22. Lara-schlimmer als ich

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Lara

Während die drei sich noch in den Armen lagen verzog ich mich mit Niko in eine hintere Ecke des Raumes, um mit ihm ungestört reden zu können. „Schlimm das mit Johan." meinte Niko zu mir. „Ja, ja. Aber es hat auch etwas gutes an sich." tat ich das Thema schnell bei Seite, da es mir eigentlich ziemlich egal war, was mit Johan geschehen war, ich konnte ihn nie sonderlich leiden und fand ihn eher nervig.

Ich wollte grade anfangen zu erklären weshalbes auch etwas Gutes an sich hatte aber Niko unterbrach mich. „Hey, ich weiß, dass du Johan nicht sonderlich mochtest aber es geht nicht, dass dir der Tot eines Menschen, den du auch noch länger kanntest so egal ist. Sina mag uns auch nicht und trotzdem sind wir ihr nicht so egal, wie dir Johan." „Ja, wir sind ihr nicht egal, weil sie uns töten will." wehrte ich ab. „Ach Quatsch! Dich hat sie nicht getötet, als sie die Gelegenheit dazu hatte und mich hat sie auch nicht umgebracht, obwohl der Joker es ihr erlaubt hatte." „Okay vielleicht hast du recht und Psycho ist nicht ganz so schlimm aber denk dran, sie hat beim Joker diesen Mann umgebracht. Vielleicht ist sie nur stark genug, wenn er dabei ist aber das reicht schon. Und jetzt, lass mich meinen Plan erklären!" Diese kleine Gedächtnis Stütze schien Niko wieder überzeugt zu haben und ich erkläre ihm was ich vorhin gemeint hatte.

„Also, durch Johans Tod ist Sina psychisch noch instabiler geworden, als vorher schon." „Du meinst sie war das schon vorher?" hackte Niko nach. „Ja natürlich! Sie labert doch immer von diesem komischen Gefühl welches sie angeblich manchmal kontrolliert. Für mich ist das einfach nur eine Ausrede dafür, dass sie anfängt Stimmen zu hören." erklärte ich meinem begriffsstutzigen Cousin. Er nickte nur.

„Was ich sagen will ist, dass das unsere Changse sein könnte die anderen davon zu überzeugen, dass Sina nicht mehr in der Lage ist uns hier raus zu holen und wir stattdessen übernehmen sollten." berichtete ich Niko von meinem Plan. Seine Augen wurden groß, als er das hörte. „Und so rächen wir uns gleichzeitig auch an ihr, denn wenn die anderen uns glauben merkt Sina, dass keiner mehr zu ihr hält." dachte Niko weiter. Ich grinste und stimmte mit einem Nicken zu.

Sina

Ella, Lou und ich trennten uns wieder. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und bemerkte, dass der Rucksack den ich mitgenommen hatte neben mir lag. Ich öffnete ihn und stellte erfreut fest, dass alles was ich mitgenommen hatte noch drin war. „Hey Leute, ich habe Essen und ein paar Klamotten mitgenommen. Kommt her!" rief ich.

Nachdem ich Essen und Trinken verteilt hatte zog ich die Klamotten heraus. „Naja ich habe nur Klamotten für uns Mädchen." sagte ich. „Nehmt euch was Ella und Lara." forderte ich die beiden auf und nahm mir selbst eins der beiden T-Shirts. „Ach, ich darf auch?" fragte Lara skeptisch. „Ja, hast du mal deine zerrissene Hose gesehen? Nimm dir die Jeans." erwiderte ich. Lara nahm die Hose und Ella das andere T-Shirt und die Jacke. „Sorry, dass ich für euch nichts habe Jungs aber wärt ihr so nett euch umzudrehen während wir uns umziehen." sagte ich zu Lou und Niko welche sich daraufhin brav und anständig umdrehten.

Lara

Nachdem wir etwas von Sinas mitgebrachten Essen gegessen hatten, ging ich mit Niko wieder in eine hintere Ecke. „Ein Wunder, dass unser Essen nicht vergiftet war." meinte ich spöttisch. „Wieso sollte Sina so etwas tun? Sie hat dir sogar was von den Klamotten gegeben. So schlimm finde ich sie gar nicht mehr." antwortete Niko zu meiner Überraschung. Ich musste mich kurz sammeln um zu überlegen, was ich als nächstes sagen sollte.

„Grade nicht so schlimm hin oder her, irgendwann wird sie wieder schlimm und vorher müssen wir uns an ihr rächen." sagte ich entschlossen. Niko aber schüttelte den Kopf: „Ich weiß nicht, ob wir das wirklich tun sollten. Sina will glaube ich mittlerweile selber von dem Joker weg und mit diesem komischen Gefühl ist sie auch lange nicht mehr gekommen." Ich konnte nicht glauben, dass Niko jetzt einen Rückzieher machen wollte.

„Niko, falls du es vergessen hast, Sina hat angedroht dich zu töten und mir die Freundin weg genommen und mich verprügelt!" versuchte ich ihn zu erinnern. Er aber ließ sich zu meinem Pech nicht beirren: „Das hat sie nur gemacht um sich an uns zu rächen. Denn du musst zugeben, wir waren nicht wirklich immer nett zu ihr. Und jetzt hat sie sich an uns ausgetobt und merkt, wie ernst die Sache ist und will uns hier raus holen. Ich habe die Schnauze voll von deinen Racheplänen und gehe jetzt zu Lou, mich erkundigen wie es ihm geht."
Fassungslos sah ich ihn an, dass mein eigener Cousin mich so im Stich ließ konnte ich einfach nicht glauben. „Niko, bleib stehen! Wenn du jetzt gehst bist du nicht besser, als Ella und Sina." schrie ich ihm hinterher, doch er ging einfach weiter zu Lou.

Sina

Ich hatte gehört und gesehen, wie Lara Niko hinterher geschrien hatte. Natürlich hatten auch Ella und Lou es mitbekommen, ich aber ging gleich zu Niko hin und fragte was los sei. „Ach nichts, es ist nur..." weiter kam er nicht, denn in diesem Moment wurde die Tür aufgeschlossen.

Joker kam herein, er ließ die Tür auf, weil er genau wusste, dass keiner von uns es wagen würde abzuhauen. „Sina komm her!" befahl er. Ich ging auf ihn zu, wenn auch nur so schnell wie es sein musste. Angst aber auch etwas Wut stieg in mir auf. „Es ist grade mal einen Tag her, seit er meinen besten Freund erschossen hat. Was will er jetzt schon wieder?" fragte ich mich im Kopf.

„Sina, ich habe eine Überraschung für dich." sagte Joker, als ich vor ihm stand. „Nicht schon wieder." nuschelte ich, er hörte es trotzdem. „Oh doch! Aber diesmal eine gute, glaube ich zumindest." meinte er. „Wie gut hört der eigentlich?" dachte ich genervt. „Die Überraschung ist..." ,begann Joker, zog mich neben sich und legte einen Arm auf meine Schulter. „Wieso macht Joker das ständig. Wahrscheinlich, weil er genau weiß, dass mich das verunsichert." dachte ich. „Etwas was du dir schon lange wünscht." sprach er weiter. „Was kommt jetzt?" fragte ich mich. „Du darfst jetzt, heute deine beiden kleinen Feinde töten." beendete Joker seine Vorstellung der Überraschung und reichte mir ein Messer.

Meine Augen weiteten sich, denn es war das Messer mit dem ich auch den Mafia Typen umgebracht hatte. „Ich dachte du solltest es mit einer vertrauten Waffe machen." sagte Joker und lachte. Nicht nur meine Augen hatten sich vor Schreck geweitet sondern auch die meiner Freunde und erst recht die von Lara und Niko.

Meine Suicide Squad GeschichteGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt