Julian
Durch ein lautes Schluchzen was ich immer genauer wahrnehmen konnte und erkannte das es nicht in meinem Traum sondern in der Realität geschah öffnete ich meine Augen langsam
Im Schlafzimmer war es sogut wie dunkel , nur durch die Tür die nicht ganz geschlossen war , fiel etwas Tageslicht hinein
Ich rieb mir dann meine Augen , schmiss die Bettdecke von mir und begab mich in Unterhose und verwuschelten Haaren in den Flur
Quetschte noch kurz meine Augen zusammen da es sehr hell war und ich noch nicht ganz an die Helligkeit gewöhnt war
Das Geschluchze kam aus dem Badezimmer, es war Clara , sie weinte bestimmt noch wegen dem Tod von Herrn Bergmann
Ging ins an die Tür , klopfe kurz an und öffnete die Tür vom Bad
Meine Freundin stand dort noch in ihrer blauen Jeans und ihrem weißem Nikeshirt , ihre linke Hand hielt sie vor ihr Gesicht und weinte bitterlich
Wollte sie in meinen Arm ziehen , als ich ihre rechte Hand betrachtete , etwas weißes mit einem blauen Deckel -klar ein Schwangerschaftstest
Ich bin zwar ein Mann und es ist nicht meine Kategorie aber blöd war ich nicht , es konnte garnichts anders sein
War sie etwa schwanger ?
Egal warum sie auch jetzt immer weinte , wortlos zog ich sie in meinen Arm , drückte ihren Kopf gegen meine Brust während sie ihre Arme um mich legte , daher konnte ich auch nicht mehr sehen was sich jetzt wirklich in ihrer Hand befindet da ich keine Augen auf dem Rücken habe
„Julian?" schluchzte sie gegen meine Brust und schaute danach mit geröteten und tränenden Augen zu mir hoch
„Mhh" antwortete ich ihr und strich Clara über ihre Schulter
Christin schnappte kurz nach Luft „Ich bin schwanger"
Die Welt blieb für mich stehen , mein Herz tanzte Ballett , meine Augen wurden feucht und die Ohren taub
Ich konnte es nicht glauben dass ich Papa werden würde , konnte meine Emotionen nicht in Worte fassen denn es war tatsächlich ein kleines Krümmelchen unterwegs , was an meiner Hand laufen lernen sollte , mir die Nächte kürzer und die Tage länger machen würde , der Wurm würde mit essen um sich schmeißen , mich ohne Grund anschreien, der Zwerg wird meine Hilfe brauchen ,jede Menge Unsinn machen und mein Leben auf den Kopf stellen aber nur so ,kann denk ich bedingungslose Liebe entstehen
Ehrlich gesagt kann ich es nicht glauben das ich Vater werde , denn irgendwie war ich doch noch derjenige der gestern im Sandkasten gesehen hab
„Das ist doch toll" schrie ich überglücklich durch die Wohnung und hielt das Gesicht meiner Freundin in meinen Händen
„Findest du?" fragte sie skeptisch nach
„Ja klar"
Christin rollte kurz ihre Stirn „Aber es war doch garnicht geplant"
„Ich war schon immer der Überraschungstyp" witzelte ich
Auch meine Freundin hielt mittlerweile mein Gesicht in ihren zitternden Händen vor Aufregung
Mit meinem Daumen wischte ich ihre verlaufe Wimperntusche weg und küsste sie zärtlich
Der Kuss war wunderschön und fühlte sich herrlich an , die Sonne schien durchs Badezimmerfenster in den Raum ,Harmonie lag in der Luft und pure Liebe in meinem Herzen
„Freust du dich?" fragte Clara dann nochmal und löste sich von mir
„Ja klar , das ist doch wunderschön so etwas"
„Aber wir sind mal grade ein Jahr zusammen"
Ich lächelte „Richtig mit dir hab ich das schönste Jahr in meinem Leben erlebt"
Erneut küsste sie mich , es war so als hätte sich unser Leben geändert obwohl wir erst in 9-10 Monaten zu dritt sein Würden
„Weißt du welche Woche du bist" fragte ich meine Freundin gleichzeitig als wir das Bad verließen und uns auf die Couch kuschelten
„Nein ich muss morgen zum Frauenarzt , am besten rufe ich da jetzt mal hin an und mache einen Termin"
„Okay mach das, soll ich was kochen?"
„Unfassbar gern"
Clara nahm ihr Handy in die Hand und rief den Frauenarzt an , ich ging in die Küche und schaute im Kühlschrank herum was ich denn kochen könnte
Konzentrierte mich aber mal so garnicht auf die Lebensmittel sonder hörte ganz genau meiner Freundin zu was sie am Telefon sagte
Starrte in meinen Gedanken versunken auf den geöffneten Kühlschrank
Von hinten merkte ich wie Clara ihre Arme um meine Brust schling , und mir einen Kuss auf den Rücken gab
Drehte mich um , hin die hoch und setze sie auf die Arbeitsplatte der Küche , sie setzte sich breieinig hin , lehnte meinen Oberkörper dazwischen und küsste sie
„Was haben sie gesagt" fragte ich
„Ich habe für morgen Mittag um zwei Uhr einen Termin gemacht, aber wir können ja schonmal grob gucken in welcher Woche ich bin"
„Weißt du wie man das man" fragte ich ratlos nach
„Ja klar"
Clara hüpfte langsam von der Küchenzeile , nahm mich und ihr Handy in die Hand und wir setzen uns auf die Couch
Sie öffnete die App für ihre Regel und fing an zu rechnen , ich hatte so garkein Plan davon was sie da tut und hoffte einfach nur das sie es mir erklären würde
„Kannst du mir das bitte erzählen was du da machst" lachte ich
Sie setzte sich quer auf meinen Schoß , ließ mich auf ihr Handy gucken und fing an zu erklären
„Ich hatte am 5.8.2021 meine letzte Periode dass war der erste Tag wo sie praktisch für den Monat anfing und heute ist der 9.9.2021 das heißt das sind sechs Wochen vergangen, sprich ich bin in der sechsten Schwangerschaftswoche"
„Krass" schaffte ich vor Begeisterung nur zu sagen
„Schatz du hast in elf Tagen Geburtstag" küsste meine Freundin mich auf die Wange
„Boar wenn man mal überlegt das du im Juni auf deiner Geburstagsparty in Bottrop 26 geworden bist und jetzt einfach schwanger"
„Du wirst schon 28"
Ich lachte „Ich will's garnicht hören"
Wunderschön fing Christin an zu lachen und jedes Mal fiel mir auf das wenn sie lacht , ich einfach auch immer lachen muss
„Was ist jetzt eigentlich mit deinem Kochen , ist das gestrichen oder wie sieht das hier aus"
„Jetzt seih mal nicht so frech , du sitzt schon auf meinen Schoß" zwickte ich ihr in die Seite , fügte aber dann hinzu „Ja ich hab nichts gefunden zu essen , sollen wir in das Restaurant wo wir im Mai in dem Fahrrad vorbeifahren sind essen gehen?"
„Ja , komm wir machen uns fertig"
Zusammen gingen wir ins Bad und zogen uns sogut wie nur um
Clara schminkte sich nochmal neu , da ihre Schminken von heute morgen total verlaufen war , ihre Haar lockte sie und ich stylte meine Haare ebenfalls
Fertig angezogen , nahm Clara ihre Handtasche und ich sie an die Hand und gingen runter zum Auto
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Dächer von Paris
FanfictionDu verlierst deine Mutter mit zwölf Jahren an einem Autounfall, dein Vater? Seit dem Alkoholiker Clara will ihr Leben neu als Physiotherapeutin in Paris anfangen und ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen Doch als bei ihrem neuen Job be...
