Kapitel 86.

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Jimin POV.

"Yoongi!!!"

Blitzschnell stürze ich zu ihm,lasse mich auf meine Knie fallen und gebe dabei einen Scheiß auf die Scherben,die sich jetzt auch in meine Haut bohren.

Vorsichtig versuche ich ihn anzuheben,damit er nich länger in seinem eigenen Blut und dem Glas liegen muss,aber seine Schreie werden dank der Schmerzen noch lauter,denn meine Finger tasten schmerzvoll über seine Wunden. Als er dann beginnt auch noch lauter zu weinen,lasse ich ihn sofort wieder sanft zurück auf den Boden sinken.

Ich kann ihm doch nicht noch zusätzlich wehtun!

Aber ihn hier liegen lassen kann ich auch nicht !

Verzweifelt schaue ich zu meiner Mutter,die sich ihre Hand vor den Mund geschlagen hat und ungläubig auf das Szenario vor ihr starrt. Wow,auf sie kann ich jetzt auch nicht zählen...

Dabei ist sie doch erwachsen und müsste viel ruhiger bleiben als ich!

Immer wieder atme ich tief ein und wieder aus,um meinen Puls wieder zu verlangsamen,während ich ihm beruhigend durch die Haare streiche. Er wird noch mehr Angst haben als ich!

"Okay Liebling,du musst jetzt mal ganz stark für mich sein! Ich muss dich hier rausbringen und dafür werde ich dich wieder hochnehmen müssen,also versuchen stark zu bleiben,danach wird es besser werden. Versprochen!",informiere ich Yoongi,doch dieser scheint das überhaupt nicht mitzubekommen,denn er schreit und weint noch immer,auch wenn jedes Geräusch immer heiserer klingt als das davor.

Sanft fassen sich meine Arme um den schmächtigen Körper,platzieren sich so,dass sie nicht auf zu viele Wunden drücken und ich hebe ihn in meine Arme.

Trotz der lauten Klagelaute bringe ich ihn ins Wohnzimmer,nachdem ich meine Mutter aus dem Weg geschubst habe und lege ihn auf dem Sofa ab. Ob diese Decke jetzt voll Blut werden,geht mir so am Arsch vorbei! Die sind eh hässlich!

Irgendwie drehe ich den Kleineren auf die Seite,so dass er weder auf seinem Rücken noch Bauch liegen muss,denn dort sind die Wunden am schlimmsten.
Endlich scheint meine Mutter auch aus ihrer Trance zu erwachen,kommt auf mich zugelaufen und hat schon das Telefon am Ohr.

Gut,dass sie sich jetzt um den Rettungswagen kümmert,dann muss ich dass nicht machen und kann bei Yoongi bleiben,denn der braucht mich viel mehr!

Langsam verklingen die Schreie,denn er hat einfach nicht mehr genug Kraft dafür und auch sein Hals lässt es nicht mehr zu,denn selbst die leisen Wimmern hören sich schmerzvoll und heiser an.

Als ich mich zurück ins Badezimmer machen möchte,um den Erste-Hilfe-Kasten zu holen,fasst seine zitternde Hand nach mir und das leise Schlurzen lässt mich bei ihm bleiben.

Wenn ich jetzt gehe,lasse ich ihn wieder vollkommen allein mit sich selbst...

Zum Glück hat meine Mutter verstanden,dass ich diesen Kasten jetzt brauche und bringt ihn zu mir.

Sollte ich die Wunden jetzt desinfizieren oder auf den Notarzt warten?

Kann ich ihm denn überhaupt noch mehr Schmerzen zufügen als er eh schon hat?

"Yoongi-Schatz,dass wird jetzt wehtun,aber es wird dir helfen!",murmel ich und kann mir mehr als sicher sein,dass Suga mich nicht verstanden hat. Das wäre wirkliche ein Wunder!

Vorsichtig schütte ich etwas von dem Desinfektionsmittel auf ein steriles Tuch,packe es mit einer Pinzette fest und fahre über seine Schnitte am Bauch,doch anstatt der erwarteten Reaktion,bleibt der Jüngere vollkommen stumm und ich schaue ihm ins Gesicht,nur um festzustellen,dass er nicht mehr bei vollem Bewusstsein ist.

Scheiße!

Hektisch drücke ich meiner Mutter die Utensilien in die Hand,überlasse somit ihr diese Aufgabe und widtme mich meinem Freund,der jetzt definitiv nicht einschlafen soll.

Sanft haue ich ihm mit flacher Hand auf die Wangen und bestimme:"Yoongi wach bleiben! Nicht einschlafen,bleib bei mir und rede mit mir!"
Okay,reden ist vielleicht auch nicht die beste Idee,aber er bleibt doch sonst nicht wach!

"Ich wollte das nicht!",krächzt der Rothaarige heraus und stumm fließen die Tränen weiter über seine Wangen.

Natürlich wollte er das nicht!
Es ist viel mehr meine Schuld,dass er es wieder gemacht hat. Wäre ich da gewesen als das alles passiert ist,dann hätte er nie die Veranlagung dazu gehabt!
Und dann muss ich ihm auch noch meine Lippen aufdrücken,obwohl diese Reaktion doch naheliegend war!

Endlich trifft auf der Rettungsdienst ein und versucht sich sofort seinen Überblick zu verschaffen. Damit sie Yoongi schnellstmöglich helfen können,erkläre ich ihnen alles was ich weiß:"Er hat sich im Badezimmer eingeschlossen und sich geritzt,aber hat dabei wohl eine Panikattacke bekommen. Glauben Sie mir bitte,dass ist das erste Mal gewesen! Und das ist alles nicht seine Schuld,sondern meine!"

Einer der Sanitäter versucht mich beiseitezunehmen,denn laut ihm müssen auch meine Wunden versorgt werden,aber ich kann jetzt nicht von dem Kleineren weg. Ich habe mir geschworen ihn nie wieder allein zu lassen!

Dennoch zieht der junge Mann mich einfach mit,aber sobald ich von Yoongis Seite gewichen bin,fängt dieser wieder an zu schreien und kreischt nach mir.

Natürlich...
Seine soziale Phobie,die können ihn nicht untersuchen!

Schnellstmöglich reiße ich mich aus dem leichten Griff los,eile zu Suga und streiche ihm beruhigend über die Wange.

"Ich bin da,Liebling. Ich gehe nicht weg! Aber du musst dir jetzt von dem Leuten helfe lassen,okay?",verspreche ich ihm und er nickt nur zustimmend,wenn auch zögerlich.

Tatsächlich funktioniert alles wie besprochen,doch als sie Yoongi einfach mitnehmen wollen und ich nicht mit in den Rettungswagen darf,sondern nur meine Mutter,beginnt er wieder sich gegen alles zu wehren. Als ihn die Sanitäter dann auch noch auf die Trage drücken,reagiert sein Körper vollkommen panisch und lässt ihn sich wieder erbrechen.
Und genau bei dem Moment fasse ich einen Enschluss.

Ich lasse ihn da jetzt nicht allein,egal was diese Sanitäter sagen!

Entschlossen steige ich in den Rückraum des Wagens,stelle mich gleich zu Suga,der sich wieder entspannt als er meine Präsenz wahrnimmt und schaue zu den Männern,die sich darüber aufregen,dass sie Kotze auf dem Schuh haben.
Sind sie doch selber Schuld!

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Entschuldigt,dass erst jetzt wieder was kommt,aber die Schule hat wieder angefangen und die Lehrer meinen,nur weil man in der Zwölften Klasse ist,dass man ruhig bis nachts Hausaufgaben machen kann....

Ich schreibe gerade die letzten drei Kapitel und dann ist diese Geschichte geschafft.

Vielen Dank fürs Lesen 🥰

Health first!! ||YOONMIN ✔Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt