ihrer Mom und war schon wieder im Land der Träume, so wie ich Tante Mary kannte, würde sie in weniger als 20 sek einen Schritt nach hinten machen und Julia würde vor versammelter Mannschaft mit dem Boden Bekanntschaft machen.
Meine Mom kam allerdings freudestrahlend zu mir "Jay du glaubst nicht wen ich gerade getroffen habe"
desinteressiert zuckte ich mit meinen Schultern "eine alte Freundin von mir, als ich hier weggezogen bin, brach unser Kontakt langsam ab, aber sie hat einen Sohn in deinem Alter"
Sohn in meinem Alter, mein Gesicht zierte ein verstörendes aber interessantes Lächeln.
"sprich weiter" "mehr weiß ich auch nicht, aber sie haben uns 3 zum Essen eingeladen, morgen Abend" sie freute sich riesig, und ich mich erst, spüre den Sarkasmus.
Tante Mary hatte es wirklich durchgezogen, Julia lag keine 20 sek später auf dem Boden, nur hatte ich es nicht mitbekommen da meine Mom von ihrer Freundin erzählt hatte.
Seit dem Tod meines Grandpas, lebt meine Grandma allein im diesem großen Haus.
Meine Eltern hatten schon mehrmals versucht sie nach San Francisco zu holen, wo gegen sie sich aber bis heute noch sträubt.
Unser kleines geliehenes Auto hält vor dem großen typisch amerikanischen Haus, langsam schlage ich die Autotür auf, um sofort von der kalten Winterluft umhüllt zu werden.
Da mein Vater sich um die Koffer kümmert, gingen meine Mom und ich schon mal zur Klingel.
Der allseits bekannte Klingelton erklang und eine alte aber doch fitte Frau öffnete die Tür "Grandma" ihr Gesicht zierte ein breites Lächeln ehe sie mich in ihre Arme nahm.
Nachdem auch Tante Mary, Onkel George und Julia ankamen, konnten wir endlich reingehen.
Drinnen roch es nach Zimt und Räuchermännchen, alles war toll geschmückt und in der Mitte des Wohnzimmers stand ein kleiner aber feiner Weihnachtsbaum.
Wie jedes Jahr verkrochen Julia und ich uns in die 2. Etage, die Zimmer meiner Mom und Tante Mary wurden selbst von ihnen genutzt, sodass wir das Gästezimmer bekamen.
Es war wie jedes Jahr ein riesiges durcheinander, als wir unsere Koffer auspackten.
Jedes dritte Stück hatte entweder ich von Julia gemopst oder sie von mir, ich fand sogar meinen geliebten Hoodie wieder, welchen sie mir aber nicht wieder geben wollte letztendlich schenkten wir uns den Großteil und die Welt war wieder in Ordnung.
Außer meinen Hoodie, den hol ich mir zurück.
Julia und ich gingen, trotz des kalten Windes, noch eine Runde spazieren, ich meine wir sind beide in Virginia geboren und sind dann nach San Francisco gezogen, ich mit 3 und sie mit 4.
Überall hatten die Menschen alles schön geschmückt und beleuchtet, in meinem Herzen zog langsam Weihnachten ein, nachdem da drin so lang keine glücklichen Hormone mehr hausten.
Nach der Sache mit Corbyn waren meine Gedanken wie leer gefegt, mein Vorsatz für das neue Jahr war eindeutig ‚hör auf dir Chancen auszumachen' diesen Vorsatz musste ich unbedingt einhalten.
„Hier ist alles so ruhig" „kein Krankenwagen, der von a nach b fährt" „kein Großstadt lärm" „nichts".
Wir waren mittlerweile wieder zu Haus angekommen und ziemlich hungrig, ein Glück das unsere Grandma das beste Essen kocht das es überhaupt gibt.
Das die Weihnachtsstimmung nun auch bei uns Einkehr gemacht hatte, spürte man, mein Vater sprach nicht mehr von der Arbeit mit schaute meine Mama an wie als wären sie frisch verliebt.
Tante Mary und Onkel George stritten nicht mehr, sondern führten angeregte und zivilisierte Gespräche miteinander.
Genau da traf es mich wie ein Schock.
Shit maybe I miss you.
Second one 😸
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L i e | c.b.
Fiksi PenggemarWas würdest du machen wenn deine erste Liebe eine einzige Lüge war? • • Started: 15. October 2018 Finished: 03. February 2019 • BEST RANKING 11/30 #1why don't we
