So wurde aus wir schaffen das , besser wärs wir lassen das

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Clara
Mit einem heftigen Knall , knallte Julian sein Glas Wasser auf unseren Essentisch , damit wir miteinander in aller Ruhe reden konnten
Es war der Mittwoch Mittag der 10.11.2021 , wahrscheinlich der Tag der unser Leben verändern wird
In fünf Tagen war meine Ausschabung ein Monat her , doch null verarbeiten
„Clara , wir soll das mit uns weiter gehen" fragte mein Freund mich misstrauisch
„Ich weiß es nicht, aber so wie es jetzt ist kann es auf keinen Fall weiter gehen"
„Ich liebe dich. Ich liebe dich,wirklich. Aber so macht es wenig Sinn"
„Ja und jetzt" fragte ich nach und war meinen Tränen nahe
„Ich weiß es nicht , ich kann mir immoment nichts mehr vorstellen"
„Julian ob wir wollen oder nicht, ob wir uns lieben oder nicht. Wir haben uns auseinander gelebt. Und das gewaltig. Es klappte nicht mehr so mit uns , wie wir wollen. Durch den Tod unserer Kinder ist eine Regenwolke über uns gezogen"
So sehr diese Worte auch schmerzten , Julian sowohl auch ich wusste dass ich recht habe
„Ich weiß Clara , ob wir wollen oder nicht es ist so. Die Trennung ist ab besten für uns beide, obwohl wir uns lieben"
Es schmerzte zu hören das Julian jetzt tatsächlich die Trennung ausgesprochen hatte aber wie sagt man immer ‚Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.'
Das wir so enden hätte ich nicht gedacht aber es war das beste für uns
„Ich werde mir ein Zimmer suchen und mir eine Wohnung suchen. Aus Respekt zu den anderen des Teams werden wir noch miteinander arbeiten ,deinem Oberschenkel geht es wieder gut und falls du dich irgendwann nochmal verletzen solltest , gehst du zu Jürgen in die Therapie. Wir sind beide Trauzeugen für die Hochzeit von Til und Lia , und dann werden wir gemeinsam mit ihnen die Hochzeit planen und feiern , ganz egal ob mit oder ohne neue Partnern"
Wir starrten uns wortlos an , bis ich aufstand und mir zwei Koffer voll packte für die nächsten Tage im Hotel
Als ich meine zwei Koffer hinter mir her zog und meine Schuhe anhatte , war es Zeit für immer Abschied zu nehmen , denn so nah wie ich Julian in dem letzten eineinhalben Jahr war , werd ich nie wieder sein
„Danke für alles Clara" sagte er gekränkt , wobei er kurz vorm heulen war
„Ich hab zu danken" bedankte ich mich
„Danke für die schöne Zeit und jedes Ereignis was ich mit dir teilen durfte , ich wünsche dir alles gute" flüsterte Julian , denn wir waren mittlerweile im Treppenhaus angelangt
Wahrscheinlich das letze mal strich ich über sein Oberarm , zwang mir ein lächeln auf die Lippen
Der Fußballer half mir die Koffer mit zu meinem Auto zu tragen , und verabschiedeten uns voneinander und er verschwand traurig in unseres bis eben noch gemeinsame Wohnung
Ich setzte mich hinein in mein Auto , und schmetterte mein Kopf gegen die Kopflehne und atmete tief aus
Das alles was hier grade passiert  ist, ist an mir vorbei geschmettert wie ein D-Zug
Ich verkneife mir meine Tränen und fuhr mit meinen Koffern im Kofferraum zum nächsten Hotel was ich fand
Nachdem ich fast eine halbe Stunde wie eine irre durch Paris gefahren bin hatte ich das Hôtel Britannique mitten in der Stadt gefunden und das große Gebäude mit den vielen Balkonen und der roten Markise sagte mir sofort zu
Anschließend als ich mein Audi geparkt hatte , was total komisch war denn in den letzen Monaten war ich immer mit Julians Auto unterwegs und bin auch nie gefahren
Wie dem auch sei ,ging ich mit klopfendem Herzen in die Lobby und checkte bei einem jungen Mann an der Rezeption für zwei Wochen in ein Zimmer ein
Mit meinem Zimmerschlüssel der die Nummer 157 zeigte , betrat ich mit meinen Koffer den Aufzug
Im zweiten Stock angekommen, schloss ich mein Zimmer auf das ich nach Minuten langen suchen gefunden hatte
Das Zimmer war gemütlich, mit einem großem Doppelbett geschmückt , dazu ein mittelgroßes Badezimmer und mit einem winzigen Balkon
Doch plötzlich sackte ich zusammen, meine inneren Schutzwände fielen in sich zusammen
Ich setzte mich auf die Kante des Bettes und ließ mich mit dem Rücken zurückfallen
Drehte mich auf dem Bauch und stütze meinen Kopf mit meinen Händen , fing bejammernswert an zu weinen und schrie gegen die Bettdecke , damit sich die anderen Gäste keine Sorgen machten
Ich fing an zu zittern , mir wurde schlecht , bekam Kopfschmerzen, in dem Moment hatte ich alles außer einen festen Freund
Wenn ich daran zurück denke , wie Julian sich Ende April 2020 zu mir an den Tisch in diesem Restaurant gesessen hat , unser erstes Date als wir Barfuß durch den Sand spazieren gegangen sind, unser erstes Kuss am 8.Mai.2020 in meiner damaligen Wohnung im Sommerwind beim Untergang der Sonne
Wie wir wenig später erfahren haben , dass wir in den selben Kindergarten gegangen sind
Das erste mal als ich mit ihm geschlafen habe , nachdem ich mich mit Selbstzweifeln im Spiegel nur in Unterwäsche betrachtet habe , wie liebevoll er mich immer geküsst und angefasst hatte
Wie sollte ich bitte Weihnachten und Silvester ohne diesen braunäugigen Volltrottel den ich doch so geliebt hatte überstehen , wenn ich genau wusste wie es ein Jahr davor war
Julian war der erste Mann der meine Vergangenheit akzeptiert
Ich muss Lia anrufen , somit nahm ich aus meinen Koffer mein MacBook heraus und rief sie per FaceTime an
Setzte mich in den Schneidersitz aufs Bett und stellte den Laptop vor mich , machte meine Haare zu einem unordentlichen Dutt
Mit verlaufender Wimperntusche, tränenden und roten Augen erwartete ich meine beste Freundin
„Mausi , ich weiß alles . Julian telefoniert grade mit Til , er ist am heulen wie ein Schlosshund" begrüßte sie mich
Diese Worte brannten in meinem Herzen , zu wissen das Julian genauso leider wie ich
„Was hat er gesagt?" fragte ich mit zitternder Stimme
„Das ihr getrennt seid. Wie konnte das passieren?"
„Lia , ich war Schwanger" heulte ich rum
„Wie du warst schwanger?" fragte sie irritiert
„Ja , wie? Ich hab mit Julian geschlafen, hatte aber die Pille vergessen und Zack war ich schwanger" ich musste mich selber unterbrechen da mich meine Tränen überrollten
„Und beim zweiten Termin beim Frauenarzt waren es , Zwillinge und dann war einige Wochen später nochmal da und sie waren Tod , ich hatte einen Tag davor so heftige Bauchschmerzen. Ich bin das schuld das ist Tod sind , ich hätte einfach ins Krankenhaus fahren müssen oder wo auch immer hin und hätte meine Kinder retten müssen" ich konnte mich teilweise selber kaum verstehen , da ich so lallte
„Clara du bist garnichts Schuld. Dich betrifft keine Schuld , das passiert soo vielen Frauen. Aber warum habt ihr euch getrennt?"
Ich zog meine Nase hoch und fing dann an „Wir kämpfen beide auf andere Weise mit dem Verlust , haben uns auseinander gelebt"
„Aber ihr liebt euch doch noch , oder?"
„Ja klar liebe ich ihn" schrie ich unter Tränen mein MacBook an , fügte hinzu „aber es klappt nicht mehr und vielleicht wird es nie mehr so gut klappten wie es mal war"
„Och Hase , du hast soo viel durch gestanden, dann wirst du das auch schaffen. Ich werde dich Ende den Monats besuchen kommen , versprochen" versuchte Lia mich aufzumuntern
„Ich weiß es. Ich melde mich morgen nach der Arbeit nochmal"
Lia schickte mir durch den Laptop einen Luftkuss , mit den Worten „hab dich lieb"
Wir hatten fast eine Stunde telefoniert, ging dann mal auf den Balkon und genoss die Aussicht , es war kalt  , durch die französischen Straßen schoss ein kühler Wind , die Bäume waren kahl und der Himmel trist
Es war eine wirklich schöne Zeit mit Julian , mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen doch dieser Abschnitt in meinem Leben war wohl vollendet
Ich liebe ihn zwar noch aber ich werde ihn vergessen und über ihn hinwegkommen
Zum weinen hatte ich in diesem Moment keine Kraft
Es war inzwischen 18:30 und schon dunkel draußen , ich hatte Hunger und die Abendessenzeit vom Hotel endete in einer knappen Stunde
Somit ging ich abgeschminkt , mit Dutt und Jogginghose und auch geröteten Augen runter in den Saal zum Essen
Bepackt mit meinem MacBook, meinen Handy und dem Ladekabel , lief ich runter zum Essen
Ich fragte einen Mitarbeiter des Hotels wo genau mein Tisch war , damit jeder Gast nicht zu jeder Essenszeit an einem anderen Tisch saß
Die meisten Gästen hatten schon gegessen, nur noch vereinzelte Leute waren noch dort , einige Rentner und viele junge Geschäftsmänner in meinem Alter
Fürs Abendessen nahm ich mir ein Salami Baguette und Kräuter mit an meinen Tisch am Fenster
Draußen regnete es und einzelne Regentropfen liefen an der Fensterscheibe herunter
Ich fing an zu essen und suchte nach einer kleinen Wohnung für mich im Internet
Meine Möbel waren in Julians Keller , somit musste ich beim Auszug nur noch wenige Male in die Wohnung von dem Fußballer
Es war komisch zu wissen das Julian ab jetzt mein Ex Freund war aber irgendwie machte mich das ganze Thema auch wütend, denn ich konnte jetzt alles von neu machen , Wohnung suchen , einrichten und das obwohl wir alle gedacht haben das mit Julian und mir wäre für die Ewigkeit bestimmt gewesen
In einer Anzeige hatte ich eine freie Wohnung gefunden und schrieb den Vermieter für ein Treffen mal an , denn diese Wohnung reichte völlig aus für eine Person
Danach packte ich mein Zeug wieder zusammen, stellte meinen Teller auf ein Rückgabewagen und ging zurück in mein Zimmer
Auf dem Weg dorthin lachte mir ein mitterlgroßer Mann mit einem drei Tage Bart , braunen Haaren und grünen Augen an , nur aus Freundlichkeit grinste ich zurück und wollte so schnell es geht in meinem Zimmer verschwinden
Denn ich meine so wie ich aussah , sah ich alles andere als gut aus mit meiner Jogginghose und verheulten Augen , der Mann kann eigentlich nur besoffen gewesen sein
In meinem Zimmer wasche ich mein Gesicht mit kalten klaren Wasser ab , packte meine Koffer aus damit es etwas wohnlicher im Zimmer wurde und legte mich mit meine Schlafklamotten ins große Bett
Als das Licht dann aus war und ich schlafen wollte , tastete ich mit meiner Hand nach links , denn Julian lag immer links von mir
Ich traf ins leere und begriff ich hatte Julian verloren und war aber jetzt wieder Single, das heißt es ging alles von vorne los
Rollte mich auf der Seite zusammen und fing an zu weinen , wie oft hab ich mir nach Schicksalsschlägen in meinem Leben gewünscht eine bessere Welt zu erleben , doch es wird keine bessere geben
Somit rief ich in die Nacht , flehte um Wundermacht das ich endlich mal Glück in meinem Leben hatte , weinte bitterlich und noch mit Tränen auf den Wangen zwang ich mich in den Schlaf
Durch den Ton meines Weckers wurde ich geweckt und musste zur Arbeit, wälzte mich aus dem waren Bett und stand mit geschwollen Augen vorm Badezimmerspiegel und putzte meine Zähne , ich musste mir gleich auf jeden Fall Thomas bei Seite ziehen und es ihm sagen
Als ich in meinem Auto saß und auf dem Weg zur Arbeit war , war es total komisch denn ich bin immer mit Julian gemeinsam gefahren, doch ich musste akzeptieren dass diese Zeit vorbei war
Bei meiner Arbeit angekommen betrat ich auch schon das Gebäude und wollte hoch zum Büro um erstmal meine Tasche abzustellen, doch Thomas der mich von hinten anquatschte machte mir einen Strich durch die Rechnung
„Du siehst genauso lecker aus wie Julian"
Ich drehte mich zu ihm um starrte ihn einfach an
„Clara , Julian hat mir alles erzählt, seine Augenringe erzählen mir auch seine Nacht. Ich weiß wie schwer es ist , es tut mir von Herzen für euch beide leid , denn nicht nur ich sondern auch der Rest des Teams hat euch zusammen geliebt" 
Mit Tränen in den Augen schaute ich in an und schaffte kein Wort raus zu bringen , er umarmte mich und drückte mich ganz fest
Bis mir auf der Höhe seiner Schulter ein nasser Fleck auf dem Pulli auffiel
„Wer war das?" nuschelte ich
Er schaute mit wehleidig an „Julian , der hat schwer geheult als er mir von euch erzählt hat"
„Wo ist er?"
„In der Umkleide bei Presnel"
Wie gern hätte ich mich von Thomas losgerissen, wäre in die Umkleide zu Julian  gestürmt , sein Gesicht in meine Hände gepackt und ihn geküsst aber es ging nicht
Ich löste mich von meinem Chef , rieb mir mein Gesicht und ging wortlos hoch zu den Büros
Bei Jürgen versuchte ich es zu überspielen aber auch er merkte wie schlecht es mir ging
Ich musste mich zwingen nicht aus dem Fenster zu gucken um zu sehen das Julian machte
Und wenn es doch passierte konnte ich sehen wir gekränkt er war und auch von da erkannte ich seine Augenringe , er hatte wahrscheinlich noch mehr geweint als ich
Mittag als ich wieder im Hotelzimmer war fühlte sich alles so fremd an , es war ruhig , keiner ja der mich küsste oder mit dem ich lachen konnte
Auch meinen Vater hatte ich angerufen und ihm das alles mitzuteilen
Jedem dem ich es erzählte überhäufte mich mit seinem Mitleid und sagte mir das alles gut werden würde , aber egal was sie auch taten , nur ich ganz allein kann Julian vergessen um zu akzeptieren das es kein er und ich mehr in meinem Leben gibt und dass das Kapitel ‚Julian Draxler' wohl in meinem Leben abgehackt war und das für alle Ewigkeiten

Ich denke die meisten von euch hatten die Tendenz darauf dass die beiden es schon irgendwie in den Griff bekommen aber so ist es leider nicht. Die beiden sind ab diesem Zeitpunkt an wieder alle beide Single

Dächer von Paris Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt