Kapitel 15

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Theo P.o.V
Ein Tag später
Mitten in der Nacht wurden Leoni und ich wach. Es roch stark nach Feuer und Rauch. Erschrocken starrte mich die Wölfin neben mir an.
-Folge mir!-
Ich lief schnell voraus, raus aus der Höhle. Immer und immer wieder nahm ich ein knistern über mir wahr. Plötzlich stürzte der Eingang ein. Panisch fing Leoni an zu graben.
Schnell half ich ihr. In dieser Zeit wurden wir immer mehr von den Flammen eingeschlossen. Nach weiteren Minuten erblickten wir den Mondschein und die Flammen. Es knisterte und eine wärme Welle schlug über uns ein. Ich nickte zum Ausgang.
-Geh! Er wird gleich einstürzen!-
-Und du?!-,fragt sie mit Tränen in den Augen.
-Ich bin gleich hinter dir!-
Sie sprang aus dem Loch und ich gleich hinterher. Wir rannten über den Waldboden und sprangen über eine Schlucht. Jedoch blieb ich hängen und musste mich hoch ziehen. Leoni wollte, so nett sie auch war, mir helfen.
-GEH! LEONI! DEIN MATE IST DA DRAUẞEN! ICH KOMME NACH! RENN!-
-Ich vergesse dich nicht-,sprach sie mit Tränen in den Augen und rannte dovon. Nach einigem Minuten hatte ich es geschafft mich hoch zu ziehen. Wackelt stand ich auf den Beinen und fing an zu husten. Meine Vorderbeine knickten ein und ich bekam mich nicht mehr ein. Dennoch rappelte ich mich auf und versuchte durch die Flammen zu rennen. In dem Moment war es mir egal, ob ich mich schwer verbrannte. Ich rannte einfach nur meinem Instinkt nach. Immer der Nase nach. Eigentlich wollte ich Leoni's Fährte folgen, nur rieche ich nichts außer Rauch.
Mir wurde aufeinmal schwindelig. Ich glaub ich war immer mehr in die Flammen reingelaufen, als raus. Wieder fing ich an zu husten. Meine Vorderbeine knickten immer wieder ein. Ich stieß ein knurren aus. Etwas näherte sich mir. Ich spüre es. Wieder fing ich an zu husten. Ich fiel zur Seite auf die Flammen und rollte mich zusammen. Es fühlte sich an, als würde ich verbrennen, meine Lungen, mein Magen, mein Hals. Alles tat weh. Alles brannte.
Du musst aufstehen! Dein Mate ist in der Nähe! Er wird dir helfen!
Auf den Wunsch meines besten Freundes rappelte ich mich auf und schleppte mich durch die Flammen. Mir wurde immer wärmer und ich fing an zu schwitzen und zu husten. Eine Schmerzenswelle über kam mich, ich war auf eine Flamme getreten. Ich fing an zu fluchen.
Plötzlich hörte ich jemanden heulen. Das Gefühl der Erleichterung überkam mich. Aber auch das Gefühl der Angst.
Was wenn es jemand böses ist. Ich winselte auf, lief aber immer noch weiter durch die Flammen. Dort wo es auch aufhörte zu brennen. Wo die Feuerwehr versuchte das Feuer zu löschen. Ich hörte Sirenen und schreie, so wie schluchzer. Aber alles kam nicht aus dem Feuer. Wieder bin ich ins Feuer getreten. Diesmal heulte ich aber leise auf.
,,Hey! Da ist jemand! Wir müssen den Alpha informieren!",rief ein Feuerwehrmann und lief auf mich zu. Ich winselte auf und lief zurück. Eigentlich brauche ich ja keine Angst zu haben, aber er ist nicht nett. Er wirkt als habe er böse Absichten. Wieder war er ein Stück näher an mir und wieder wich ich winselnd zurück. Als er mich packen wollte, rannte ich unter seinen Beinen durch und versuchte weiter zu rennen. Doch leider musste ich wieder anfangen zu husten. Meine Vorderbeine knickten ein und ich bekam kaum Luft. Schwarze Punkte tanzen vor meinen Augen und ich hatte das Gefühl, dass ich nur Rauch einatme. Doch bevor auch noch meine Hinterbeine einknicken konnten, wurde ich von zwei Armen hochgehoben.
Was mich wundert. Wie kann man mich tragen? Ich bin fast 1,80 Meter groß!
Unser Mate kann alles!-schnurrte Liam in meinem Kopf.
Vorsichtig wurde ich auf einem Bett abgesetzt. Meine Verbrennungen verheilten langsam, aber nicht schnell genug. Wieder musste ich husten.
Ich sah auf. Vor mir stand ein junger Mann, mit schwarzen Haaren und braunen Augen. Er kommt mir bekannt vor. Ich weiß, dass er mein Mate ist, aber... Es ist René! OMG!
,,Hey Kleiner, könntest du dich zurück verwandeln?",er legte mir eine Decke um und sah mich an. Ich nickte.
Meine Knochen fingen an zu brechen und sich neu zusammen zusetzen. Es tat weh und mit einem Schmerz verzerrten Gesichtsausdruck sah ich ihn an.
Scharf zog er die Luft ein.
,,Es tut sehr weh oder?",fragte er.
Ich nickte.
René stand auf und lief zu seinem Kleiderschrank.
,,Wir haben uns schonmal getroffen, oder?",flüsterte ich. Meine Stimmbänder waren angeschlagen und ich hustete.
Mit einer Jogginghose, Boxershorts und einem Pulli kam er zurück. Er antwortete:,, Stimmt! Vor einigen Wochen oder so, im Wald. Theodor oder?"
Ich nickte.
,,Nenne mich aber Theo, ich mag den Namen Theodor nicht. Du warst... René?", flüsterte ich.
Er nickte und gab mir die Sachen.
,,Ich gehe kurz raus und hole Verbandszeug. Du kannst das in dieser Zeit anziehen.",er deutete auf die Kleidung und stand auf. Ich nickte und er verließ den Raum...

Werwolf | Gnadenloses ÜberlebenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt