Ich wachte mit geschwollenen Augen und schwerem Kopf vom vielen gestrigen weinen auf und begab mich in mein Badezimmer
Da ich bald wieder einmal los musste zur meiner Arbeit, die mir erstaunlich viel Spaß machte
Mit meinem Arbeitsklamotten, gekämmten Haaren und einer Flasche Wasser verließ ich meine Wohnung und fuhr los
Bei meiner Arbeit angekommen war alles anders als sonst , Thomas und schon ein paar Spieler standen vor dem Eingang und waren irgendwie aufgelöst
Ich stieg aus meinem Auto aus und ging auf Thomas zu
„Guten Morgen, was'n hier los?" fragte ich ihn entsetzt
„Morgen Clara , wir alle haben heute und morgen frei , Strom und Wasser fällt aus und muss erst wieder in Ordnung gebracht werden" sagte er hektisch
„Oh , okay ja dann , bis übermorgen"
„Ja bis dann"
Dann drehte ich mich um und fuhr ohne zu zögern los zu meinem Vater nach Deutschland
Während der Fahrt rief ich über die Lautsprechanlage , den Oberarzt vom Krankenhaus aus
„Schulte?"
„Morgen , Doktor Schulte hier ist Clara Huber, wie geht es meinem Vater Georg?" fragte ich unsicher und hatte Angst vor der Antwort , doch ich presste meine Hände ans Lenkrad
Er nahm Luft „ Ach Frau Huber , ich hätte sie eh noch angerufen, denn ihr Vater ist heute morgen um drei aufgewacht , er ist zwar noch schwach aber stabil"
Als er das sagte , grinste ich so sehr das es schon in meinen Wangen weh tat und sich sogar Tränen in meinen Augen sammelten
„Okay , ich bin kurz vor der Grenze , in einer knappen Stunde bei ihnen"
Als der Anruf beendet war fuhr ich auf jeder Autobahn 130kmh umso schneller konnte ich bei meinem Papa sein
Ich war überglücklich als ich mein Auto auf dem Krankenhausparkplatz parkte und ausstieg
Ich flitze an der Anmeldung vorbei und nahm die Treppen hoch zur Intensivstation und rannte in meinen Arbeitsklamotten zum Büro von Herrn Schulte , der mich bereits erwartete
Ich klopfe an der Tür und er sagte ich könnte mich auf den Stuhl bei seinem Bürotisch setzen
„Also Frau Huber , ihr Vater hatte großes Glück das er nochmal aufgewacht ist , sie sind wohl sein Schutzengel"
„Ja mag sein , kann ich zu ihm?" sagte ich mit breiter lächeln und konnte es kaum erwarten ihn wieder zu sehen
„ Klar , gehen sie einfach in dritten Stock und im Zimmer 456 finden sie ihren Vater"
Ich lächelte , sprang von Stuhl und rannte die Treppen runter zum dritten Stock
Dort angekommen stolperte über ein paar Krankenschwestern war aber Hals über Kopf froh als ich vor der Tür vor seinem Zimmer stand
Meine Hände zitterten , ich fing an zu schwitzen übersprang aber meinen Schatten und hatte den Mut die Türklinge runter zu drücken
Als ich ins Krankenzimmer eingetreten war standen dort drei Betten , da erste das am Schrank steht war in Folie eingepackt und unbenutzt genauso wie das Bett in der Mitte
Und da war da noch das Bett an der Fensterseite , mein Vater lag dort drin er war blass , er konnte seine blauen Augen die ich von im geerbt hatte kaum offen halten
Um ihn standen noch vereinzelte Maschinen und geschwächt war er auch
Ich ging auf sein Bett zu und als ich auf linken Seite von seinem Bett stand legte ich meine Hand auf seinen linken Oberarm
Er schaute mit seinem Kopf aus dem Fenster , als der merkte das ihn jemand anfasste drehte er seinen Kopf zu mir und schaute mich mit verträumten Augen an
„Papa" sagte ich leise und mit Tränen in meinen Augen
Er wollte lächeln, schaffte es aber irgendwie nicht denn er war zu schwach
Ich wanderte mit meiner Hand runter zu seiner und nahm seine Hand in meine und hielt sie warm
Ich ließ sie kurz los und stellte einen Stuhl neben sein Bett , setzte mich hin und hielt wieder seine Hand warm
„Papa du musst aufhören damit" sagte ich mit weinenden Augen und er wusste das ich von seiner Alkoholsucht sprach
„Ich weiß , aber nach dem Tod deiner Mutter. konnte ich nichts machen, ich wusste nicht wohin , ich hab deine Mutter geliebt mit jeder Faser meines Herzens und ich liebe dich" er klang schwach und es rollten Tränen über seine Wangen
Und auch bei mir kullerten die Tränen , ich erhob mich von dem Stuhl und gab ihm ein Kuss auf seine Wange und flüsterte „Ich liebe dich auch Papa"
Dann setze ich mich wieder hin und lächelte ihn an
„Genauso hast du auch gelächelt als du mit sechs Jahren das erste mal das Meer gesehen hast" sagte mein Vater zu mir leise
„Das weißt du noch?" fragte ich überrascht und war stolz das er sich noch daran erinnerte
„Ja du hast ein gelbes Kleid mit grünen Punkten getragen, deine Haare waren geflochten und zwei Wochen davor hast du deine beiden vorderen Schneidezähne verloren , du warst so glücklich das Meer zu sehen und wolltest so schnell wie möglich dein Badeanzug anziehen um schwimmen zu gehen" sagte er glücklich mit Tränen in den Augen
„Ja das weiß ich noch , ich war echt sehr glücklich an diesem Tag" und lachte meinen Papa an
Ich war froh das er aufgewacht war und Herr seiner Sinne war , doch ich sah auch das er müde wurde
Ich streichelte solange seine Hand bis er eingeschlafen war und schlich mit leise aus dem Zimmer
Und als ich wieder in meinem Auto saß und auf dem Weg zurück nach Paris war , wurde mir klar das mein Vater den Tod von meiner Mutter vor zwölf Jahren immer noch nicht verarbeitet hatte und sich dies bis heute nicht verziehen hat und als einzigsten Ausweg sah er nur noch den Alkohol
Ich wollte ihn helfen denn er war ja schließlich mein Vater der daran kaputt ging
Trotz aller dem war ich heilfroh das er am Leben war und war gerührt das er jedes kleinstes Detail aus meiner Kindheit in seinem Herzen trug
Und als ich kurz vor der Grenze zu Frankreich eine Tankstelle entdeckte , hielt ich dort an , tankte voll und als ich grade bezahlen wollte entdeckte ich eine Tüte Gummibärchen die es mir angetan hat und so konnte ich nicht anders als sie zu kaufen
Ich setze mich wieder in meine Auto und machte eine kurze Pause und aß meine köstlichen Gummibärchen , musste mich aber nach der halben Tüte stoppen da ich Bauchschmerzen bekam und so fuhr ich weiter zu mir nach hause
Da mein Handy per Bluetooth mit dem Auto verbunden war , erreichte mich kurz nach der Grenze ein Anruft von Julian, meine Musik stoppte und ich ging ran
„Hey Juli , was ist los?"
„Hei kleine , sorry für die Störung aber ich hab tierische Schmerzen in meinem Handgelenk was kann ich tun?"
Da ich ja seit heute morgen nicht mehr zu hause war , stand meine Arbeitstasche mit dem Schmerzmittel die mir der Mannschaftsarzt gegen noch immer in meinem Kofferraum
„Ja klar ich hab Schmerzmittel , soll ich zu dir nach hause kommen?"
„Das wäre toll" und gab mir seine Adresse die ich in meine eingebautes Navi eingab
Als ich mein Ziel erreicht hatte , staunte ich , das Mehrfamilienhaus war groß und gepflegt
Ich nahm die Schmerzmittel in die Hand und klingelte bei ‚Draxler' er drückte mir dir Haustür auf und ich ging die Treppe zu seiner Haustür hoch , währenddessen fiel mir auf das ich immer noch meine Arbeitsklamotten von heute morgen an hatte
Ich dachte , scheiße was sagte ich ihn denn jetzt ihm warum ich die Klamotten immer noch anhatte denn es war schließlich halb sieben Abends
Aber egal ich hatte keine Zeit mehr zum überlegen denn ich war vor seiner Hautür angekommen und er stand er in seinem Türrahmen in gemütlicher Kleidung
„Juli , ich hab was gegen deine Schmerzen" machte ich ihm Hoffnung
„Das ist gut" und ließ mich in seine Wohnung
Die Wohnung war ordentlich und sauber , sie reicht gut und war nicht so hochwertig eingerichtet , wie man es eigentlich von einem Fußballer erwarten würde
„Am besten setzt du dich hin , ich werde dein Handgelenk noch etwas massieren" sagte ich ihm und drückte ihn die Schmerztablette in die Hand, die er mit einem Glas Wasser runter spülte
Dann kam er zu mir, setze sich gegenüber von mir und reichte mit sein linkes Handgelenk
Dies fing ich an zu massieren und hoffte das es ihm helfen würde
Nach einiger Zeit, fragte ich ihn ob die Schmerzen besser werden würden , er bestätigte dies und war froh das die Schmerzen wieder nach gelassen hatten
Ich ließ seine Hand los und er guckte mich verwirrt an „Warum hast du denn noch deine Klamotten von der Arbeit an?"
Ich überlegte mir eine sinnvolle Antwort aber aus meinen Mund kam nur „Nun ja, ich fand die Klamotten plötzlich so gemütlich als ich auf meiner Couch gesessen habe"
Er lachte „Gut dann bin ja nicht der einzigste der das so sieht"
Ich lächelte und mir wurde klar das ich nach hause fahren musste , so gern ich noch mit ihm quatschen würde
„So Juli , ich würde gerne noch bei dir bleiben aber ich muss so langsam mal nach hause"
Er schaute mir in die Augen , lächelte „Hast du vielleicht Lust das ich dir morgen etwas von Frankreich zeigen würde?"
Ich lächelte extrem „Ja klar sehr gerne"
„Freut mich , ist das okay wenn ich um 12:30 morgen bei dir bin?"
„Ja klar , passt super"
Er begleitete mich noch bis zur Tür und wir verabschiedeten uns voneinander mit einem lächeln
Als ich kurz vor meinen Auto war murmelte ich leise zu mir selbst „Die Klamotten sind auf der Couch so gemütlich, Gott Clara bist du dumm" und schlug mir gegen meine Stirn
In meinem Auto überlegte ich mir dann kurz zu welchem Supermarkt ich noch schnell fahren sollte , da ich mir noch was kochen wollte
Ich hatte mich dann ganz simpel für gebratene Hänchenbrust mit Reis
Und so stand ich um acht Uhr bei mir in der Küche und war am Kochen
Das Essen aß ich ausnahmsweise mal auf der Couch , aber nicht mit meinen Abreitsklamotten sonder schon mit meinen kurzen Schlafsachen , da ich eh niemanden mehr erwartete
Hey
Hier in dem Kapitel war es dann doch etwas emotional zwischen Clara und ihrem Vater
Ich persönlich hatte ja schon etwas mit den Tränen zu kämpfen aber vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen zu emotional
Aber ich hoffte euch geht es allen gut und habt ein schönes Wochenende
Und dann „sehen" wir uns im nächsten Kapitel wieder , und mal sehen was zwischen ihr und Julian so passiert🌺
DU LIEST GERADE
Dächer von Paris
FanficDu verlierst deine Mutter mit zwölf Jahren an einem Autounfall, dein Vater? Seit dem Alkoholiker Clara will ihr Leben neu als Physiotherapeutin in Paris anfangen und ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen Doch als bei ihrem neuen Job be...
