Im Herbst des Jahres 2051 beherrschten Stürme die Welt, besonders in den USA zerstörten Tornados die großen Metropolen. Das Leben wurde immer gefährlicher, zahlreiche Menschen ließen ihr Leben.
Robi und Dani, beide Mitarbeiter bei der Nasa hatten zu dieser Zeit zwei Wochen Urlaub, die sie in den New York verbrachten. Dort lebte Danis Zwillingsbruder Lukas, der den beiden die Stadt zeigte. Plötzlich erhielt er einen Anruf von seinen Kollegen. Dann fragte er Robi und Dani: „Wollt ihr etwas spektakuläres sehen?" Die Gefragten sahen sich an und nickten. Sie wussten, es konnte sich nur um ein Wetterphänomen handeln, denn Lukas war Meteorologe. Sie fuhren aus der Stadt raus. Dort schien noch die Sonne, doch sie nährten sich einer Wolkenfront. Die Wolken bewegten sich schnell am Himmel. Kurz darauf trafen sie Lukas Kollegen Gerold.
„Ich habe die Daten der Messinstrumente auf dem Laptop. Seh dir das an."
Kurz schaute Lukas auf den Bildschirm und prophezeite seinem Bruder und Robi ein einzigartiges Naturschauspiel. Der Wind in den Wolken nahm zu und schließlich bildete sich ein Rüssel aus.
„Schnell weg hier", rief Lukas.
Schnell stiegen sie ein und fuhren vor dem Wirbelsturm her.
Derweil funkte Gerold zu seinem Chef: „Verdammt, der Rüssel ist da. Jetzt geben sie schon die Warnung raus."
Robi wunderte sich und fragte: „Wieso ist noch nicht gewarnt worden?"
Lukas erklärte, dass ihr Chef die Meinung vertrat, erst eine Warnung rauszugeben, wenn der Rüssel bereits sichtbar wäre. Jeder der Anwesenden schüttelte den Kopf. Derweil kam der Wirbelsturm immer näher.
„Dort ist eine Brücke, da runter", rief Lukas.
Die vier verließen blitzschnell den Wagen und liefen den Hang hinauf, um dort unter der Brücke Schutz zu suchen. Sie hielten einander fest. Der Rüssel fegte über sie hinweg, die Anspannung der vier war greifbar.
Erleichtert atmeten sie auf, als der Wirbelsturm weiter zog, aber da erschrak Gerold: „Seht ihr das, er wird kräftiger statt geringer!"
Lukas, der mittlerweile den Laptop in der Hand hielt, schaute schnell ein paar Daten nach, die der umgekippte Van noch immer sendete. „Wir haben hinter New York ein Tiefdruckgebiet, er wird von dort angezogen."
„Bedeutet das, dass der Wirbelsturm über New York hinweg fegen wird?", fragte Robi vorsichtig.
„Ich vermute es", sagte Lukas und versuchte mit seinem Chef zu funken. Doch dieser glaubte nicht an die Theorie, er gab keine Warnung für ganz New York raus.
„Die Bevölkerung muss das aber wissen", rief jetzt Dani.
Lukas begann zu grübeln, dann fiel ihm ein Rundfunk ein, der ganz in der Nähe sein Stammhaus hatte. Zunächst liefen sie zum Wagen, den sie mit ein wenig Mühe wieder auf seine Räder stellen konnten. Tatsächlich sprang der Wagen an und sie rasten mit imposanter Geschwindigkeit zum Rundfunkhaus. Eine Mitarbeiterin dort wollte sie aufhalten, doch sie stürmten einfach weiter. Im Senderaum angekommen, erklärte Lukas der Moderatorin kurz die Situation. Sie wurde leichenblass und überließ ihm sofort den Platz.
„Warnung an alle Bewohner von New York. Ein Tornado erreicht in etwa 10 Minuten die Stadt. Bitte bringen sie sich in Sicherheit beispielsweise im Keller."
Die vier verließen das Rundfunkhaus wieder, um weitere Messungen vornehmen zu können. Sie fuhren dem Rüssel hinter her, der eine Spur der Verwüstung hinterließ. Die einst so hohen Häuser waren wie Kartenhäuser zusammengefallen, überall lagen Leichen auf den Straßen.
Dani wurde wütend: „Verdammt, das Ganze sind wir Menschen schuld. Wir haben diesen Klimawandel verursacht."
Lukas versuchte ihn zu beschwichtigen, aber es half in der Situation wenig. Zwar wohnten Dani und Robi bei Lukas, dessen Haus verschont geblieben war, aber die Stimmung war sehr angespannt. Dani schimpfte auf die Menschen, die Welt... Dani und Robi fuhren gemeinsam wieder nachhause, Lukas wollte nicht mitkommen.
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Flüchtlinge der Erde
Science FictionDas Klima wird immer extremer auf der Erde, sodass die NASA nach einem neuen erdähnlichen Planeten sucht. Dieser ist mit Kepler-422b schnell gefunden; die Entwicklung des Raumschiffes mit allen technischen Funktionen dauert hingegen mehrere Jahrzehn...
