Kapitel 47

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Einige Jahre früher
Wir waren da, doch es ereignete sich ein furchtbares Ereignis und mitten drin?
-RENÉ! PASS AUF!-
Plötzlich ertönten Schüsse von allen Seiten und alle duckten sich ängstlich. Nur ich stand noch.
Geschockt sah ich wie René von mehreren Schüssen knapp verfehlt wurde.
Mit Tränen in den Augen verwandelte ich mich zurück.
Mein Herz setzte für einen Moment aus während ich sah wie René einen schmerzerfüllten Schrei unterdrückte und sich seinen Bauch hielt.
René blickte auf seine blutverfärbte Hand und sah dann mit einem traurigen Lächeln zu mir.
,,Du bist zurück Theodor!",lachte er bevor sich seine Augen schlossen und er stump zu Boden viel.
Mein Herz zog sich zusammen und ich öffnete geschockt meinen Mund.
Ich wollte schreien, doch kein Ton verließ meine Lippen.
Ich wollte zu ihm laufen, doch meine Beine bewegten sich kein Stück vorwärts.
Ich wollte auf meine Knie fallen und den ganzen Schmerz rauslassen, doch mein Körper war starr.
Meine Gedanken rasten, doch ich konnte keinen klaren Gedanken fassen.
Für eine Minute bewegte sich keiner.
Das feindliche Rudel hatte sich längst verzogen.
Langsam fing ich an zu realisieren was passiert war.
Das Geschehene spielte sich immer wieder vor meinem inneren Auge ab.
Und je mehr ich verstand desto mehr traf es mich.
Plötzlich rannte ich los.
Mit Tränen in den Augen fiel ich vor René auf meine Knie und befreite die anderen aus deren Schockstarre.
Ich checkte seinen Puls und merkte wie er immer schwächer wurde.
,,Warum ruft keiner von euch einen Krankenwagen? Er wird sonst noch sterben!",schrie ich verzweifelt und mit zittriger Stimme.
Moritz kam auf mich zu und strich mir beruhigend über den Rücken.
,,Hey, es wird alles gut...",flüsterte er.
Nach wenigen Minuten kam der Krankenwagen und René wurde endlich versorgt.
Josh übernahm seine Versorgung im Krankenhaus, damit keine Fragen aufkamen.
Und das war der letzte Tag an dem ich René lächeln gesehen hab.

Heute
,,Okay, Stop, dieser Spruch war Mal mehr als unnötig!",lachte ich und lief einen Schritt nach vorne auf Moritz zu, ,,Mittlerweile müsste jeder wissen das du der Böse bist! Hab ich nicht Recht?"
Er sah mich wütend an.
,,Willst du es mir einfach machen und ich befreie René und Leoni einfach und wir verbannen dich dann oder holst du gleich die Waffe aus deiner Hosentasche und erschießt mich?",fragte ich leicht belustigt.
,,Nein! Komm nicht näher! Oder ich erschieße René!",tatsächlich ladete er seine Pistole und hielt sie gegen Renés Kopf.
Ich seufzte und raufte mir durch meine Haare.
,,Moritz, wir sind wie eine Familie, warum würdest du das tun? Zum Schluss würdest du sowieso wegen Mord ins Gefängnis kommen!",argumentierte ich etwas verzweifelt. Ich hatte nämlich echt nicht gedacht, dass er es machen würde.
,,Eine Familie?!",schrie er mich an, ,,Sieht das für dich wie eine Familie aus?! Immerhin hast du mich erst in diese Situation gebracht!"
Fragend sah ich ihn an.
Dann fuhr er fort:,,Es ist alles deine Schuld! Als du gekommen bist und René endlich seinen Mate in dir gefunden hatte, da dachte ich erst es wäre gar nicht so schlimm... Doch dann wurde er weich und wir wurden nur noch angegriffen! Alles drehte sich nur noch um dich, wie es dir geht und was du brauchst. Du wurdest die ganze Zeit entführt und was nicht sonst noch! Wir haben so viele Rudelmitglieder wegen dir verloren! Das Rudel und ich hatten es satt! Das ist doch verständlich, oder? Also haben wir dich angelogen, wir haben dich versucht von ihm fern zu halten, vor allem nachdem wir herausgefunden haben, dass die Patrone, mit welcher er getroffen wurde, infiziert mit einem Virus war, welches alle Erinnerungen die man je hatte einfach auslöscht."
Er holte tief Luft und sprach weiter.
,,Immerhin haben wir es zwei Jahre lang geschafft ihn vor dir zu verstecken. Doch dann, als alles perfekt schien, musste Leoni meinen ganzen Plan zerstören, da René sich natürlich anfangen musste zu erinnern!",schrie er wieder während er seine Waffe auf Leoni richtete.
,,Kann es sein das du eifersüchtig bist? Auf was auch immer, wir können darüber reden!",meinte ich vorsichtig, ,,Kann es sein, dass du mit Veränderungen nicht gut klar kommst?"
Empört schnappte er nach Luft.
,,Ich mache nur das zu was René nicht im Stande war! Das Rudel war dem Untergang geweiht so wie du!",schrie er ehe er seine Waffe auf mich richtete.
Ich drehte mich um meine eigene Achse während ich meine Hosentasche griff und die Polizei anrief.
,,Hey, hey, hey... beruhig dich Mal. Ich kann mir echt einen besser Tod vorstellen als in einem Keller erschossen zu werden!",meinte ich ruhiger als vorher und blickte dann in Renés Gesicht.
Seine Augen öffneten sich während er schmerzerfüllt aufstöhnte und seine Augen wieder zukniff. Dann sah er aber zu mir und ein Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht.
,,Du bist zurück Theodor..",flüsterte er ehe er von Moritz bewusstlos geschlagen wurde.
,,Ich will keine Zeugen..",meinte er lässig.
Wut stieg in mir auf.
,,Wie soll er bitte Entscheidungen treffen wenn er die ganze Zeit bewusstlos ist!",schrie ich ihn an.
,,Was weißt du schon vom Entscheidungentreffen? Deine Eltern haben es ja auch nicht auf die Reihe bekommen!",lachte er.
,,Weißt du überhaupt wie es ist als ein Schwächling aufzuwachsen? Alleine zu sein? Und dann wenn einmal was gut läuft, die ganze Schuld zu bekommen? Du hattest diese Probleme wahrscheinlich nie!",schrie ich mit Tränen in den Augen, ,,Also! Erschieß mich doch! Zum Schluss musst du sowieso in den Knast! Und außerdem, René weiß längst was abgeht, ein Mitglied weniger und er wird dich umbringen!"
,,Bis da-",unterbrach Moritz sich selbst.
Er sah an die Decke und wenige Sekunden später ertönte ein lauter Knall.

Werwolf | Gnadenloses ÜberlebenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt